#37 - Die Reaktionsmiliz: Im Ernstfall sofort bereit

Shownotes

  • Was macht eigentlich die Reaktionsmiliz?
  • Wie unterscheidet sie sich von der regulären Miliz?
  • Wie lässt sich die Milizfunktion mit dem zivilen Leben vereinbaren?
  • Was bewegt junge Menschen dazu, zur Miliz zu gehen? Marcel Taschwer spricht mit Max, Jakob, Julian und Simon über ihr Engagement bei der Reaktionsmiliz. Im Gespräch erzählen sie von ihrem militärischen Werdegang bis hin zur Reaktionsmiliz, wie sie das mit Beruf und Studium vereinbaren und davon, was es für sie bedeutet, Bürger in Uniform zu sein.

Mehr Informationen zur Reaktionsmiliz findet ihr hier: https://karriere.bundesheer.at/reaktionsmiliz

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Transkript anzeigen

00:00:02: Übers Jahr verteilt, sechs bis sieben Mal rücken wir über verlängerte Wochenenden ein und haben auch einmal im Jahr eine BWU.

00:00:14: Der große Vorteil von uns Reaktionsmedizinären ist, dass

00:00:19: wir

00:00:20: ein fixfertig eingerichtetes Zimmer im Spital an der Trau haben.

00:00:23: Unsere Sachen

00:00:24: sind dort vor Ort

00:00:25: und gepackt.

00:00:29: Man ist dann wieder beim Bundesjahr, man ist wieder im Soldatenleben drinnen und man lebt sich auch recht schnell.

00:00:34: Also in dem Moment, wo man die Kassäne betritt, ist es so, als wäre man hauptberuflich gefüllte Soldat.

00:00:42: Und der gewisse Spaßfaktor, wo sonst

00:00:45: keine Abwuchern entzahlt

00:00:47: kriegen, dafür ist

00:00:47: er Wahnsinnbar

00:00:48: und Upfrababilik.

00:00:59: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Hergehört.

00:01:03: Mein Name ist Marcel Taschwer und wir melden uns heute aus dem idyllischen Allensteig.

00:01:08: Heute geht es um die Miliz, unsere Bürger in Uniform.

00:01:12: Und dazu sind vier Soldaten an meiner Seite, die mit uns über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten sprechen, die sie bei Militär erlebt und im privaten Leben gebrauchen können.

00:01:24: Dazu herzlich willkommen Max Oberleutnant und stellvertretender Komponierkommandant Jakob Fenrich, stellvertretender Zugskommandant Simon, Wachtmeister und Gruppenkommandant und Julian, Corporal und stellvertretender Gruppenkommandant.

00:01:40: Max, erste Frage an dich.

00:01:43: Wie war dein Werdegang und wie bist du dann zum Miliz gekommen?

00:01:48: Servus, Marcel.

00:01:48: Ich darf damit beginnen, dass ich, im Jahr den Berühmtberüchtigten Jägerpatleon, im Jahr zehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinzehntinze.

00:02:01: Auf Kada anwärte Ausbildung zwei nach Güssing gekommen, habe diese abgeschlossen und bin dann eigentlich zurück ins Zivilerleben gegangen.

00:02:09: Zurück ins Zivilerleben bedeutet?

00:02:12: Ich habe dann nach Beendigung des Dienstverhältnisses zum Studieren angefangen und dadurch, dass ich halt ein Jahr beim Österreichischen Bundestag gedient habe, war ich militzübungspflichtig.

00:02:23: Und im Nachhinein betrachtet, diese Milizübungspflicht freust du dich drüber oder was dann doch ein bisschen Belastung?

00:02:30: Ich wäre gemäß Wehrgesetz verpflichtet gewesen, dass ich das ableiste, aber ich habe vorher schon die Freiwilligkeit dazu unterschrieben.

00:02:37: Also eigentlich habe ich das vorher schon zugesagt.

00:02:42: Jakob, du bist derzeit feinerig und stellvertretender Zugskommunant.

00:02:46: Wie war dein Werdegang?

00:02:48: Ja, zuerst einmal Grüß Gott.

00:02:49: Ich bin in Brugn-Oldorf, der HDS, der zweiten Ausbildungskompanie, eingerückt und habe dann die KAPZWO.

00:02:58: Fachteil, Jäger in Güssing gemacht und bin dann mit September zum Neunzehn zurück ins zivile Leben gegangen.

00:03:08: Was war bei dir das zivile Leben?

00:03:10: Ich habe begonnen an der Wirtschaftsuniversität in Wien zu studieren und auch in einer Rechtsanwaltskanzlei zu arbeiten.

00:03:17: Und was war die Motivation, Miliz tätig zu sein?

00:03:21: Die Motivation war einfach, dass ich in erster Linie mal eine gute Auffassung aus dem älterlichen Hause vom Militär und vom Bundesjahr grundsätzlich mitbekommen habe.

00:03:31: Mein Vater ist Milizoffizier und ich habe das immer sehr, sehr bewundert, diesen militärischen Einsatz und habe dann auch selber beschlossen, das zu machen.

00:03:43: Und ja, nach wie vor erfüllt es mich.

00:03:47: Simon, Wachtmeister, derzeit Gruppenkommandant, wie war deine Laufbahn?

00:03:53: Ja, hallo.

00:03:54: Also ich bin in Sanktorn in Tirol, zur AKBX Aufklärungscompany, da hat die Kadaanwärter-Ausbildung eins abgeschlossen und dann nach Zwölf-Axing auf die HDS-Aufklärung, dort Fachtel-Aufklär, die Kadaanwärter-Ausbildung zwei abgeschlossen und dann danach zum Studieren angefangen.

00:04:15: Was hast du studiert?

00:04:16: Ich studiere derzeit Elektrotechnik auf der TU Wien und habe jetzt seit ungefähr einem Jahr mich zu zusätzlichen Militztagen verpflichtet, jetzt dem Zug auf der Reaktionsmilit.

00:04:26: Da werden

00:04:26: wir uns vielleicht später noch ein bisschen genauer anschauen, wie sich momentan dieses Studienverhältnis auch mit der Militz vereinbaren lässt.

00:04:32: Aber der vierte im Bunde noch, Julian Corporal und stellvertretender Gruppenkommunant.

00:04:37: Ja.

00:04:37: Wie war es bei dir?

00:04:38: Hallo auch meinerseits.

00:04:40: Ich bin im Prokneudorf, in der Herstuppenschule.

00:04:43: Ich habe dort die Kader-Anwärter-Ausbildung eins abgeschlossen.

00:04:47: Ich bin dann weiter nach Güssing zur Kader-Anwärter-Ausbildung zwei.

00:04:52: Damit war mein einjähriges freiwilliges Jahr zu Ende und dann habe auch ich zum Studieren begonnen.

00:04:58: Und so gesehen bin ich dann im Milizstand weitergerutscht.

00:05:01: Was hast du studiert oder was studierst du?

00:05:03: Ich habe jetzt mit Studium abgeschlossen, Physiotherapie und so gesehen jetzt von Student geht es in die Berufswelt.

00:05:09: Also sehr viele unterschiedliche Charaktere am Tisch, aber eines vereint euch, und zwar eure Milizdetigkeit, genauer gesagt sogar die Zugehörigkeit zur Reaktionsmiliz.

00:05:21: Wie kann man denn dort den Unterschied zwischen Reaktionsmiliz und Miliz genauer treffen?

00:05:26: Die größte Punkt, der uns, also uns Reaktionsmilizler von den normalen und Anfangszeichen Milizern unterscheidet, ist, dass wir wesentlich häufiger üben.

00:05:36: Also wir sind... übers Jahr verteilt.

00:05:39: sechs bis sieben Mal rücken wir über verlängerte Wochenenden ein und haben auch einmal im Jahr eine BWI und dementsprechend sind wir immer auf dem aktuellen Stand haben und trainieren Abläufe immer wieder übers Jahr verteilt und können somit auch schneller in den Einsatz gehen als es die herkömmliche Miliz tut.

00:06:01: BWI bedeutet beorderte Waffenübungen.

00:06:04: Wie sieht es bei dir der Arbeitgeber Jakob?

00:06:08: Also ich muss sagen, ich habe eigentlich immer sehr positives Feedback von meinem Arbeitgeber bekommen, aber ich glaube, es ist eine sehr einzigartige Situation, dass der Arbeitgeber das so locker sieht, weil ich ein gutes persönliches Verhältnis habe.

00:06:25: und der unterstützt das.

00:06:27: Also ich habe bis jetzt keine Probleme gehabt, sowohl am Anfang nicht, da musste man das ankündigen, dass man das machen möchte und dann für jede zusätzliche Übung muss man dann wieder dem Arbeitgeber eine Bestätigung bringen und der muss das unterscheiden und seine Zustimmung geben.

00:06:40: Und da hatte ich keine Probleme und die sind da eigentlich sehr, sehr locker damit umgegangen.

00:06:48: Simon, Julian, ihr habt so quasi Studium und diese Milize-Ausbildung dann miteinander verbunden.

00:06:53: Wie hat sich das tatsächlich im Alltag dann teilweise ausgewirkt?

00:06:57: Oder wie gut vereinbar war der Privatleben mit Beruf?

00:07:02: Grundsätzlich schauen wir immer, dass wir die Übungstage so legen, dass es sehr studentenfreundlich ist bei uns.

00:07:06: Das überlegen wir uns im Vorhinein schon.

00:07:08: Zum Beispiel im September die Übung.

00:07:10: Da haben alle Studenten noch sehr gut Zeit.

00:07:12: Und auch während dem Semester, da die Übungen meistens auf den Freitag, Samstag und Sonntag fallen, geht es eigentlich immer sehr gut aus.

00:07:20: Julian, für dich rückblickend bzw.

00:07:23: jetzt vielleicht ein bisschen der Blick in die Zukunft.

00:07:25: Wie gestaltet sich das bei dir?

00:07:27: Rückblickend während ein Studium war das eigentlich jetzt so kein Problem.

00:07:30: Wie gesagt, die große Übung, die hat stattgefunden im September, wo man als Student immer gut seid hat.

00:07:36: Die Übungen währenddessen, wenn wirklich einmal eine Prüfung dazwischen kommt oder man sagt, man kann einfach nicht, dann ist das kein Problem.

00:07:42: Es gibt dann Nachholterminen für die Übung, die man dann so sehen auslässt.

00:07:46: Also wenn man wirklich mal nicht kann, ist das kein Problem.

00:07:49: Und mit meinen Arbeitgeber jetzt, das ist schon im Vornen abgeklärt worden, dass ich so gesehen diese dreißig Tage, die wir da im Jahr haben, dass die kein Problem sind, dass ich da einfach nicht da bin, dass ich da fehl, nachdem es immer meistens Donnerstag bis Sonntag ist.

00:08:03: Und genau, deswegen sofern abgeklärt und auch da der Arbeitgeber steht, der eigentlich dahinter sagt ja, das passt, dass ich das mache und so wird es auch hoffentlich dann passen.

00:08:14: Gibt es irgendwelche Fähigkeiten, an die ihr sofort denkt, die ihr im militärischen Bereich bekommen habt oder euch angeeignet habt, die sehr wichtig im privaten, jetzt auch im beruflichen Umfeld geworden sind?

00:08:27: Ich finde, für mich privat kann ich gut herausnehmen, diese Teamfähigkeit, die man beim Bundesheer sehr gut aufbaut, dass man eigentlich immer als Einheit agiert, aber genauso gut beim Bundesheer ist das Kommandantenleben so gesehen, dass man da auch befühlt, würde ich jetzt ins zivile Leben nicht genauso übernehmen.

00:08:43: Aber einfach, dass man auch da wirklich zeigt, wenn man was kann, dass man das auch macht und sich nicht zurückzieht, sondern einfach auch sagt, okay, ich weiß, wie es geht, ich mache das.

00:08:52: Zieh das dann auch so gesehen durch.

00:08:53: Das sind zwei Sachen, wo ich sage, die kann man gut ins Zivile-Leben dann übernehmen.

00:08:58: Für mich, also ich habe für mich von Militär ins Zivile mitgenommen, diese Führungsfähigkeit und die Stressresistenz, die man im Zuge, dass der Kardanwärts Ausbildung eins und zwei gelernt hat.

00:09:10: Weil wir sind dort recht beübt worden.

00:09:13: Und diese Stressresistenz und auch

00:09:16: die

00:09:18: Führungsfähigkeit damals im Zuge der Gruppe, heute bei mir als definite in der Company Command mit wesentlich mehr Leuten, das hat mich darauf sehr gut vorbereitet.

00:09:29: Du hast die CARA anwärter Ausbildung eins und zwei jetzt angesprochen.

00:09:33: Wie kann man sich das vorstellen, wenn man mit der Ausbildung noch nicht wirklich was zu tun hatte?

00:09:38: Die CARA anwärter Ausbildung?

00:09:39: eins muss man sich so vorstellen, dass Da fängt man mit der BA-Claren an, wie jeder, der zum Grundverdienst einrückt und schließt dann mit der BA II, BA III ab und geht dann in den waffenspezifischen Fachteil, wo man dann eben diesen Fachteil absolviert in den verschiedenen Waffengartungen.

00:09:59: Was würdest du sagen, sind so wesentliche Fähigkeiten, die du während der Karrenwerteausbildung I und II erlangt hast oder die dir beigebracht wurden?

00:10:06: Also im Zuge der Karrenwerteausbildung I und II habe ich gemerkt, meine persönlichen Befindlichkeiten im Rahmen der Gruppe zurückzustecken.

00:10:14: Und was ein ganz großer Punkt war, ist die Kameradschaft.

00:10:19: Wenn man zusammen die Kadernwerteausbildung absolviert hat und sich dann, dann haben sich die Wege getrennt und man trifft sich drei Jahre später auf einem Druckmüllungsplatz, spricht man immer über das, was damals passiert ist.

00:10:32: Anderen Nicken gibt es Erlebnisse.

00:10:35: oder wenn ihr jetzt zurückblickend noch mal daran zurückdenkt, gibt es irgendwelche Ereignisse, die ich... irgendwo geprägt haben, die euch in Erinnerung geblieben sind?

00:10:44: Ja, also geprägt, bei der Jakob da neben mir schon grenzt, wir waren zusammen auf der Karanwärtausbildung in Güssing, haben uns dann mehr oder weniger aus den Augen verloren und bei der Reaktionsmediz sind wir uns dann wieder über den Weg gelaufen und jetzt haben wir natürlich wieder mehr Kontakt.

00:11:04: Was man dazu sagen kann, ist als alle aus unterschiedlichen Bundesländern, aber eines vereint euch und zwar, dass wir jetzt da in allen Stecken gemeinsam am Tisch sitzen.

00:11:12: Wie schön oder auch aufwendig ist es teilweise, dass man sagt, man verlässt seinen Wohnort, ist dann wieder bei gemeinsamen Übungen wie hier in allen Stecken oder teilweise im Westen in Tirol oder wie ich immer, wie abwechslungsreich oder auch organisatorisch herausfordernd ist das teilweise.

00:11:31: Ich habe für mich da mitgenommen im Zuge der Ausbildung beim Planungsverfahren.

00:11:35: Wir kriegen die Termine immer im Jahr davor.

00:11:40: Wenn man dann die Jahresplanung macht, also ich mache jedes Jahr eine Jahresplanung, da muss man das natürlich berücksichtigen.

00:11:48: Kann ich eigentlich nur zustimmen?

00:11:49: Denn ein Reiseweg, den man dazu als Plätzchen kaufen muss, wenn man vom Bogen lande.

00:11:53: Kärntenfahrt kann man gut einrichten, nachdem wir schon am Vordack anreißen können.

00:11:57: Entweder kommt man am Vordack oder die die näher im Anreiseweg haben, fahren eben im Auto her oder eben mit die Öffis in der Früh noch.

00:12:04: Und so wie jetzt die Verlegung nach allen Steig renne ich auch ziemlich problemlos ab, weil das alles geplantler ist und schon wie das Bundesheer so gesehen, dann läuft.

00:12:13: Also da muss man sich selbst dann keine Gedanken machen, sondern die Verlegung findet dann im Rahmen der Kompanie statt.

00:12:19: Der große Vorteil von uns Reaktionsmedizinären ist, dass wir ein fixfertig eingerichtetes Zimmer ins Spital an der Trau haben.

00:12:28: Unsere Sachen sind dort vor Ort und gepackt.

00:12:30: Das heißt, eigentlich müsste man nur mehr mit den notwendigsten Sachen anreisen.

00:12:34: Das ist eben auch ein wesentlicher Unterschied zu den normalen Milizsoldaten.

00:12:38: Der normalen Milizsoldat hat nämlich seinen Katzen und Treffünfe zu Hause, muss das Ganze dann zur Milizübung mitschleppen und bei uns steht eigentlich alles bereit, weil wir viel öfter üben.

00:12:49: Wie kann man sich so eine klassische Milizübung von euch vorstellen?

00:12:53: Welche Themengebiete werden da vermittelt?

00:12:55: Welche Ausbildungsabschnitte, ob sie da was wird wiederholt und geübt bzw.

00:13:01: trainiert?

00:13:02: Ja, also wir legen in jedem Jahr einen Fokus auf ein gewisses Ausbildungsthema.

00:13:07: Im letzten Jahr sind wir sehr stark auf den Kampf im urbanen Umfeld, also Häuserkampfumbringung sprachlich eingegangen und haben da in verschiedenen Ausbildungsorten geübt, vor allem im Raum Kärnten.

00:13:22: und das läuft dann normalerweise so ab, dass wir am ersten Tag einrücken und uns organisieren und dann ein oder zwei Tage Ausbildung machen und uns dann am letzten Tag wieder rückorganisieren und dann wieder zurück ins zielive Leben gehen.

00:13:41: Ihr habt alle unterschiedliche Erfahrungen bisher auch mit der Miliz gemacht.

00:13:46: Assistenzeinsätze, Auslandseinsätze oder eben unterschiedliche Laufbahnkurse.

00:13:51: Was ist so die Motivation für die unterschiedlichen Ausbildungsabschnitte, dass ich mir wieder einen neuen Kurs hingebe oder dass ich in den Assistenz oder Auslandseinsatz gehe?

00:14:01: Für

00:14:02: mich war das wieder schon krank.

00:14:05: Es war alles eine Erfahrung.

00:14:07: Gewisse Sachen wollte ich einfach einmal erleben, zum Beispiel beim Auslandseinsatz.

00:14:10: Ich finde, jeder so dort sollte das einmal gemacht haben, weil man das auch für die persönliche Weiterentwicklung nutzen kann.

00:14:18: Ja, für mich war von Anfang an klar.

00:14:20: als ich beim Bundesheer eingerückt bin, dass ich die Officierschiene bestreiten möchte, die Militiafficierschiene.

00:14:26: Und das hat mich dann noch motiviert, danach, nachdem ich die beiden Kadeanwärter-Ausbildungen abgeschlossen habe, weiterhin immer wieder auf Kurse zu fahren, die ich jetzt mittlerweile abgeschlossen habe und wenn man bezüglich von Einsätzen spricht.

00:14:41: war ich Teil der Mobilmachung zur Corona-Zeiten und war im Botschaftsasse, Assistenzeinsatz für die Botschaft, als Gruppenkommandant eingeteilt und habe da schon mitgenommen, dass ich eine gewisse Motivation hatte, auch in einer Zeit, wo auch die Polizei ausgelastet war und das Bundesjahr selbst auch etwas der Gesellschaft zurückzugeben und da im Bereich der Sicherheit eingesetzt zu sein.

00:15:09: Simon, wie ist es bei dir?

00:15:11: Du bist sehr viel im Ausbildungsbereich tätig, was ist da die Motivation auszubilden, neben dem Studium dann auch noch.

00:15:18: Genau, also ich kann nur dem Jakob zustimmen, das war bei mir ähnlich, ich habe auch angefangen, also bevor ich zum Bundesjahr gegangen bin, die Geschichten vom einwilligen, freiwilligen Jahr von den Bekannten im Umfeld und das halt dann auch machen wollen und das jetzt dem Zuge der Kanadanweiter Ausbildung eins und zwei gemacht und da auch eben auf den Geschmack gekommen, kann man so sagen, von den ganzen Erlebnissen die man da machen kann.

00:15:40: Und dahingehend habe ich auch einfach das Bedürfnis, mich da militärisch weiterzuentwickeln, meinen Ausbildungsstand zu halten und weiterzuentwickeln, mehr zu lernen, dass auch dieses Wissen auch weiterzugeben.

00:15:53: Und für mich auch wichtig ist es ein extrem cooler Kontrast zum Studium.

00:15:58: Also ich bin dann unter der Woche in der Bibliothek am Lernen bis spät.

00:16:03: und habe eigentlich überhaupt nichts mit dieser Richtung militärisch zu tun.

00:16:07: Und dann ist einmal wieder ein Wochenende Übung, wo ich mein Kopf ausschalten kann, was unimäßig angeht und wieder voll ins Militärische reinlegen kann und im Wald kämpfen und nicht in der Bibliothek sitzen und lernen kann.

00:16:20: Und wie kommst du mit diesem Kontrast selber klar unter Anfangszeichen, dass du da einfach so leicht switchen kannst?

00:16:27: Genau, also ich finde, sobald ich mich in Zug setze, ich habe den Einberufungsbefehl im Rucksack, da schaltet der Modus um.

00:16:33: Die Fahrt von Niederösterreich nach Kärnten ist doch ein bisschen länger.

00:16:36: Sobald ich ankomme, sieht man schon die ersten Kameraden wieder, die einen Spin wieder einräumen, die Wäsche wieder reinräumen und dann ist man, kommt man sehr schnell in den Modus wieder rein zurück und man freut sich eigentlich immer darauf auf die Übungen.

00:16:49: Kameradschaft ist ja immer so ein Wort oder ein Begriff, den man hört, wenn es ums Militär geht.

00:16:53: Aber wie würdest du das Gefühl der Kameradschaft oder das Zusammenhalt des in Relation setzen von Militär zum Zivilen oder von Militär zu deinen Studienerfahrungen?

00:17:04: Also ich studiere... gemeinsam mit jetzt zwei anderen Kameraden auf der Serbuniversität.

00:17:08: Das heißt, da haben wir auch den selben Kontakt, den wir da jetzt haben.

00:17:12: Die habe ich von vorhin der Kaderanwärter Ausbildung II schon gekannt.

00:17:15: Dort kennengelernt.

00:17:16: Das heißt, in denen all das durchgemacht.

00:17:18: Jetzt sehe ich sie immer wieder auf der Uni und dann bei den Übungen immer wieder.

00:17:21: Und das Bild macht jetzt einen schönen Freundschaft und kameradschaftlichen Kreis gemeinsam.

00:17:27: Und das zieht sich eigentlich quer durch die Bank.

00:17:29: Ich habe viele Freunde, die dann überhaupt nichts mehr militär zu tun haben.

00:17:34: Und jetzt vielmehr auch in die Richtung, dass sie beim Militär sind.

00:17:38: Und das sieht das einfach überschneidet.

00:17:39: Das finde ich cool.

00:17:41: Da kann ich in Simon noch zustimmen.

00:17:42: Bei mir ist es eigentlich gleich, also ich habe genauso Freunde, die nichts für Militär zum tun haben.

00:17:47: Und Freunde, die eben die ich kennengelernt habe während den Kursen oder sonst bei den Asse einsetzen.

00:17:53: Also ich finde, der Unterschied ist, man merkt, wenn man mit jemandem vom Militär gemeinsam was durcherlebt hat.

00:17:59: Man hat einfach andere Grenzen erfahren, weil man ist ja doch oft einmal an seinen inneren Schweinehund wirklich kommen.

00:18:07: Und das macht einfach einen Unterschied, wenn man mit seinen Freunden dann wirklich an seine Grenzen kommen ist.

00:18:14: Als wenn man jetzt so gesehen mit den zivilen Freunden, da kommt man nicht so schnell als euch jetzt einmal wirklich an seine Grenzen.

00:18:19: Und da merkt man einfach so diese Verbundenheit mit Kollegen vom Bundesheer.

00:18:24: Das macht schon was aus, finde ich.

00:18:26: Also für mich ist das immer mit den Kollegen, mit denen ich... Beim Bundesheer gemeinsam bin, hat man eine ganz andere Verbindung wie mit seinen zivilen Freunden.

00:18:36: Ja, wenn ich da einhaken kann, ich finde es auch bei uns gerade der Spezialfall Reaktionsmiliz ist eigentlich auch noch besser, finde ich, einfach aus dem Grund, weil wir einfach viel mehr Übungstage haben.

00:18:46: Es ist nicht so, dass ich die Leute jetzt Miliz nur alle zwei Jahre mal für eine Woche sehe, sondern ich sehe die Leute wirklich dreißig Tage im Jahr und man sieht die eben anderthalb Monate spätestens.

00:18:58: und da wächst man einfach viel mehr zusammen.

00:19:00: Mit mehr Kontakt kommt auch einfach mehr, kann man anschauen.

00:19:02: Julian, du hast es vorher angesprochen.

00:19:04: Es hat Situationen gegeben, an denen ihr an eure Grenzen gekommen seid.

00:19:09: Wollt ihr vielleicht eine Anekdote erzählen und uns vielleicht auch teilhaben lassen, wie ihr in dem Moment mit so einer Grenzefahrung umgegangen seid?

00:19:18: Also umgegangen ist, als es halt immer ein starkes war.

00:19:21: Man ist in solchen Situationen, in seinem Zug drinnen und wird da... beübt im weitesten Sinne.

00:19:29: Also ich kann mich zum Beispiel aus der Kaderausbildung eins an einen Tag erinnern, da haben wir den ganzen Tag Gefechtsdienst gehabt und nach dem Gefechtsdienst sind wir einfach mal losmarschiert.

00:19:39: Es war schon dunkel, es war ein Spätsommertag, also es war jetzt nicht kalt oder so, man hat halt, man war halt schon sehr sehr sehr ermüdet vom ganzen Tag und dann ist man halt einfach mal losmarschiert und dann ist man schon einige Stunden gegangen und dann ist ist man endlich zu der Straße, die zum Kasernentor führt, gekommen.

00:20:00: Dann ist man vor der Kaserne umgedreht, so einer anderen Straße, die entlang der Kaserne führt und hat dort LKWs aufgefunden, die man hat gedacht, man darf sie da jetzt aufsitzen und man fährt zurück in die Kaserne rein.

00:20:12: Ja, falsch gedacht, wir haben dann Seile eingespannt und wir haben die LKWs in die Kaserne gezogen.

00:20:19: und nachdem wir die LKWs in die Kaserne gezogen haben, gemeinsam als Gruppe, durften wir dann noch auf der Wiese Spiel und Spaß mit einem Unteroffizier haben und wurden körperlich beübt.

00:20:33: Aber danach, nachdem wir das nach mehreren Stunden körperlicher Anstrengung, körperlicher und mentaler Anstrengung abgeschlossen haben, hatte so gut wie jeder bei uns im Zug ein Lächeln im Gesicht.

00:20:44: Und man merkt dann halt einfach, wie man an seine Grenzen getrieben wird, sowohl körperlich als auch mental, weil man oft auch im Umgewissen gelassen wird, wie es weitergeht.

00:20:53: dann trotzdem lernt damit umzugehen und sich damit abzufinden und aber auch danach ein gewisses Gefühl des Stolzes zu haben und auch ein gewisses Gefühl der Verbundenheit mit den Kameraden, weil man das gemeinsam erlebt und durchgezogen hat.

00:21:09: Kopfnicken im Raum.

00:21:11: Für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, die jetzt bei... bei diesen Geschichten etwas schockiert sind, gibt es auf der anderen Seite auch gute Gründe, gerade vielleicht bei Julian und Simon, wie wir vorgesprochen haben, aber auch bei Max und Jakob, warum man sich trotzdem für die Miliz melden sollte oder warum man zum Bundes herkommen sollte und Soldat werden sollte.

00:21:32: Also wenn ich jetzt gleich weitermachen darf, es ist... Auch wenn es diese körperliche und mentale Anstrengung gab, hat mich das eigentlich immer nur ein bisschen mehr bestärkt, weiterhin beim Bundesheer aktiv zu sein, um mich dann auch im Endeffekt für die Reaktionsmiliz zu melden und dann auch weiter die Kurse zu machen.

00:21:50: Und dann ein ganz großer Punkt ist auch, wenn man sich die... Situation in der Welt die geopolitische Lage anschaut und einfach sieht, was in der Welt los ist, ist das Gefühl der Sicherheit sehr, sehr wichtig.

00:22:06: Und dafür sorgen Soldaten.

00:22:07: Soldaten sollen der Bevölkerung.

00:22:10: das viel der Sicherheit geben und im Ernstfall die Bevölkerung verteidigen.

00:22:14: Das sind auch unsere verfassungsmäßigen Pflichten und deswegen ist das für mich eine sehr, sehr große Motivation auch der Gesellschaft in Land, in dem ich geboren wurde und das, dem ich viel zu verdanken habe, auch wieder etwas zurückzugeben.

00:22:28: Und ich finde, das erfüllt auch jeden, der das macht und das ist auf jeden Fall ein sehr, sehr guter Grund, zum Bundesjahr zu kommen.

00:22:37: Für mich ist, dass diese Tätigkeit in der Miliz auch eine Zusatzqualifikation, die der Arbeitgeber im Zivilen schätzt.

00:22:45: Weil die grundsätzliche Einstellung gegenüber dem Bundesjahr ist, in Österreich meiner Meinung nach recht positiv.

00:22:51: Und wenn man dann erwähnt, dass man in mehr oder weniger zwei Funktionen im Miliz, in meinem Fall Milizoffizier, ist, dann kommt beim Arbeitgeber meistens Augenaufschlag und denkt sich, der hat sicher schon was geleistet und der hat sicher schon viel mitgemacht.

00:23:06: Ich würde auch sagen, dass wir das geleistet haben.

00:23:09: Das ist auch einfach ein leidtragender Effekt, weil man hat so oft bei den Sachen auch in den Kursen das Gefühl, ja, es ist dann schwer und psychisch und körperlich belastend.

00:23:22: Aber man merkt, es ziehen dann alle links und rechts von einem auch am selben Strang.

00:23:26: Und das ist das Gefühl, was wirklich sinnvoll ist, für das Land auch gemacht zu haben, finde ich auch der Jakob schon gesagt hat, für mich wichtig.

00:23:35: Wenn ich da gleich einhacken darf, zum Beispiel in dieser Woche, bei uns ist die Hauptübung am Montag um fünfzehn, fünfundviert sich gestartet und war im Endeffekt am Mittwoch um zweiundzwanzig Uhr mehr oder weniger vorbei mit einer Ansprache des Brigadekommandanten und im Anschluss wäre Dienstschluss gewesen, es sind aber alle stehenbleben und haben noch zusammen was getrunken, haben die Erfahrungen aus der Übung geschildert und ich finde, das macht das Ganze aus.

00:24:05: Egal,

00:24:06: wie lange man jetzt wach war oder wie lange man beübt worden ist, man ist dann auch zusammengestanden und gesagt, eigentlich so schlimm war es gar nicht.

00:24:13: Welche Eigenschaften sollte jemand mitbringen, der sich für die Miliz interessiert?

00:24:18: Ja, meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man anpassungsfähig ist, weil wenn man seine persönlichen Befindlichkeiten in einem acht-Mann-Zimmer nicht unterordnen kann oder nicht ein bisschen zurücknehmen kann, dann wird das Zusammenleben mit auch den anderen Kameraden im Zimmer.

00:24:35: bisschen schwierig.

00:24:36: Ja, also ich würde sagen, auch an dem entlanghaken, diese Teamfähigkeit ist ganz wichtig, weil wir doch einfach immer in Gruppen oder dann im Zugsrahmen Sachen machen, da diese Teamfähigkeit zu haben, mit anderen zusammenzuarbeiten und auch eben fürs große Ganze hinzuarbeiten und an dem gemeinsamen Stand zu ziehen.

00:24:55: Ja, also ich finde das alles stimmt, was die Kameras da sieht man unter Max jetzt gesagt haben.

00:25:00: Aber ich finde auch, dass auch wenn jemand nicht weiß, welche Eigenschaften er hat oder er diese Eigenschaften, die die beiden Kameraden jetzt genannt haben, noch nicht so ausgeprägt hat, bei sich lernt man das.

00:25:13: Das ist das Schöne am Bundesjahr, dass man im Zuge von Ausbildungen, Kursen oder auch Übungen einfach dieses Teamgefüge die Stressresistenz, die mögliche Fähigkeit, sich unterzuordnen, einfach erlernen kann.

00:25:29: Wir sind ja hier nicht alle gleich eingerückt.

00:25:31: Also wir sind wirklich alle vier aus sehr, eher verschiedenen, haben verschiedene Hintergründe aus verschiedenen Bundesländern, wie du schon gesagt hast.

00:25:40: Und wir, beim Bundesheer haben wir alle dasselbe gelernt.

00:25:44: Und wir haben diese Fähigkeiten, auch wenn vielleicht einige von uns diese schon vorher hatten, einfach nochmal verstärkt oder uns erarbeitet.

00:25:53: Und das ist schon etwas, was man sagen muss, wenn man sich selber weiterentwickeln möchte, dann kann man das beim Bundesheer immer sehr gut machen.

00:26:00: Ja, ich würde da auch absolut zustimmen.

00:26:02: Ich würde sagen, man muss grundsätzlich schon ein gewisses Interesse an einem Bundesheer haben, sonst würde es ja keinen Sinn machen.

00:26:08: Auch dieses draußen sein im Wald.

00:26:10: Aber ein wichtiger Aspekt ist, wie du gesagt hast, dieses Fähigkeiten ausbauen, Fähigkeiten erlernen, aber auch... sich selbst etwas kennen zu lernen, weil man lernt sich selber im Ausnahmezustand, sowohl psychologisch als auch körperlich einfach wirklich gut kennen.

00:26:24: Wo habe ich meine Schwächen?

00:26:25: Wo habe ich meine Stärken?

00:26:27: Und die wirklich auszubauen, darauf aufzubauen, das ist halt auch ein ganz wichtiger Aspekt, finde ich.

00:26:34: Würdet ihr sagen, dass ihr Fähigkeiten, die ihr aus dem Zivilen bereits mitgebracht habt oder mitbringt, auch ins Bundesjahr gut integrieren könnt?

00:26:42: Ja, ich kann zum Beispiel sagen, dass das Sportliche für mich auch schon, bevor ich beim Bundeswehr war, ein sehr großes Thema war.

00:26:49: Also ich habe mich immer körperlich betätigt seit dem jungen Kindheitsalter.

00:26:52: Und das ist auf jeden Fall etwas gewesen, was mir dann den Einstieg auf der K-I vom ersten Kurs sehr erleichtert hat, weil ich mir bei den körperlichen Aufgaben immer ziemlich leicht getan habe.

00:27:06: Ich habe zwei jüngeren Geschwister daheim und die habe ich früher auch schon herumkommendiert.

00:27:10: Also eine gewisse Führungsfähigkeit habe ich schon von aus dem zivilen Leben mitgenommen.

00:27:15: Was würdest du deinen zwei jüngeren Geschwistern jetzt raten, wenn sie dich fragen würden, ob sie zur Miliz kommen sollen?

00:27:21: Also einen habe ich ja schon überzeugt.

00:27:24: Das waren jetzt auch keine große Aufgaben.

00:27:25: Ein jüngeren Bruder, der ist auch unterofficierender Miliz.

00:27:30: Und der hat auch diese Kurse genossen, hat unter anderem gemeinsam mit Julian die Cup I absolviert.

00:27:37: Und meine Schwester ist auch schon zu teilen an der Miliz interessiert.

00:27:46: Da gibt es einen... Cooles Programm, das das Bundesheer anbietet, nämlich diese Militärärztekarriere und da habe ich ihr schon ein bisschen was dazu erzählt bzw ihr einen Kontakt hergestellt, damit sie sich darüber informieren kann.

00:27:59: Also wenn es gut läuft, habe ich einen zwei von zwei Erfolg.

00:28:04: Wer übrigens mehr wissen möchte über Karrieremöglichkeiten beim Bundesheer, gerne jederzeit auf karriere.bundesheer.at.

00:28:12: und jetzt abschließend nochmal in die Runde Was bedeutet für euch persönlich Militzsoldat zu sein?

00:28:19: Für mich bedeutet Militzsoldat zu sein, Bürger in Uniform zu sein.

00:28:22: Das ist eine Zweitverpflichtung für Notfälle, dass man gerüstet ist und man leistet eigentlich einen aktiven Beitrag zur Gesellschaft.

00:28:32: Also für mich ist auch einfach der Kontrast zwischen Studieren und dann die Militzverpflichtungen oder die Militzübungen, weil viele davon sehr freiwillig sind.

00:28:41: Und so haben

00:28:42: die Wochen unter der Woche in der Bibliothek zu sitzen und viel zu lernen und da Buch nach Buch zu lesen und dann komplett abzuschalten und wieder ins Militärische zu gehen, weil ich doch einfach einen großen Spaß daran habe im Wald Sachen zu machen und beim Bundesjahr zu sein und da auch sowohl das den Aspekt dienen, dem österreichischen Volk dienen, da ist ein Ding dazu zu tun, aber auch lernen, weil doch man lernt nie aus, immer wieder neue Sachen dazukommen, auch mit den Kursen.

00:29:12: und der gewisse Spaßfaktor, weil es wo sonst kann ich am Wochenende zahlt kriegen dafür, dass ich Panzerfahrer und Hubschrauber fliege.

00:29:19: Also einfach da dieser extreme Kontrast zwischen meinem Privatleben und dem militärischen Leben, den finde ich einfach

00:29:25: cool.

00:29:26: Ich glaube, da kann ich nur zustimmen für mich als, sagen wir jetzt noch, Student, was eigentlich auch immer eine Freude jetzt wieder auf die Übungen zu kommen, weil wir einfach coole Sachen machen.

00:29:36: Wenn man gerne im Gefecht, im Wald draußen kämpft, mir macht es extrem viel Spaß.

00:29:40: Und für mich war es eigentlich immer jetzt nicht ein Stressfaktor, weil ich muss da danach eine Prüfung schreiben, sondern nachdem ich schon früh genug weiß, die Tage plan ich voraus, so gesehen, dass ich da nicht kann, was ich nicht lernen kann, zum Beispiel.

00:29:52: Und für mich war es eigentlich immer ein bisschen abschalten, wieder runterkommen, weil es einfach, man ist dann wieder beim Bundesheer, man ist wieder im Soldatenleben drinnen und man lebt sich auch wie Zerstes, wie man schon gesagt hat, recht schnell, also in dem Moment, wo man die Kaserne betritt, ist so, als wäre man hauptberuflich gefühlt, Soldat für mich zumindest.

00:30:11: Und einfach dieses Abschalten und alles, was umherum normalerweise passiert, den Strenz, den man sonst von der Uni oder sei es dann die Arbeit hat, der geht einfach dann einmal nach hinten und es ist einfach wieder angekommen, soll ich jetzt einmal im Soldaten leben.

00:30:25: Das ist mir persönlich sehr trakt.

00:30:27: Ja, also ich kann die Punkte, die jetzt genannt worden sind von den Kameraden kann ich nur unterstreichen und einfach sagen.

00:30:33: Für mich bedeutet Militz... so da zu sein auf persönlicher Ebene ein Ausgleich, so ähnlich wie das der Julian gesagt hat, also dass man wirklich aus Wien, aus dem Betonblock rauskommt in den Wald und man rennt da herum und man erfüllt seine Aufträge und man ist unter Gleichgesinnten, ist schon eine sehr coole Ausgleichsmöglichkeit.

00:30:59: Auf einer anderen Ebene ist es, auf einer gesellschaftlichen Ebene ist es einfach... würde ich einfach das Wort Leistung nehmen oder Mehrleistung, weil wir sowohl im zivilen Leben einen Beruf haben als auch dann nochmal im militärischen Aufgaben.

00:31:16: Und das etwas ist, was einfach nicht alltäglich ist.

00:31:21: Gerade als Student ist das eigentlich ein cooles Angebot, weil man hat eigentlich so ein Senat für Real Job.

00:31:27: Ich habe es niemals für Real Job genutzt, dass ich im Sommer war, ich wieder im Asse oder sonst in der Kassiere freiwillige Waffenübung.

00:31:33: Für Studenten finde ich es das optimale Möglichkeit, dass man da so gesehen seinen Job fix hat und ich dann immer im Frühjahr zum Suchen beginnen muss, wo gehe ich hin, was rabelt, wo kann ich hin, sondern du füllst deinen freilichen Waffenübungszettel aus und hast so gesehen fix so ein bisschen deinen Arbeitsplatz, der sich ganz unterschiedlich gestalten kann, wo man dann halt ist oder was die Tätigkeit ist, aber... Für mich war das immer ein großer Vorteil, dass ich gegen Grenzinsatzverdiener durch deutlich mehr Geld verdiene, weil es einfach sehr gut zahlt wird.

00:32:07: Genau, ich bin in der Kaserne und mache so gesehen Kasernendienst.

00:32:10: Das war für mich eigentlich als Student immer so der Pluspunkt, weil ich immer da meinen Plan B so gesehen habe, den ich einfach als Friatsjob auch ein bisschen nehmen kann.

00:32:18: Und jetzt, das war so gesehen die Zeit vor der Reaktionsmilitz.

00:32:21: Und jetzt, nachdem man eh regelmäßig übt, ist man da viel mehr drinnen und kann zusätzlich aber noch immer, wenn man sagt, im Sommer hat man mehr Zeit.

00:32:28: noch immer da freiliche Waffenübungen machen.

00:32:30: Ich würde sagen, gerade zum Einsteigen in die Leute, die vorhaben, in die Milizoffizier oder Milizunteroffizierschiene zu machen, gerade dass das, wenn man das schon vorherhin geplant hat, dass es auch einfach ein so ein starkes, zweites Standbein ist zu haben.

00:32:45: Gerade für mich war das immer ein Faktor, zu sagen, ich kann immer mehr bei meinem Bundes- machen oder mehr im Zivilen machen, sei es jetzt beim Studium oder nachher in der Arbeitswelt.

00:32:56: Ich habe immer die Möglichkeit zurückzugehen zum Bundesheer, Vollzeit oder einfach mehr zu machen beim Bundesheer, sein das jetzt als Ausbildner, Kruse oder sonst was.

00:33:04: Ich kann da ein bisschen hin und her schieben, wieviel ich wo mache.

00:33:10: Wenn ihr euer Studium abgeschlossen habt, bringt sie diese Qualifikationen dann auch beim Militär mit ein?

00:33:17: Man könnte es natürlich, also jetzt bei mir zum Beispiel mit Physiotherapie.

00:33:21: wäre möglich über den Herrssport oder bei den Eurofighter-Biloten, mit den Physiotherapeuten, es wäre möglich.

00:33:28: Allerdings gefällt mir eben genau das so Punkt, dass ich von jetzt Physiotherapie dann genau einen Kontrast dazu habe, wie der Soldat, wie das militärische Leben und so sind die zwei Sachen getrennt für mich jetzt behalten möchte.

00:33:40: Genau, weil es einfach dieser Kontrast, der mir gut gefallen und mir auch den Abstand vor beiden irgendwie wieder ein bisschen gibt.

00:33:46: Ja, dem kann ich mir eigentlich nur anschließen.

00:33:47: Also ich brauche das auch ein bisschen.

00:33:49: Ich könnte das versichern irgendwo unterbringen.

00:33:51: ...

00:33:51: die ...

00:33:52: ... das ... ... das ...

00:33:52: ... die Wien ins Militärische zu übersetzen.

00:33:55: Aber ... ... ich ... ... ich habe eigentlich gern diesen ... ... Kontrast eben, den ich vorhin schon ... ... angesprochen habe ... ... zwischen den Militärischen ... ... der komplette Ausgleich ... ... raus auf den Betonblock ... ... und rein in den Wald ... ... raus aus der Bibliothek ... ... und rein ins Kommandanten sein ... ... und ... ... nicht die Vermischung essen.

00:34:11: Dann bedanke ich mich ... ... bei unseren Gästen ... ... und für uns geht es jetzt ... ... raus aus dem Podcast ... ... und rein in die Natur.

00:34:18: Und für euch, für die Zuhörerinnen und Zuhörer, wir freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder

00:34:38: herhört.

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