#41 - Defence Tech: Souveränität durch Innovation

Shownotes

  • Was verbirgt sich hinter dem Begriff Defence Tech?
  • Wie bereitet sich das Bundesheer heute auf die technologischen Herausforderungen von morgen vor?
  • Welche Entwicklungen aus aktuellen Konflikten verändern das militärische Denken nachhaltig?
  • Wie kann Österreich als kleineres Land militärisch-technologisch wirksam bleiben und seine digitale Souveränität sicherstellen?

Oberst Daniel Hikes-Wurm arbeitet in der Generaldirektion Verteidigungspolitik im Verteidigungsministerium und befasst sich dort intensiv mit zukunftsweisenden Technologien. Im Gespräch mit Ute Axmann und Klara vom Webteam gibt er Einblicke in das österreichische Defence Tech-Ökosystem und erklärt, wie das Bundesheer durch gezielte Innovationen die militärische Zukunft aktiv mitgestaltet.

Weiterführende Informationen: Im Juni 2026 erscheint die Publikation "DefenceTech Governance", herausgegeben von Daniel Hikes-Wurm, Arnold Kammel und Andrea Heinz: https://link.springer.com/book/9783032236210

Folge #32 mit Michael Suker zum Thema Desinformation, Propaganda und Fake News findet ihr hier: https://bundesheer.podigee.io/57-32-desinformation-propaganda-und-fake-news

Zum Thema Drohnen: https://cepa.org/article/how-are-drones-changing-war-the-future-of-the-battlefield/

Zur Ausbildung der IKT-Offiziere: https://karriere.bundesheer.at/moeglichkeit/cybertruppe/iktoffizier

Zur Austrian Defence Innovation Conference: https://inno4def.at/

Zu Gaia-X: https://gaia-x.eu/

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Transkript anzeigen

00:00:03: Die Fenstechnologie umfasst die Entwicklung und Anwendung fortschrittlicher Technologien zur Verbesserung der militärischen Fähigkeiten und der Nationalsicherheit.

00:00:16: Kantenbasierte Technologin, künstliche Intelligenz, Robotik- und Autonomiewaffensysteme, Big Data Analytics aber auch Überschallwaffen und natürlich Weltraumtechnologien – und man darf das nicht vergessen neue, fortschrittliche Materialien!

00:00:32: Die Fenstec verändert natürlich Streitkräfte nicht nur durch diese neuen Systeme Sondern vor allem durch neue Anforderungen.

00:00:44: Können wir was machen?

00:00:45: Ja, also man darf sich niemals kleiner machen als man

00:00:48: ist.".

00:00:55: Hergehört

00:00:57: der Bundesherb-Podcast?

00:00:59: Wir sehen es an der Ukraine und im Nahen Osten Der Krieg ist digital, datengedrehm und schnell geworden Doch wo ziehen wir die Grenze?

00:01:08: Wie macht man das Bundesherfitt für die Zukunft wenn sich die Technologie schneller entwickelt als das Vergabegesetz?

00:01:15: Kann ein Algorithmus den Frieden sichern?

00:01:17: Wie viel Kontrolle geben wir ab, um es zu schützen?

00:01:21: Ich bin Ute Aksmann und das ist eine weitere Folge von Heer Gehört.

00:01:25: Herzlich willkommen!

00:01:26: Ich freue mich, dass ihr wieder zuhört – wo immer ihr auch gerade seid.

00:01:30: Heute tauchen wir tief ein in die Welt von Defence Technology, kurz Defence Tech genannt.

00:01:36: Und Clara vom Webteam ist heute auch wieder als Co-Moderatorin mit dabei.

00:01:40: Hallo Clara!

00:01:44: Wie viele von euch bereits wissen, ist Clara ständig in den sozialen Medien unterwegs und hat sich in der Community umgehört welche Fragen und Meinungen es zum Thema Defense-Tech gibt.

00:01:54: Clara wie bist du da diesmal vorgegangen?

00:01:56: Ich habe auf Instagram auf unserer Seite BundeshaarOnline die News ein paar Fragen gestellt zB was interessiert dich an dem Thema?

00:02:04: Was sind deine Fragen zu diesem Thema?

00:02:06: oder was würde ich ganz besonders interessieren?

00:02:09: Ja, und wir stellen diese Fragen heute an Herrn Oberst Magister Daniel Hickes-Hurm.

00:02:14: Er beschäftigt sich im Verteidigungsministerium intensiv mit Verteiligungsforschung, Sicherheitspolitik und Rüstung.

00:02:21: Hallo Daniel!

00:02:22: Vielen Dank, dass du dir heute Zeit für uns genommen hast.

00:02:24: Ja vielen herzlichen Dank für die Einladung.

00:02:26: Daniel, Defence Tech gilt eine Schnittstelle zwischen modernster Technologie und Verteigung.

00:02:32: aber was bedeutet der Begriff genau?

00:02:34: Worüber reden wir hier eigentlich?

00:02:36: Ich würde sagen... Die Fenstechnologie umfasst die Entwicklung und Anwendung fortschrittlicher Technologien zur Verbesserung der militärischen Fähigkeiten unter nationalen Sicherheit.

00:02:48: Man kann vielleicht festhalten, dass Energieentzungen zur klassischen Kriegsführung, die sich hauptsächlich auf physische Waffen und direkte Konfrontation konzentriert, dieser Defense Deck-Bereich auch vor allem digitale Lösungen, autonomer Systeme, vernetzte Kommunikation und intelligente Überwachung umfasst.

00:03:06: Wir reden hier also von einem Defense Tech Ökosystem, das sowohl aus Start-ups investoren aber natürlich auch aus Streitkräften, Beschaffung, Testfeldern und industrieller Skalierung besteht.

00:03:18: Und sich über ein sehr breites Spektrum vom Bereich erstreckt die alle – und es ist letztlich auch der Zweck zur Steilkung der militärischen und zivilen Verteidigungsstrukturen beitragen sollen.

00:03:28: Dazu gehören etwa Luft- und Raumfahrtechnologien Also alles, was hier im Bereich der Satelliten- und Weltraumüberwachungssysteme zu nennen ist.

00:03:36: Der Thema Komplex-Seiber-Sicherheit also dort, wo es um den Schutz von IT-Infrastrukturen aber auch sensible Daten vor digitalen Angriffen geht.

00:03:45: Wir reden hier über elektronische Kampfführung also der Einsatz von Technologien zur Störung und abwehrfeindliche elektronischer Signale.

00:03:53: Es geht hier ganz allgemein um Erwachungssystemen Aber auch Kommunikationssysteme.

00:03:58: Es geht ja um unbemannte Systeme Drohnen, autonome Fahrzeuge.

00:04:02: Aber natürlich dieser ganz starkes Thema künstliche Intelligenz wo wir also die Anwendungen von logistischer Planung bis hin zur Navigation, autonomen Kampfsysteme wie Drohne, Panzer oder Boten aber natürlich auch Lagebilderstellungen, Echtzeitauswertung von Sensor-Daten usw.

00:04:21: Das ist ganz schön umfangreich.

00:04:23: Clara es sind ja auch zahlreiche Fragen der Community gekommen zu diesem Thema.

00:04:27: was war denn so?

00:04:28: eine der dringlichsten Fragen?

00:04:30: Ja, eine Frage unserer User war, welche technologischen Entwicklungen aus aktuellen Konflikten militärisches Denken nachhaltig verändert haben.

00:04:37: Vielen Dank für die Frage!

00:04:39: Ich würde vielleicht hier exemplarisch zwei herausgreifen wollen.

00:04:42: Das eine ist die Drohningricksführung und das andere sind Beeinflussungsoperationen im Informationsraum vor allem über soziale Medien.

00:04:51: Da sind also wirklich zwei Beispiele für technologische Entwicklungen, welche die globale Sicherheitslandschaft tief greifend verändert haben.

00:04:59: Beide haben gemeint, dass sie sowohl staatlichen als auch nicht-staatlichen Akteuren, Operationen ermöglichen die kostengünstig und gleichzeitig sehr wirkungsvoll sind.

00:05:10: Das Aufkommen der Drohnenkriegsführung – das prägen des Maikmalder Konflikte des XXI.

00:05:14: Jahrhunderts hat die militärische Strategie aber vor allem auch die Beschaffung und die Dynamik auf dem Schlachtfeld verändert.

00:05:21: also unbemannte Luftfahrzeuge und maritime Systeme dienen heute als zentrale Voraussetzungen für tief nahen Griffe präzise Zielerfassung aber auch Echtzeitaufklärung.

00:05:32: Insbesondere der Konflikt in der Ukraine, aber auch im Iran verdeutlichen mittlerweile das Ausmaß die Geschwindigkeit und die strategischen Auswirkungen dieser Systeme und vor Anlass starten, aber bündnisse und Allianzen dazu sich im rasch an diese neuen Realitäten anzubassen um ihm hier verteidigungsbereit zu bleiben und eben diese neuen Technologien auch entsprechend effizient einsetzen zu können.

00:05:56: Analysen zur Folge kommen KI-Systeme dabei, auch erstmals breit in operativen Entscheidungsfindungsprozessen zum Einsatz – also etwa bei der Auswertung großer Datenmengen aber auch der Zielidentifikation und der Beschleunigung der militärischen Entscheidungsfindung allgemein.

00:06:13: Ein Beispiel was wir jüngst gesehen haben ist das Spiel dabei des KI Modell Cloud des US-Unternehmens Antropic.

00:06:20: Berichten zur Folge wurde also dieses System von US- Streitkräften im Rahmen der Angriffe auf den Iran eingesetzt, um militärische Planungen und Zielanalysen zu unterstützen.

00:06:30: Das Modell wurde in die militärischen Systeme integriert und halft dabei große Mengen an Daten aus Satellitenbilder vor allem aber auch Überwachungsdaten und andere nachrichtendienstliche Informationen auszuwerten und daraus potenzielle Ziele abzuleiten.

00:06:45: Es gibt jedoch auch mittlerweile Überweifungen mit der Firma Antropic, da diese nicht für militärische Zwecke instrumentalisiert werden wollen und daher vom US Department of War auch mittlerweile ein Sicherheitsrisiko in die Lieferkette eingestuft wurden.

00:07:00: Also man sieht an diesem Beispiel vielleicht auch ganz schön diese Ambivalenz dieser Dual Use Technologien, die wir also sowohl für Zivile als auch militärischen Anwendungen breit nützen können.

00:07:12: Das zweite Beispiel auf das ich zurückführen würde.

00:07:15: Das wären die Beeinflussungsoperationen, wir sprechen hier also zum Teil von Informationskriegsführung, der grundsätzlich immer schon Bestandteil von Konflikten war.

00:07:24: Was sich aber eben seit der Informations-Kriegs-Führung der Zeit des Kalten Krieges bis hin zu diesen heutigen Einfluss-Operationen verändert hat ist eben die Information zum Medienlandschaft über die Narrative verbreitet werden können.

00:07:37: Also in den letzten zwei Jahrzehnten haben staatliche, aber vor allem auch nicht staatliche Akteure zunehmend das Internet genutzt, um politische und militärische Ziele zu verfolgen.

00:07:47: Also indem sie eben zum Beispiel traditionelle militärischen Operationen mit Cyberangriffen- und Onlinepropaganderkampagnen kombinieren.

00:07:54: Und heute anders als in der Vergangenheit, als Desinformationskampagnien eher langsam teuer und auch datenarmen waren, bieten ihm zum Beispiel soziale Medien eine Vielzahl von Akteuren ein schnelles, kostengünstiges – und es ist vielleicht auch entscheidend – datenreiches Medium um eben ein sehr breites Zielpublikum zu erreichen, die öffentliche Meinung im Zubeinflussen und narrative in gesellschaftliche Diskussionen einzuschleißen.

00:08:21: Ich darf vielleicht an dieser Stelle auch auf den wirklich tollen Podcasts mit Michael Sukha verweisen der auch zu diesem Thema hier stattgefunden hat.

00:08:29: Soziale Medien bieten dem verschiedenen Akteuren – die vor allem politische Zieleverfolgung – ein günstiges und schnelles Mittel also.

00:08:35: sie stehen gleichermaßen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuern Individuen und Gruppen zur Verfügung.

00:08:41: Somit kann man schon bis zum gewissen Grad, würde ich sagen von einem Macht- und Souveränitätstransfer in Richtung Individuung sprechen.

00:08:49: Da durch diese neuen Medien und Technologien stattfindet.

00:08:52: Es handelt sich hier bei einerseits um eine Herausforderung für den Staat aber auch für die Gesellschaft insgesamt.

00:08:59: Den Link zu diesem Podcast findet ihr dann in den Show-Notes.

00:09:02: Bleiben wir noch ein bisschen bei Begrifflichkeiten, wir hören auf dem Begriff Dual Use.

00:09:08: Kannst du uns ein paar Beispiele für Technologie nennen die heute sowohl unser Smartphone sicherer machen als auch an der Frontlinie eingesetzt werden können?

00:09:16: Also Dual Use Produkte.

00:09:18: Technologien sind im Wesentlichen genau diese Produkte die sowohl zivil als auch militärisch einsetzbar sind.

00:09:24: Also in unseren Smartphones kommen zahlreiche Technologien zur Anwendung, die auch in anderen Kontexten militärische Überlegenheit schaffen können.

00:09:32: Zum einen wäre da zum Beispiel ein Schutz von Information also im Bereich der Verschlüsselung von Nachrichten.

00:09:37: wir sehen das auch in Apps wie zum Beispiel WhatsApp oder Signal wo es eine private Kommunikation schützen soll.

00:09:43: das ist ja möglich aber natürlich auch im Militär dasselbe Algorithmen dieselben Systeme hier vorab hören geschützte Kommunikations einzurichten.

00:09:53: Es betrifft natürlich auch den gesamten Bereich Navigation.

00:09:56: Wir stützen uns sehr stark auf GPS und Satellitnavigation ab, es hilft also einerseits im Bereich des Smartphones natürlich auch.

00:10:04: Wir sehen das wenn wir keine Verbindung haben.

00:10:05: die modernen Smartphones können mittlerweile auch über Satelliten kommunizieren.

00:10:10: andererseits sehen wir aber auch dieselben technologischen Ausrichtung und Applikationen im Bereich des Militärs, wo sie also für Zielerfassung, Truppenbewegungen, Drohnensteuerung ganz allgemein auch zur Lokalisierung oder Orientierung im Raum dienen können.

00:10:25: Das heißt man kann es sowohl zivil als auch beim Militäre verwenden?

00:10:30: Welche Herausforderungen gibt es so bei Dual Use Gütern?

00:10:33: Ja also Dual Use Gütern stehen im Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt auf deiner Seite und Sicherheits- und verteidigungspolitischen Risiken auf der anderen Seite.

00:10:42: Aufgrund dieser sehr vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten für Dualuse-Güter existiert ein Potenzial für Missbrauch, woraus sich auch die Notwendigkeit für eine genaue Beobachtung und möglicherweise auch Regulierungen ergibt.

00:10:55: Aus diesem Grund haben viele Staaten Exportkontrollen und Regulierungen für Dualusprodukte etabliert um sicherzustellen dass zum Beispiel diese Güter nicht zu Menschenrechtsverletzungen oder auch zu einem strategischen Nachteil beitragen können.

00:11:09: Die EU hat daher auch ein umfassendes Rahmenwerk entwickelt, um im den verantwortungsvollen Export dieser Güter zu kontrollieren sowie zu vereinfachen.

00:11:18: Strategisch Vorausschau und regulatorische Kenntnisse sind hierbei aber zentral für die Unternehmen, um in diesem komplexen bürokratischen Regelwerk sich zurechtzufinden.

00:11:27: Diese immens komplexe Prüfdokumentation- und Compliance Anforderungen für Unternehmen gehen weit über jene Exporte und Anforderungen klassische Industrieprodukte hinaus.

00:11:43: In der Regulatorik ist eine der großen Herausforderungen genau diese Gradwanderung zu schaffen, um einerseits verantwortungsvoll mit diesen Risiken umzugehen und andererseits aber auch nicht technologisch Innovationen und Fortschritte zu hemmen.

00:11:58: Eine weitere Herausforderung ist der Zeitfaktor.

00:12:01: Exportkontrollen müssen mit der Schnelligkeit von Technologieentwicklungen Schritt halten.

00:12:06: Auch das technische Verständnis ist eine immense Herausforderung.

00:12:09: Oft ist ein sehr spezialisiertes Fachwissen nötig, um die Verwendungszwecke eines Guts und die angemessenen rechtlichen und regulatorischen Einschränkungen überhaupt zu bestimmen.

00:12:20: Damit geht auch eine gewisse vielschichtige institutionelle Herausforderungen her.

00:12:25: Bewusstseinsbildung, die Verwaltung von Wissen innerhalb von Organisationen und geeignetes Fachpersonal sind daher allesamt wesentliche Aspekte vor denen wir stehen im BMLV.

00:12:36: Da gibt es dann viel zu beachten.

00:12:38: Klarer, welche Fragen gibt es denn bei der Community?

00:12:42: Es kamen vor allem Fragen zum Beispiel über welche Fähigkeiten zur Drohnenabwehr das Bundesrat aktuell verfügt oder was da für die Zukunft geplant ist.

00:12:51: Ja vielleicht kann man ganz allgemein beginnen.

00:12:53: also wir haben über die Relevanz von Drohne gesprochen.

00:12:56: Drohnel sind also z.B in militärischen Aufklärungs-Szenarien vielseitig einsetzbar im Bereich der Infantrie und möglichst vorausschauende Erkundung des Geländes um potenzielle Gefahren ohne die Soldaten dabei selbst unnötig in Gefahr zu bringen.

00:13:10: Auch bei der Objektsicherung spielen sie eine entscheidende Rolle, indem sie also zusätzliche Überwachung der Umgebung bieten und so ein optimales Lage- und Entwicklungsbild liefern.

00:13:21: Der Angriffskrieg Russland-Skengdeokrene hat dann schließlich sehr eindrücklich gezeigt wie unverzichtbar der Einsatz von Drohnen sowohl in der Abwehr als auch im Offensivbereich und in Aufklärung gewohnt ist.

00:13:33: Und jetzt geht es ja darum, diese entscheidenden Informationsvorsprung auf verschiedenen Ebenen zu erzielen um eben bereits im Vorfeld zu wissen was hier auf einen zukommt.

00:13:43: Das österreichische Bundesheer beschafft aktuell drei Hundert Fünfzehn dieser neuen Aufklärungsdronen lief zum Beispiel mit Tag Nachtsicht für den Einsatz auf gefächstechnische Ebene implementiert werden sollen.

00:13:56: Im Bereich der Drohnenabwehr hat also das Bundesheer schon seit längerem Systeme im Einsatz.

00:14:01: Hier zum Beispiel dieses Eldrow, dieses elektronische Drohnenabwehrssystem.

00:14:06: Das wurde damals im Zuge der Ratspräsidentschaft aus dem Jahr zwei Tausend Achtzehn beschafft.

00:14:10: und auch im Rahmen des Aufbauplans Zweiunddreißig Plus sind hier zahlreiche weitere zum Beispiel bodengebundene Luftabwehr- und Drohnerabwehrsysteme vorgesehen die sich derzeit in Beschaffung befinden bzw.

00:14:23: auch im Bereich der thirty-fünf Millimeter Fliegerabwehrkonone, in der Nutzungsdauerverlängerung und so weiter bis ins Jahr zwanzig achtundzwanzig dann auch erstmals hier bei uns wieder voll verfügbar sind.

00:14:35: Ja mehr Infos zu den Drohnen gibt es in den Shownots?

00:14:38: Ja Daniel wozu brauchen beziehungsweise verwenden wir eigentlich künstliche Intelligenz also KI beim Bundesheer?

00:14:46: KI-Anwendungen kann man im Prinzip entlang des gesamten Spektrums der militärischen Fähigkeiten verwenden und daher auch in Bundeswehr sehr breitflächig zum Einsatz bringen.

00:14:57: Also, man kann hier z.B.

00:14:59: die Effektivität von militärischer Kommandostrukturen durch reduzierte Reaktionszeiten aber auch Vernetzung dann für die Ermöglichung von sogenannten Multidomain Operations steigern.

00:15:10: Man kann die Effizienz von Logistik und Wartung und die Lebensdauer von Gerätschaften und Ausrüstung verlängern.

00:15:17: Die durch KI verbesserte Datenanalyse ermöglicht eben ganz allgemein gesprochen eine immense Effizienzsteigerung in Beilogistik, Drohnenabwehr, Entscheidungsfindungen, Aufklärung, Lagebilderstellung aber auch bei der Krisenfrüherkennung wie wir sie etwa im Bereich strategischer Vorausschau schon aktuell vornehmen.

00:15:37: Es gibt hier zahlreiche Systeme.

00:15:38: Ich möchte vielleicht ein Projekt herausgreifen, das wir aktuell in der Generaldirektion Verteidigungspolitik auch betreiben.

00:15:44: Das ist das Lagebild Hybride-Bedrohungen wo wir also sehr stark Daten getrieben versuchen bestimmte Indikatoren für Hybridenbedrohung zu identifizieren und dann letztlich auch den Endanwenderinnen sprich den Analysten an Analysten aber auch den Entscheidungsträgerinnen und Trägern auf allen Ebenen hier ein sehr coherentes Lagebild.

00:16:08: Und wie stehen wir sicher, dass die menschliche Kontrolle gewahrt bleibt?

00:16:11: Wenn KI so schnell arbeitet.

00:16:13: Ja was du ansprichst ist ganz spannend.

00:16:15: das die Beibehaltung dieses Prinzipes der menschlichen Kontrolle als zentralen Eckpfeiler auch der Ressortposition zu künstlicher Intelligenz bei uns im Haus.

00:16:24: Das BMLV tritt hier eben für den Erhalt dieser bedeutungsvolle menschlichem Kontrolle bis zur schönen Fachschauung heißt über autonome Waffensysteme ein und spricht sich auch für ein Verbot von sogenannten vollautonomen Waffensystemen aus, die also nicht unter diese bedeutungsvolle menschliche Kontrolle gebracht werden können.

00:16:43: Beim Einsatz eines AWS, also eines autonomen Waffensystems gegen Menschen muss also daher immer ein Mensch auf dieser sogenannten Schleife, also human on the loop sein abgesehen von Systemen zu rein defensiven Zweckern.

00:16:57: Und beim Einsatz eines AWS gegen materielle Ziele muss also ein kontextabhängiger, flexibel Einsatzrahmen vorhinein zur Aktivierung dieser autonome Waffensysteme bereits festgelegt werden.

00:17:09: Das ist ganz zentral für uns.

00:17:11: Klarer bin überzeugt davon dass die Community auch an Beifahren gehabt hat dazu?

00:17:15: Ja unsere Follow-up interessiert welche Rolle KI Automatisierung und datengetriebene Systeme militär spielen.

00:17:23: Also wie bereits erwähnt im Bereich zum Beispiel Cyber Sicherheit durch ganz massiv.

00:17:28: Hier kommt das ganze wesentlich darauf an, diese immense Datenmengen die hier kommt und auch dieser sehr hohe Anzahl an Angriffen, die wir täglich erleben zu klassifizieren, zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

00:17:43: Wofür zum Beispiel der menschliche Entscheidungsfindungsprozess schlicht so langsam wäre?

00:17:48: Also wir reden von einer Möglichkeit eines erhöhten Schutzstandards gegenüber bisherigen Systeme Wir haben es angesprochen für die Lagebilderstellungen auf allen Ebenen.

00:17:58: Also auch hier, aufgrund dieser immer stärker werdenden Vernetzung, haben wir auch immer mehr Sensorik in allen Systemen, die auch immer noch mehr Daten erzeugt und diese Daten müssen sinnvoll miteinander im Beziehung gebracht werden und ausgewertet werden können.

00:18:13: Das können menschliche Analystinnen und Analysten einfach nicht mehr ohne Unterstützung von automatisierten KI-getriebenen Systeme.

00:18:22: Kommen wir einmal zum wirtschaftlichen, Europa spricht viel von digitaler Souveränität.

00:18:27: Sind wir bei Defnztag aktuell noch Käufer von US-Technologie oder bauen wir eigene Ökosysteme auf?

00:18:34: Es ist eine sehr spannende Frage, sehr auf den Punkt gebracht.

00:18:39: Ich würde mal damit beginnen vielleicht digitale Souveräntät kurz zu fassen wovon wir überhaupt sprechen.

00:18:44: Wir können sagen dass digitale Handlungs- und Entscheidungsfreiheit bedeutet, die Fähigkeit von Organisationen und Gesellschaften.

00:18:53: Aber eben auch Staaten, Unternehmen und Individuen in der digitalen Welt einständig zu handeln.

00:18:59: Und jetzt kommt es entscheidend um über diese Technologien Daten und Infrastrukturen autonom zu bestimmen.

00:19:06: Das ist ganz wesentlich, um in diesem Kompromittieren von Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten und Systemen zu widerstehen.

00:19:14: also wir haben ja sehr komplexes Feld.

00:19:19: Digitale Souveränität bedeutet nicht immer automatisch Autarkie, also die vollständige Verfügbarkeit von Dingen sondern möglicherweise auch ein Bewusstes in Kauf nehmen von Risiken und dem.

00:19:29: in dieser zunehmend digitalisierten und auch geopolitisch fragmentierten Welt ist digitale Soveränität Voraussetzung für Selbstbestimmung aber auch eben wirtschaftliche Unabhängigkeit und die Wahrung unserer demokratischen Werte.

00:19:43: Und Europa steht hier zwischen diesen digitalen Supermächten auf der einen Seite USA, auf die anderen Seite China unter massiven Druck technologische Abhängigkeiten auch zu reduzieren.

00:19:53: Wir haben hier einige Initiativen nach auf europäischer Ebene im Bereich Cloud-Infrastruktur zum Beispiel das Projekt GAIAX wo auch Österreich sehr stark beteiligt ist oder es gibt ja auch den EU Chips Act die also zeigen sollen, dass der Aufbau eigener Kompetenzen und Infrastrukturen im Bereich Cloud künstliche Intelligenz Halbleiter und Open Source entscheidend ist.

00:20:17: Die Abhängigkeit von US-amerikanischen – und zunehmend auch chinesische Technologien – ist groß, da eben die meisten dieser Systeme, die wir so betreiben in den kritischen Bereichen auf Plattformen wie im AWS als Google Cloud usw.

00:20:32: Es gibt darüber hinaus auch regulatorische Hindernisse, die für Europa von zentraler Bedeutung sind.

00:20:39: Da wäre ja zum einen zu nennen zum Beispiel der sogenannte US Cloud Act, der ermöglicht eben US Behörden auf daten europäischer Nutzer zuzugreifen auch wenn diese Daten sich physisch und Anführungszeichen innerhalb Europas befinden also auf selbst innerhalb der EU.

00:20:58: um ein bisschen das Ausmaß auch zu verdeutlichen, wie abhängig wir hier sind.

00:21:02: Laut einem Bericht des ehemaligen Chefs der Europäischen Zentralbank, also Mario Tragi ist die EU bei achtzig Prozent ihrer digitalen Technologien und Anwendungen vom Ausland abhängiger.

00:21:13: Wir erinnern uns Smartphones – das war Thema vorher – auf Smartphones laufen entweder iOS oder Android, also Betriebssysteme von Apple oder Google und zusammen haben sie in Europa etwa einen Marktanteil von neunundneinzig Prozent.

00:21:26: Auf drei von vier Rechnern in Europa ist Windows vom Microsoft installiert, in der Regel zusammen mit WordXL Powerpoint Teams und Outlook.

00:21:35: Und da mag dann Teil in Deutschland vom Microsoft im Bereich Office liegt bei ca.

00:21:39: neunzig Prozent.

00:21:41: Die drei großen Deckerkonzerne Amazon, Google und Microsoft behälschen zudem ca.

00:21:47: sechzig Prozent des weltweiten Cloud Markts.

00:21:50: Nur wenige EU-Staaten haben konsequent risikopehafte Anbieter wie zum Beispiel Huawei aus dem Fünf-G-Netz ausgeschlossen.

00:21:58: Insgesamt ist also Europas digitales Souveränität, obwohl ein digitales Programm und auch ein zugehöriges Board auf europäischer Ebene dazu eingerichtet wurde eher Anspruch als gelebte Reli-Dature die sagen.

00:22:12: Da es

00:22:12: z.B.,

00:22:12: wenn man einen großen Cloud Anbieter in Europa wirklich fehlt Auch eine einheitliche Fünf G oder Sechs G Strategie fehlt derzeit Und die Skalierung europäischer Technologieunternehmen ist zumindest ausbauffällig.

00:22:25: Man kann also als Fazit für Europa festhalten, wir sind regulatorisch stark technologisch abhängig und geopolitisch sehr verwundbar.

00:22:35: Wenn man ein bisschen aufs Bundesheer vielleicht das runterbrechen will...

00:22:39: Ich glaube da hat die klare Frage dazu.

00:22:41: Ja es wurde gefragt, ob Österreich als kleines Land militärisch technologische Wirksamkeit bleiben kann?

00:22:47: Hatte es da überhaupt eine Chance?

00:22:49: Ja, also zunächst muss man festhalten dass natürlich auch wir über diverse Abhängigkeiten verfügen.

00:22:54: Wir haben eine relativ geringe digitale Autonomie wenn man das jetzt sehr breit denkt und sind also auch stark abhängig von ausländischer Art und Software.

00:23:06: Die Frage auf die du jetzt abzählst ist zum Beispiel natürlich auch Wenn wir jetzt hineingehen in diese Open Source Lösungen Und wir haben es auch genannt Also es ist immer stärker wie schafft man Unabhängigkeit?

00:23:17: Das geht ganz stark über Open Source, wo man auf eine sehr breite Community diversifiziert.

00:23:24: Auch das Entwicklungsrisiko etc.

00:23:27: Wir haben hier LibreOffice zu nennen.

00:23:30: Eigentlich muss ich sagen relativ verfreit auch in Europa.

00:23:33: wir werden auch hier sehr stark positiv bewertet.

00:23:37: also es hat sehr sehr starke Berichterstattung zum Beispiel in Deutschland über das gegeben.

00:23:42: Also wir sind ja... Wir haben eine gewisse Role Model Funktion auch gegenüber anderen, das ist natürlich sehr stark.

00:23:50: Das Zweite ist also können wir was machen?

00:23:52: Ja man darf sich niemals kleiner machen als man isst.

00:23:57: Wir haben ja auf deiner Seite ganz starke Exzellenz innerhalb des Ressorts aber auch diverse Hebel.

00:24:06: Also wir haben zum Beispiel die Möglichkeit vor allem auch auf europäische Ebene über Forschungsprojekte z.B.

00:24:12: über gemeinsame Beschaffungsprojkte etc.

00:24:14: Ganz gezielt diese Autonomie auch weiterzusteigen.

00:24:19: Also wir haben vorher genannt KIAX, das war jetzt mein Zivilbereich aber wir kommen jetzt im militärischen Bereich immer stärker in die Entwicklung hinein und wir haben natürlich auch eine Direktion SEX zum Beispiel ganz starke Entwicklungsfähigkeit.

00:24:36: Was ist die

00:24:36: Direktion SIX?

00:24:37: Ich habe D&Cyber also unsere Direktion die täglich an der Front steht zum Schutz- und Abwehr von Cyberangriffen Aber auch im Informationsraum natürlich.

00:24:46: Also wenn wir hier über diese Aspekte reden, haben wir natürlich schon sehr hohe Exzellenzen die wir auch national aber auch in europäischen Projekten einbringen können.

00:24:56: Ein weiterer Aspekt ist – wir haben kurz angesprochen dieses Defense Tech Ökosystem.

00:25:00: also das ist im Prinzip dieser weitere Bereich.

00:25:03: da geht es um diese Faktoren, die uns als ermöglichen eben strukturell mit diesen ganzen regulatorischen Herausforderungen zum Beispiel umzugehen.

00:25:13: Und auch hier haben wir natürlich Hebelwirkungen, weil jetzt zum Beispiel das ganz starkes Projekt – vielleicht kommen wir auf das dann nochmal zu sprechen – eine Führungsrolle in Europa übernommen haben für den Bereich Akkrententechnologie und KI.

00:25:29: Das ist unmittelbar im GSVB-Bereich zu nennen, also im Bereich der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik auf europäischer Ebene.

00:25:37: Da kann man natürlich eben über bestimmte Use Cases schon natürlich auch bestimmte Entwicklungen fördern und befördern.

00:25:44: Bleiben wir gleich bei diesem Spannungsfeld zwischen der praktischen Seite bzw dem was technisch möglich ist, unter regulatorischen Ebene wie du gerade erwähnt hast?

00:25:53: Wie lassen sich militärische Anforderungen, Innovationen und das Vergaberecht vereinbaren?

00:25:58: Wo sind da die Herausforderungen?

00:26:00: Worauf muss man achten?

00:26:01: Ist auch eine ganz spannende Frage und ich will hier auch niemand neu treten.

00:26:05: also bei Innovationen muss es eben sehr oft schnell gehen.

00:26:08: Das ist das Wesen von Innovationen, wie wir es jetzt erleben und sehen gerade.

00:26:13: Und vergaberecht zielt aber eher bewusst auf Sicherheit und eben nicht auf diese sehr raschen, nennen wir so mal überspitzt formulierten Rückverfahren ab.

00:26:22: Darf das nicht ausgelegt?

00:26:24: Viele Start-ups erleben aber genau den Untergang in diesem sogenannten Teil des Todes.

00:26:31: Das ist also dieser Zeitraum wo ein Startup bereits zum Beispiel aktiv ist, aber eben noch keinen oder sehr wenig Umsatz erlebt hat.

00:26:38: Und die Herausforderung für uns liegt jetzt auch darin, nicht das Vergaberecht zu umgehen sondern es – nennen wir sie mal so – innovationsfähiger zu machen.

00:26:47: Also die Verfahren zu beschleunigen mehr Zusammenarbeit zwischen diesen einzelnen Akteuren also dass immer wieder bei diesem Ökosystem Gedanken.

00:26:55: Also eben zum Beispiel Zwischenunternehmen, Zwischenforschung zwischen unserem Bereich der Beschaffung zwischen unseren Bereichen auch der Verteidigungspolitik zu fördern.

00:27:05: Also wichtig ist es eben, diese schnellen Innovationszyklen zu berücksichtigen und die Regulierung dahingehend anzupassen.

00:27:13: Die Regulierungen muss also diese technologische Handlungsfähigkeit und Kontrolle zugleich waren – das ist ein bisschen dieses Spannungsfeld in dem wir uns hier bewegen.

00:27:22: Unsere Community hat gefragt wie schnell das Bundesheer Neutechnologie aus aktuellen Konflikten zum Beispiel Ukraine oder Iran in Fähigkeiten übersetzen kann?

00:27:31: Ja, ich würde mal sagen ein sehr gutes Beispiel dafür wie wir das auch machen schon aktuell.

00:27:36: Diese Kooperation mit Industrie, Startups und Forschung ist dieses Format der Austrian Defence Innovation Conference die wir heuer zum zweiten Mal abgeführt haben.

00:27:47: Diese Konferenz steigt eben genau diese Vernetzung von KMU, Start-ups, Verteidigungsindustrie aber auch dem weiteren Ökosystem also hier auch die Integration in europäische Strukturen, nationale Strukture entlang dieses gesamten Spektrums der gemeinsamen Sicherheit und Verteiligungspolitik, auch dieser Wagniskapitalbereiche usw.

00:28:08: Und ein weiterer Aspekt ist um hier auf deiner Seite Bedarfsdräger und Bedarfsdecker zusammenzubringen.

00:28:16: Wir hatten also heuer einen Wettbewerber ausgeschrieben, bei dem wir Teilnehmer des Start-ups-Unternehmen auch die Möglichkeit hatten, ihre innovativen Lösungen für diese ausgeschriebene Use-Krise zu arbeiten und dann vor einer Fachjury bewerten zu lassen und in letzter Kontingenz auch primiert zu werden.

00:28:35: Das wurde im Heuer Ende Jänner stattgefunden.

00:28:38: Wir haben sogar diese Konferenz begleitet auf Social Media.

00:28:42: Vielen Dank dafür!

00:28:44: Dann kann man dann vielleicht noch etwas nochmal anschauen.

00:28:47: Ja, werfen wir einen Blick in die Zukunft?

00:28:49: Daniel was glaubst du?

00:28:50: welches technologische System wird die Art wie wir Verteidigung überstehen am stärksten verändert haben in Zukunft?

00:28:56: oder anders gesagt welche Fähigkeiten werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren Kriegsentscheiden sein?

00:29:02: Ja also zunächst einmal es gibt aber wahrscheinlich nicht die eine Antwort.

00:29:07: ich glaube es wird sich vor allem im Zusammenspiel aus verschiedenen technologischen Systemen handeln dass im Konflikte und Verteidigung künftig insgesamt prägen wird.

00:29:17: Ein hilfreichen Orientierungspunkt vielleicht dafür liefert auch die europäische Verteiligungsagentur mit den verschiedenen Technologiefokusbereichen, die sie hier genannt hat – und die als besonders disruptiv identifiziert wurden.

00:29:31: Also hier zu nennen wären eben zum Beispiel quantenbasierte Technologien, künstliche Intelligenz, Robotik- und autonome Waffensysteme Big Data Analytics, aber auch Hyperschallwaffen und natürlich Weltraumtechnologien.

00:29:45: Und man darf das nicht vergessen – neue fortschrittliche Materialien.

00:29:50: Etwa einst Materials wie man es nennt.

00:29:54: Viele Regierungen loten aber auch und ist ein weiterer Bereich mit dem wir uns zunehmend auseinandersetzen werden grundsätzlich das militärische Potenzial von Bio- und Neurotechnologien aus und investieren in diese Bereiche.

00:30:07: Dementsprechend ist vielleicht die H-Rangehensweise in den nächsten fünf bis zehn Jahren entscheidender als eine einzige bestimmte Kompetenz.

00:30:14: Also sehr offen zu bleiben, wir haben vorher auch das Instrument der strategischen Vorausschau genannt um Entwicklungen entsprechend abschätzen zu können und auch hier die Risiken aber vor allem die Gelegenheiten sich daraus ergeben zu erkennen.

00:30:28: Was meint die Community dazu klarer?

00:30:30: Es kam die Frage ob deine eigene Ausbildung oder Weiterbildung in der Truppe geplant ist.

00:30:35: Die Fan-Stack verändert natürlich Streitkräfte nicht nur durch diese neuen Systeme, sondern vor allem durch neue Anforderungen.

00:30:41: Eben genau an Ausbildung und Führung auch – das darf man nicht vergessen – und soldatische Haltung.

00:30:47: Also künftig braucht es sicher breitere technologische Grundkompetenzen, spezialisiertere Qualifikationen im etwa in den Bereichen Drohnen KI, Cyberwach, LOK und da mit einhergehend auch angepasste Führungs- und Stabsausbildungen.

00:31:04: Die aktuellen Konflikte zeigen besonders deutlich, dass im Bereich der unbemannten Systeme datentbasierte Entscheidungsunterstützung und der Kampf im elektromagnetischen Raum militärisches Denken schon nachhaltig prägen.

00:31:16: Zugleich bleiben aber auch die operativen Grenzen von Technologien bestehen, wo Störungen, Täuschung, Logistikfriktion aber menschliche Verantwortung wirksam werden.

00:31:28: Ich würde mal sagen, letztlich zeigt sich dass die Fans Deck nicht nur für technologischen Fortschritte im militärischem Bereich steht sondern schon zu einem grundlegenden Wandel von Fähigkeiten Ausbildung und Einsatzführung unsstrategischem Denkern führen muss.

00:31:42: Wir stehen hier am Beginn.

00:31:43: wir haben schon erst die Schritte gesetzt gerade an der Militärakademie mit dem IKD-Säuberlehrgang also da habe ich eine Gene in diese Richtung.

00:31:51: aber natürlich ist dann noch sehr viel mehr zu leisten in den nächsten Jahren.

00:31:55: Das ist ein schöner Schlusssatz.

00:31:56: Weiterführende Infos zu diesem Thema, die Fensteck gibt es auch in einem Shownutz.

00:32:01: Ja das war's für heute Daniel und Clara!

00:32:04: Vielen Dank fürs Kommen, liebe Damen und Herren in der Community vielen dank für eure Fragen und vielen Dank fürs Zuhören.

00:32:10: und hört auch beim nächsten Mal bitte wieder her.

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