#42 - Ordo et Securitas: Die Militärpolizei
Shownotes
- Welche Aufgaben übernimmt die Militärpolizei im In- und Ausland?
- Wie anspruchsvoll ist das Auswahlverfahren wirklich?
- Welches Profil muss ein guter Militärpolizist mitbringen?
- Wie sorgt die Militärpolizei für Sicherheit und Ordnung im Bundesheer?
Ordo et Securitas: Ordnung und Sicherheit ist das Motto der Militärpolizei, die beim Bundesheer für den militärischen Eigenschutz zuständig ist. In dieser Folge von HEERgehört spricht Marcel Taschwer mit drei Militärpolizisten: Personenschützer und Einsatztechniktrainer Matthias, Sonderermittler und Hundeführer Wolfgang und Sicherungsschütze und künftiger Lehrunteroffizier Clemens. Die drei Soldaten erzählen von ihrem Weg zur Militärpolizei, wie sie die fordernde Ausbildung überstanden haben und berichten, was jemanden erwartet, der selber das Barett der MP tragen will.
Interesse an einer Karriere bei der Militärpolizei? Alle Infos zu den Voraussetzungen und dem Bewerbungsprozess findest du unter: karriere.bundesheer.at/militaerpolizei
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Transkript anzeigen
00:00:02: Wenn du der Typ für das bist oder der Typ die mit der Polizei bist und deine innere Einstellung passt und dein Wille passt, das zu machen, dann wirst du das auch durchhalten.
00:00:13: Die Leute, mit denen man am Kurs war, begleiten einem
00:00:15: doch schon das ganze
00:00:16: Leben ein bisschen.
00:00:21: Auch wenn es ab und zu ein bisschen prinzlig wird aber man sich auf sein Buddy verlassen kann ist das schon ein sehr angenehmes Gefühl.
00:00:30: Das zeigt sich halt in allen Ausbildungen, die ich gemacht habe, auf allen Einsätzen, Großveranstaltungen, Nationalverherrtag.
00:00:38: Das ist alles Ausverstand, Fingerspitzengefühl und der Rest des Ausbildungs.
00:00:48: Hergehört!
00:00:49: Der Bundesjahr-Podcast.
00:00:51: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Heer gehört.
00:00:55: Mein Name ist Marcel Taschwer Und heute haben wir die Militärpolizei zu Gast Eine vielseitige Einheit, die für Sicherheit Ordnung und Schutz sorgt Sowohl im Inland als auch im Ausland und noch vieles mehr leistet.
00:01:08: Und genauso vielseitig wie die Militärpolizei ist, so vielseidig sind auch meine heutigen Gäste.
00:01:14: Matthias, Personenschützer und Einsatztechnik-Trainer Wolfgang, Sondermittler und Hundeführer und Clemens Sicherungsschütze und künftiger Lehrunteroffizier.
00:01:23: Und Matthias ich starte gleich mit dir!
00:01:26: Warum Bundesheir und warum Militärepolizeis?
00:01:29: Ja, gleich einmal zwei einfache Fragen zum Einstieg.
00:01:32: Aber warum ein Bundesheer?
00:01:34: für mich war das... Eigentlich außer Frage.
00:01:36: Ich habe es auf der HTL damals schon, bevor ich dann zum Bundesjahr kommen bin mir überlegt was wie solls weitergehen?
00:01:42: Hab meine Rolle halt dort nicht wirklich gefunden und hab halt gewusst ich möchte definitiv nichts Technisches weitermachen.
00:01:47: Ich möchte nicht irgendwo drinnen sein!
00:01:49: Ich möchte auf jeden Fall irgendwo sein wo ich Sport machen kann Wo ich Gleichgesinnte treffe Und da ist für mich sofort die Entscheidung zum Bundesjar gefallen.
00:01:58: Warum Militärpolizei?
00:01:59: Das hat sich so ergeben.
00:02:00: Ich hab halt geschaut das was man dort machen kann und zu der Zeit Wo ich dazukommen bin, hat es dann relativ bald im EF ein Auswahlverfahren geben für die Militärpolizei.
00:02:11: Und haben gesagt okay das soll anstrengend sein, das probiere ich mal und dann bin ich dort geblieben fürs Erste.
00:02:18: Über das Auswahl verfahren werden wir später noch sprechen.
00:02:20: Wolfgang bei dir ähnliche Gründe zum Bundesheer zu kommen und dann auch zur Militärepolizeie zu gehen?
00:02:26: Na ja also grundsätzlich Bundesheuer war immer der Plan nicht permanent aber zumindest mal Grundwirtinst nach der HDL habe Ich dachte, das macht auf jeden Fall mein Grundwirtinst und schauen wir das an.
00:02:37: Hat mir auch eigentlich ganz gut gefallen.
00:02:39: aber dann, weil da die Budgetäre Situation halt auch ein bisschen schwierig war beim Bundesheer... ...und diese Leute hat es teilweise halt noch nicht gefreut.
00:02:47: Und dann habe ich mir gedacht, na dann gehe ich nochmal in die Privatwirtschaft zurück nach meinem Grundwörtinst.
00:02:52: Und... Nach ein paar Jahren in der Privat Wirtschaft, die mir jetzt auch sehr viel geholfen haben, hab' ich dann quasi gesagt okay, ich muss mich jetzt neu orientieren und dann ist das Bundesheuer wieder aufgeploppt bin ich ... ... wieder eingerückt.
00:03:06: Und... Ich bin dann beim... Beim HPA, das ist mein höheres Personal habe gesessen und haben mir gedacht okay, bundesjahr ja aber ich weiß nicht wohin!
00:03:15: Und da war nur die Flyer und da gab es so ein Flyer.
00:03:18: Da stand Militärstreife und wir dachten Ja gut schauen uns das mal an und nehmen den Flyer, schauen wir das ein bisschen durch und dachten wir ok, ja das hört sich gut an.
00:03:27: Geht dann zu dem Mitarbeiter rein der sagt und was wollen sie so machen?
00:03:30: Dann sag ich so na mich würde die Militärere interessieren Und dann hat er gesagt, okay das ist unser Gespräch beendet.
00:03:34: Dann haben wir den Tag gut und das war jetzt die falsche Richtung.
00:03:37: Er hat gesagt nein da gibt es eine Infofahranschaltung gleich nächste Woche und dort bin ich eingefangen worden.
00:03:42: Die Infofahranschaltungen finden nach wie vor statt heißen jetzt Karriertage und kann man übrigens auf karriere.bundesheer.at nachsehen aber auch zudem später mehr.
00:03:52: Clemens!
00:03:52: Wie wars bei dir?
00:03:53: Wir haben schon von der Privatwirtschaft von Wolfgang gehört.
00:03:55: Bei dir was ähnlich?
00:03:57: Wann ist festgestanden?
00:03:58: Bundesheer- und Militärpolizei?
00:04:01: Ja, also das Bundesheer hatte ich eigentlich schon immer irgendwo im Hinterkopf und habe mich dann entschieden mit den jungen Jahren von Achtundvierzig noch einmal zu beginnen.
00:04:13: Ich war auch beim Heerespersonalamt.
00:04:16: Habe mich dort vorgestellt und da wurde mir gesagt ja es gibt die Ausbildungen heißen jetzt alle anders als damals wie ich noch jung war Kadausbildung eins und der Wehrmann ist jetzt ein Regut.
00:04:29: nochmal auf die Karteausbildung eins gekommen, bzw.
00:04:33: nicht noch einmal sondern überhaupt.
00:04:36: und an diesen Karte Ausbildung Eins ist für mich damals sehr herausfordernd.
00:04:43: warm habe ich mir gedacht ja ich suche eh die Herausforderung.
00:04:47: und dann kam eben die Präsentation der Militärpolizei und haben gesagt wenn man schon die Herausforderungen sucht dann entweder alles oder nichts und habe mich dann für das Auswahlverfahren bei der Militarpolizeie entschieden.
00:04:59: Mit achtundvierzig Jahren quasi zum Her zeigt auch, es ist nie zu spät.
00:05:03: Aber was war für dich das Herausfordernde?
00:05:06: Das Herausfordernde war damals für mich... ich wollte an und für sich beweisen, dass Leistung nicht eine Geburtsjahre hängt sondern ein innerer Einstellung ist.
00:05:17: Auch in der Privatwirtschaft muss man Leistungen zeigen.
00:05:19: Und deshalb habe ich mir jetzt gedacht Ich suche mir noch eine Herausforderung die ich in der Privatswirtschaft nicht finde und hab sie gefunden.
00:05:27: Ich würde sagen, wir schreiten schon zum ersten interessanten Thema das Auswahlverfahren.
00:05:33: Wie habt ihr das Auswohlverfahren erlebt und was wollt ihr unseren Zuhörerinnen und Zuhörend darüber erzählen?
00:05:40: Also dann fange ich gleich einmal an mit dem Auswahl verfahren.
00:05:44: sehr viel darüber gehört haben mir Gedanken darüber gemacht, wie das ablaufen könnte.
00:05:51: Wäre ich mit meinem Alter mit neunundvierzig habe ich dann begonnen?
00:05:55: Weil echtundvierzig war ich noch regrett.
00:05:57: Mit neun und vierzig hat das Auswahlverfahren begonnen.
00:05:59: da kam der erste Sanitäter zu mir an und sagt am ersten Tag in der ersten Minute sie wollen sich das wirklich in ihrem alter noch antun?
00:06:07: Sie wissen Regenerationszeit ist bei ihnen und dies ist und jenes ist und dass und immer gedacht.
00:06:13: Ja
00:06:14: sehr fürsorglich aber Ich
00:06:15: sehr für sorglich.
00:06:17: Ich habe mir gedacht, ich brauche diese Herausforderung.
00:06:20: Ich möchte wissen wie weit komme ich?
00:06:22: Und wenn ich irgendwo scheitern sollte, möchte ich definitiv wissen woran ich scheitere.
00:06:27: Ja und dann begann das Auswahlverfahren.
00:06:30: Wie soll ich sagen?
00:06:31: es war interessanter sehr herausfordernd aber doch nicht so schlimm wie ich mir das vorgestellt habe oder wie mir damals erklärt wurde.
00:06:42: Also für alle, die sich nichts vorstellen können unter dem Auswahlverfahren der Militärpolizei.
00:06:47: Es bedeutet eine Woche lang auf Nieren, Kopf, Muskeln was auch immer geprüft zu werden ob man denn tatsächlich mit ins Team passt?
00:06:57: Was sind denn so Eigenschaften, die man mitbringen sollte fürs Auswahl verfahren aber auch für die Militärepolizeie?
00:07:02: Ja ich hänge mich da mal dran.
00:07:04: Der Klemens hat es eh schon recht gut ausgeführt.
00:07:06: bei mir war er genau so.
00:07:07: Ich habe absolut keine Ahnung gehabt was beim Auswahl Verfahren auf mich zukommt war dann aber doch sehr, also gerade wenn man nicht weiß was auf einen zukommt macht es das Ganze ein bisschen spaßiger.
00:07:18: Was gehört dazu?
00:07:19: Also ich glaube dass was generell an Soldaten einfach ausmacht die Werte warum und was macht.
00:07:25: Wenn man sagt Das was man macht ist aus seiner Sicht richtig, das ist gut.
00:07:29: Das ist etwas was man Macht weil man keine Ahnung Menschen beschützen will für Menschen da sein will Und möchte das aber auch in einem, also dass man sagt Man kämpft auch für andere Leute dann hat man da auf jeden Fall die Chance dazu.
00:07:42: Und ich glaube, dass einfach die Grundwerte von einem Soldaten oder die Grundwirte von einem normal denkenden Menschen einfach wichtig sind, das ich sage... Ich bin resilient!
00:07:53: Oder widerstandsfähig und möchte auf jeden fall über meine Grenzen halt einmal gehen und möchte auch beweisen, dass ich wirklich für jemanden einstehe.
00:08:02: Ich glaube, das ist eine Gedanke der hat mich gut durchs AWV durchtragen So, ohne zu wissen was wird von mir verlangt sondern einfach ist das gerade richtig was da passiert und sollte ich etwas dagegen tun.
00:08:14: Wolfgang du nix wenn du dich zurückerinnerst an deinem Auswahlverfahren.
00:08:19: Was sind so Tipps die du jemanden mitgeben wollen würdest der sich vielleicht jetzt auf's Auswahl verfahren vorbereitet oder der für sich den Entschluss gefasst hat zur Militärpolizei zu kommen?
00:08:29: Also das erste was man zum Auswahl Verfahren einfällt es war kalt Ja, also mitgeben.
00:08:40: Ich habe mich damals vorbereitet indem ich viel Sport gemacht hab und den Rest habe ich aber mit gesunden Menschenverstand gelöst.
00:08:48: Und genau das ist der Typ weil wenn du der Typ für das bist oder der Typ die mir in der Polizei bist und deine innere Einstellung passt und dein Wille passt das zu machen dann wirst du das auch durchhalten.
00:09:02: aufploppt, dass du dann nicht der Typ dafür bist oder wenn du wirklich keine Idee vorhast was dort passiert oder was auf dich zukommt.
00:09:13: Dann ist es sicher auch keine Schande oder überhaupt keine Schade, wenn du dort feststest.
00:09:18: das ist nichts für dich weil... Es muss nicht jeder Militärpolizist werden wobei ich aber sage, dass jeder die Möglichkeit dazu hat, der es einfach genug will.
00:09:30: also mein Typ ist einfach Hingehen, versuchen.
00:09:34: Ja und was soll Schlimmeres passieren?
00:09:35: Im schlimmsten Fall schafft man es nicht!
00:09:37: Und ansonsten kann man echt in einen ziemlich coolen Job reinkommen.
00:09:41: Es gibt nichts, wofür man sich fürchten muss auf jeden Fall beim ABV... ...und es gibt schlimme Auswahlverfahren.
00:09:47: Beruhigende Worte für unsere Zuhörer.
00:09:49: aber es gibt natürlich sonst auch noch andere Jobmöglichkeiten beim Polizei.
00:09:52: Nichtsdestotrotz wir bleiben bei den Jobmögligkeiten der Militärpolizei und da wird ja auch einiges geboten.
00:09:59: ich habe sie im Intro schon kurz angeteasert.
00:10:01: Wir haben Sicherungsschützen, Leer-Unteroffiziere, Einsatztechniktrainer.
00:10:06: Sogar die Sanitätsausbildung bei der dann absolviert wird.
00:10:08: Matthias, habt ihr vorher schon gewusst was ihr werden wollt?
00:10:12: Oder hat sich das dann irgendwie entwickelt?
00:10:14: man ist mehr und mehr in den Job hineingewachsen Hat mehr Möglichkeiten entdeckt oder war da schon der Entschluss von Anfang an klar in welche Richtung es geht?
00:10:23: Also ich kann's nur für mich sagen Ich bin grundsätzlich mit der Einstellung hingegangen Mich interessiert der Job Aber ich habe noch nicht gewusst, wo ich mich jetzt hinspezialisieren möchte.
00:10:33: Das hat sich dann später entwickelt beziehungsweise die Idee also bei mir ein Hundeführer zu werden ist dann relativ schnell gekommen aber während der Ausbildung selber habe ich daran überhaupt noch nicht gedacht.
00:10:43: Also habe ich nur dran gedacht Ich möchte Mediapolizist sein oder damals noch Mediastreifemann und ich möchte diesen Job ausüben und doch Hundeförers dann später kommen.
00:10:53: aber es gibt so viele Möglichkeiten sich bei der Mediarpolizei zu spezialisieren oder zu verändern Und ja, das muss einfach jeder für sich finden.
00:11:03: Ich glaube bevor wir noch weiter in die Spezialisierungen reingehen was erwartet denn jemanden nach Abschluss des Auswahlverfahrens und während der Ausbildung zum Militärpolizisten?
00:11:14: Also im Abschluss dieses Auswahl Verfahren kommt man auch noch für sich zur Kada-Ausbildung II.
00:11:19: Das ist bei uns dann in der Lehrabteilung weil ich zukünftiger Lehrer unter Offizie werden möchte und hoffentlich auch werde.
00:11:27: Und dort hat man dann die sechsmonatige Ausbildung Grundlagen der Militärpolizei, wo man einen Gesamteinblick einmal bekommt.
00:11:34: Welche Arten welche Spezialisierung gibt?
00:11:36: es wird alles sehr kurz angeschnitten ganz besonders in den zweiten Teil der Kadausbildung in Salzburg, Wo man angefangen von CRC über Begleitschutz also das ist die Vorstufe zum besonderen Schutz bis hin zur Verkehrsunfallaufnahme Die wieder im Ausland sehr relevant ist, wo wir überall einen Einblick bekommen.
00:11:55: Wenn man das dann abgeschlossen hat, kommt man an zu seiner Kompanie wo man eingeteilt ist bzw.
00:12:01: wo man sich auch melden kann.
00:12:03: bei mir war der Fall.
00:12:04: ich bin nach Wien gekommen.
00:12:05: die erste Kompanier hatte das große Glück in den zweiten Zug zu kommen und dort kann man sich mit Kameraden absprechen wie dann die weitere Ausbildung ist ob man sich spezialisieren möchte für den ein oder anderen Bereich.
00:12:18: Für mich war dadurch, dass ich privat sehr waffenorientiert schon wahre, den Jagdschein schon gemacht habe.
00:12:25: War für mich in der Schritt zum Sicherungsschützen und dann eventuell zum Präzisionsschützen Ballistik nicht beschäftigt haben.
00:12:31: War das für mich einmal neiligend?
00:12:34: Und deshalb hab' ich auch die Möglichkeit gehabt und mich auf freiwillige Melle für diese Kurse und war sehr interessant und sehr lehrreich!
00:12:42: Wenn du dich an diese Grundausbildung, an diese Kada-Ausbildung zwei zurückerinnerst.
00:12:47: Was waren so Unterrichtsfächer oder was waren so Skills die du dort erlernt hast, die dir jetzt noch nach wie vor erinnerlich sind
00:12:55: bzw.,
00:12:56: die dich sehr geprägt haben vielleicht auch während dieser Ausbildungszeit?
00:12:59: Was einen auf jeden Fall prägt das ist einmal die Grundbegriffe des Mediaderbefugnissgesetzes.
00:13:06: Welche Befugnisse haben wir als Militärpolizisten?
00:13:09: Wie weit kann ich mich da in meinem Bereich bewegen.
00:13:12: Das hier ist das Zivilagesetz, das Militäre Strafgesetz und das Ingesetzeil.
00:13:16: die man sehr intensiv lernen muss, weil das unser täglich Brot ist.
00:13:21: und was dann auch noch erschwerend oder sich angenehm für meine Privatwirtschaft dazu kommt sind die Führungskills.
00:13:27: Wie führe ich meine Truppe?
00:13:29: Wie fühle ich meine Gruppe?
00:13:30: Was sind meine Aufträge?
00:13:31: Was ist definitiv Befehle, die ich ausführen muss?
00:13:35: Und wie komme ich und wie erreiche ich mein Ziel aufgrund meiner
00:13:38: Ausbildung?".
00:13:40: Wolfgang Matthias Abseits vom Rechtlichen vielleicht
00:13:42: Ja, ergänzen dazu als Einsatztechnik-Trainer muss ich natürlich auch auf die körperliche Seite vom Kurs auch hinweisen.
00:13:49: Die sehr wohl auch gegeben ist also mit relativ viel Sport, mit sehr viel Einsatzechnik, mit relativ viele Nacken von Selbstverteidigung und dass man da halt auch eben dieses Grundverständnis und die Anwendungen, die Zugriffstechniken auch lernt und die halt auch verinnerlicht.
00:14:06: Und was man halt auch sehr gut gedrillt wird ist das ich im Endeffekt immer nur zu zweit bin im schlimmsten Fall.
00:14:13: Bei jedem Einsatz, bei jeder Ausfahrt ist es im Endeffekt nur du und dein Partner oder deine Partnerin in dem Fall auch.
00:14:20: Und da ist es halt wichtig dass jeder auf einem relativ guten Niveau ist weil im Endefekt bis Verstärkung eintrifft wenn sie überhaupt entdrift kann ein bisschen Zeit vergehen und du bist da halt auf denjenigen gebunden mit ihm dort unterwegs bist und da ist man halt hoffentlich mit jemandem unterwegs der sein Handwerk versteht.
00:14:36: Also körperliche Fitness ist sehr wichtig.
00:14:38: Würdest du auch irgendwie sagen, muss man Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbringen?
00:14:43: Und dann diese Einsatzechnik auch erlernen zu können oder...
00:14:46: Find ich persönlich nicht.
00:14:47: also nachdem man das AV vorab geschlossen hat ist ja irgendwo schon mal die richtige Richtung da.
00:14:52: und mein Ansatz bei dem ganzen war man kann alles lernen.
00:14:54: Ich selber war nie ein gewalttätiger Mensch bin aber auch ein relativ guter Nachkämpfer oder halt Einsatztechnik Trainer geworden weil es mir dann halt auch sehr viel Spaß gemacht hat was mir vorher halt keinen Spaß eigentlich gemacht hat.
00:15:05: Aber man kann alles lernen.
00:15:07: So wie man das MBG lernen kann, so wie man Jagdkampf lernen kann sowie man Robben-Kriechen-Gleiten lernen kann – kann man auch lernen mutig zu sein und stark zu sein.
00:15:16: Und sich in einer Gemeinschaft einzumfinden, dass was am Kurs ein Kerngedanke ist.
00:15:22: Also die Leute mit denen man am Kours war begleiten einen doch schon das ganze Leben ein bisschen.
00:15:27: Du schmunzelst gerade, weil an dieser Stelle dürfen wir es dazu sagen.
00:15:30: Wir waren gemeinsam auf Kurs damals.
00:15:32: Schöne Erinnerungen auch schöne Erinnerung an alle Kameraden die jetzt gerade hier sitzen.
00:15:36: Wolfgang was hat dich während der Ausbildung oder dann auch darüber hinaus vielleicht den Einsätzen im Inland und Auslands sehr geprägt?
00:15:43: wo du sagst das hatte ich während deiner Zeit bei der MP bis jetzt vielleicht noch geprägt geformt oder begleitet?
00:15:50: Also was mich natürlich sehr geformd und gepräkt ist dass auf meinem Auslands Teil von von der Kauerausbildung II mit der Polizist.
00:15:59: Dass du mein kurz Kommandant warst, das war auch schon ziemlich prägend.
00:16:03: Nein!
00:16:04: Ich meine ja natürlich... Aber ja Einsätze aus jedem Einsatz kann man irgendwas mitnehmen.
00:16:13: es ist halt weil du vorher gefragt hast Fertigkeiten die man mitbringen sollte.
00:16:19: ein bisschen einen Traum gehört dazu.
00:16:21: Also aus sich herausgehen, mit Leuten reden.
00:16:24: Jetzt nicht nur immer die Böse mit der Polizist zu sein wenn man dort aufschlägt sondern mit Fingerspitzengefühle an die Sachen ranzugehen und das zeigt sich halt auch in allen Ausbildungen die ich gemacht habe, auf allen Einsätzen die ich macht hab, Großveranstaltungen Nationalvereinheitag Das ist alles Hausverstand, Fingerspitzengefühl und der Rest des Ausbildungs Dadurch, dass ich in der Sonderaufgabengruppe tätig bin.
00:16:47: Bin ja nicht nur als Hundeführer unterwegs, sondern auch im Rahmen des Sondermittlers und da kriegst du natürlich noch meinen anderen Blickwinkel für Veranstaltungen vor allem.
00:16:58: Und da kannst Du immer irgendwas mitnehmen.
00:17:01: aber was ich auf jeden Fall für mich in den letzten Jahren mitgenommen habe ist dieses Lesen von Menschen oder dieses Einschätzen von Menschen.
00:17:12: Das ist was, was auf jeden Fall sicher jeden von uns tagtäglich begleitet.
00:17:16: Und was man dann auch irgendwann nicht mehr abstellen kann.
00:17:19: Andere sagen Paranoia dazu?
00:17:21: Ja
00:17:21: genau!
00:17:22: Meine Frau auch witzig... Aber es ist halt einfach... Irgendwann fängst du an dein Umfeld halt anders zu sehen.
00:17:31: Kann man jetzt positiv oder negativ bewerten aber du wirst einfach aufmerksam und kriegst einfach Sachen anders mit.
00:17:36: Und das ist etwas, was ich sicher in den letzten Jahren mitgenommen habe.
00:17:39: Da war schon relativ viel jetzt mit dabei, aber ich würde gerne ein bisschen reinschauen in den Tagesablauf.
00:17:44: In dem Alltag der Militärpolizei.
00:17:47: was macht und du hast es angesprochen?
00:17:48: Was macht einen Sondermittler?
00:17:50: Wie schaut da das Ablauf aus?
00:17:52: Also grundsätzlich sind wir durch die Erhebungen im Einsatz.
00:17:55: Nein Spaß!
00:17:56: Grundsätzlich haben wir unsere Normaufträge sprich wenn irgendwo eine Erhebung sind bzw auch gerade in meinem Bereich Ich bin Suchtmittelhundeführer, also mein Hund ist ein Drogenspühler und ich fahre halt dann in Liegenschaften kontrolliert dort ob irgendwelche illegalen Suchtmitteln dort aufzufinden sind.
00:18:19: Und ansonsten sind es eben auch Ausforschungen nach Abgehen Personen, also sprich zum Beispiel jemand der nicht eingerückt ist oder der sich eben dem Dienst entzieht.
00:18:28: aber wir unterstützen noch zb in den Zügen bei Normaufträgen, bei normalen Aufträgen sprich Angelobungen Begleitungen, Verkehrsdienst.
00:18:39: Also wir sind im Endeffekt eigentlich überall mit dabei aber natürlich auch in unseren Spezial-Bereichen.
00:18:45: Clemens wie schaut dein Arbeitsalltag bei der Militärpolizei aus?
00:18:49: Also mein Arbeitsalltag bei der Militärpolizei ist ja relativ gemütlich, sage ich jetzt mal in der Lehrabteilung.
00:18:55: Wir können ein bisschen neu nur einkleiten und dann ab vierzehne auskleiden.
00:19:01: das heißt wir arbeiten sehr auftragsorientiert.
00:19:04: wenn wir natürlich eine Ausbildung haben, Kadausbildungen sind die Zeit natürlich anders weil wir die Leute ausbilden müssen außerhalb dieser Kadaausbildungen Wo wir versuchen, den Leuten so viel von unserem Wissen mitzugeben wie möglich ist.
00:19:19: mit allen Techniken, die wir erlernt haben und das auch weitergeben möchten.
00:19:23: Außerhalb ist es halt sehr angenehm dass man sich weiterbilden kann, mehrere Kurse besuchen kann individuell was einem interessiert.
00:19:30: Auch die Sportmöglichkeiten sind sehr interessant und werden auch sehr gefördert Mit Fit in den Dienst und fit aus dem Dienst Und mit Kameraden ins Druscho gehen und mit Matthias mal SV noch einmal aufzufrischen Dass ich nicht so oft gemacht habe wie die anderen Kameraten.
00:19:48: Und die Summe summa, um Sportmöglichkeiten sich weiterzubilden ist sehr interessant und auf die Aufträge natürlich unseren zukünftigen Militärpolizisten so viel Wissen wie möglich mitzugeben.
00:20:03: Das ist natürlich auch eine sehr, sehr interessante Aufgabe.
00:20:06: SV-Aufzufrischen?
00:20:07: Ist das Selbstverteidigung?
00:20:09: Ja, ist der Selbstverteilung.
00:20:11: Die regelmäßig aufgefrischt gehört – da gebe ich dem Matthias Vollkommann recht!
00:20:15: Man kann alles erlernen sogar ich...
00:20:17: Jetzt zurück noch mal.
00:20:18: Du hast davor angesprochen, mit neunundvierzig war dann quasi das Auswahlverfahren hinter dir.
00:20:22: Du hattest die Laufbahn bei der Militärpolizei begonnen eben auch mit Einsatztechnik-Training und Selbstverteidigung.
00:20:28: Was war da das Herausforderende?
00:20:30: Oder wie hast du dich in manchen Situationen selbst gepusht wo du vielleicht schon am Limit oder sogar schon drüber warst?
00:20:37: Ich habe mich selber gepuscht.
00:20:38: ich hab natürlich ein sehr großes Ziel.
00:20:40: also eines meiner ... oder eines meiner Motto ist, ich möchte nicht in der Früh aufstehen um mittelmäßig zu sein und habe erkannt dass ich ein bisschen mehr trainieren muss natürlich erst die Kameraden die etwas jünger sind.
00:20:54: Und bin nach dem Dienst zeigte es öfter noch laufen gegangen oder noch in die Kraftkammer und hab da diese Zeit genutzt um meine kleinen Defizite körperlicherseits ja zu optimieren aufzubauen und zu verbessern
00:21:09: Muss ich aber auch dazu sagen, du warst nie einer der im unteren Feld oder so mitgeschwommen ist.
00:21:14: Also da hat es schon Leute gegeben die hatten mehr Nachholbedarf.
00:21:17: Danke das sagst Du jetzt und ich lade dich nachher verpieren.
00:21:21: Matthias aber da blickt zu Dir, Du warst quasi genau der Counterbot dazu, Du hast ein Einsatztechnik-Trainer und hast den Clemens in dieser Situation gepusht.
00:21:28: Aber wie hast Du selbst auch teilweise die Motivation vielleicht noch lange Arbeitsdagen trotzdem noch diese Tätigkeit nachzugehen?
00:21:35: Zu trainieren Dich weiter und fortzubilden?
00:21:38: Was ist da vielleicht ein Faktor?
00:21:40: Also, einerseits ist es die Disziplin glaube ich das zu machen.
00:21:45: Aber ganz wichtig halt auf einer ganz tiefgehenden Ebene einfach warum mache ich das?
00:21:51: und wenn ich einen Grund habe was zu machen dann werde ich's immer in irgendeiner Form gutmachen.
00:21:56: Und für mich hat keine Motivation... also ich hab' keine Motivertion gebraucht.
00:22:00: Ich hab gewusst was meine Aufgabe ist gerade auch als Personenschützer- und Einsatztechnik Trainer und ich weiß ich stehe irgendwann im Totschau mit einem der's wissen will.
00:22:07: Ich weiß, ich habe bei einem Einsatz irgendwann einen neuen Mal gescheiten der glaubte er ist bereit dass er halt jetzt also Stress macht und mir war halt immer klar.
00:22:18: Also wenn ich jetzt da noch ein bisschen philosophischer sagen würde es gibt dann halt vielleicht den bösen Akteur Und ich wollte immer besser sein als der böse Akteuer das ich sage ich bin der dazwischen einer schlechten Situation von einer Person steht die sich selber nicht schützen kann.
00:22:31: und Das muss halt das muss eine Mauer sein.
00:22:34: durch die Mauer darf man nicht.
00:22:35: durch Die Mauer wollte ich halt immer so robust und hoch wie möglich aufziehen.
00:22:40: Du bist ja selber Personenschützer, was... Wie läuft so ein Einsatz?
00:22:44: Ein Personenschutz-Einsatz ab?
00:22:45: oder wie schaut der Alltag als Personenschützen eigentlich aus?
00:22:48: Also operativ da habe ich mich auch mit meinen ängeren Freunden zusammen gesprochen.
00:22:54: Operativ werde ich nicht viel sagen, was passiert.
00:22:56: also es gibt eine Phase vor dem Einsatz, eine Phase während dem Einsatz und nach dem Einsatz.
00:23:01: Aber grundsätzlich man versucht alle Maßnahmen zu gewährleisten, dass bei einem Besuch das dieser Person nichts passiert.
00:23:08: Und das hat halt mit Kundung natürlich zum tun, dass ich weiß was macht die Personen wo geht sie hin und eventuelle kritische Punkte halt auch definieren und dort spezielle Sicherheitsmaßnahmen halt auch hochzuziehen.
00:23:20: Mein Alltag selber also das ist jetzt relativ individuell wie mein Alltag war weil halt auch sehr viel Eigenverantwortung dazu gehört.
00:23:27: Bei mir war es halt, ich bin meistens gegen sechs halb sieben.
00:23:30: So Gleitzheit ist natürlich möglich.
00:23:31: Ich war halt einer, ich war halt immer gern früh da und bin bei Möglichkeit dann auch wieder ein bisschen früher gegangen Und bei mir war's halt früh reinkommen Dann den Sport vor dem Briefing meistens erledigen.
00:23:40: Also bei uns hat es dann so gegen neun, dann meistens das Zugsbriefen geben Was dann halt noch... also was für Aufträge reinkomen sind weil der alles sehr dynamisch rennt.
00:23:47: Es ist ja nur weil ein Wochen-Einsatzplan steht heißt dass nicht, dass der auch hält.
00:23:51: Also wenn ich geplant habe am Freitag um zwölf heim zu gehen Freitag zwanzig Uhr reinkommt, dann haben wir halt Pech gehabt.
00:23:59: Da muss da halt irgendwer halt auch rein.
00:24:01: Was aber nicht so schlimm ist, weil wir im Zug ein sehr gutes Gefühl gehabt haben und man es ja doch sehr gern gemacht hat wenn man eben mit den richtigen Leuten nach beieinander war.
00:24:09: Und... Es war jeden Tag eigentlich, wenn die Möglichkeit war, wenn kein Auftrag war, auf jeden Fall Sport am Programm, das war Einsatztechnik-Training am Programm und einmal im Monat waren wir immer schießen als Zug gemeinsam.
00:24:22: Wolfgang Betier du hast es vorangesprochen?
00:24:24: Frau, Familie Hundeführer, wie kann man das alles vereinen?
00:24:29: oder hat es da vielleicht auch hin und wieder Probleme gegeben tatsächlich Hund Kinder Frau Job?
00:24:35: Das alles so gut wie möglich zu händeln.
00:24:38: Also es ist natürlich... Es gibt immer Reibpunkte sag ich jetzt einmal wo der Job natürlich auch einmal vorgezogen werden muss.
00:24:48: Wobei ich natürlich sehr viel Priorität drauf lege dass die Familie zuerst kommt aber natürlich wie es der Matthias richtig gesagt hat, wenn Aufträge da sind und die zumal ledigen.
00:24:59: Speziell jetzt auf Hund und Familie bzw.
00:25:02: Kinder.
00:25:03: also ich habe zwei Kinder.
00:25:04: Es ist natürlich eine Aufgabe aber das war mir von Anfang an, mich entschieden hab' ich mit dem Hundeführer werden und wo ich meinen Hund bekommen hab' war man vom Anfang an das Wichtigste dass mit der Familie gut funktioniert.
00:25:14: Natürlich die Auftragserfüllung keine Frage muss funktionieren Aber die Familie muss klar sein, dass da keine Probleme gibt.
00:25:21: Der Hund darf kein Problem für meine Familie sein ist im Sinne von nicht zeitlich eingeschränkt, weil das bringt es einfach mit sich.
00:25:27: Aber es darf jetzt kein Gefährdungspunkt für meine Familie sein und man muss dazusagen unsere Hunde sind ja nicht nur Spürhunde sondern das ist der Dual-Hundes.
00:25:35: Das heißt die haben auch immer fast alle einen Schutzpart dabei, also es sind Schutzhunde UND Spür-Hunde Und natürlich ein Diensthund muss man anders handhaben als ein private Hund, der diverse Ausbildungen nicht hat.
00:25:50: Ich habe sehr viel Glück gehabt bei meinem meinem Hund, den ich bekommen habe.
00:25:56: Und die ist jetzt vier Jahre und ich muss mir keine Sorgen machen dass meine Kinder irgendwie von ihr gefährdet werden oder sonst irgendwas.
00:26:04: aber auch wenn der Hunde schwieriger gewesen wäre dann hätte man dementsprechend Training und Zeit und Motivation reinstecken müssen.
00:26:11: das funktioniert weil das im Endeffekt am Ende vom Tag ja es ist wichtig dass wir unsere Aufträge erfüllen Aber es ist auch wichtig da ich nach Hause kommen kann in einem Umfeld wo ich sagen kann Ich mache das nicht nur Für mich, ich mach das für die österreichische Bevölkerung.
00:26:29: Ich mache es nicht nur für mein Land sondern auch für meine Familie und das muss halt immer vereinbar sein miteinander.
00:26:36: Aber ja!
00:26:37: Es ist natürlich auch... Für meine Familie ist es immer wieder anstrengend oder eine Beanspruchung.
00:26:43: Natürlich man ist nicht immer da.
00:26:45: Man muss auf Ausbildungen, man muss auf Fortbildungen.
00:26:47: aber bis jetzt habe ich alles unter einen Hut gebracht Und ich bin froh, dass das mit dem Job so funktioniert.
00:26:53: Weil ich diesen Beruf wirklich gerne mache!
00:26:56: Ihr habt alle drei sehr viel erlebt im Inland und im Ausland bei Einsätzen.
00:27:01: Gibt es da irgendwelche Momente die euch länger im Gedächtnis geblieben sind?
00:27:06: Schöne Momente, lustige Momente vielleicht auch mal schreckhafte Momente Die ihr gerne teilen wollt's mit uns.
00:27:13: Also mir fallen auf jeden Fall zwei Einsetzer an Mein allererster Einsatz im Kosovo, Dezember.
00:27:19: An den denke ich sehr gern zurück.
00:27:22: Gibt es einige Geschichten die ich erzählen kann.
00:27:24: aber das Team was halt einfach unten war... Die Leute die unten waren Das ist eine Konstellation die wir jetzt nie wieder geben glaube ich.
00:27:32: Wir hatten den besten Kommandanten zu der Zeit Den ich glaube je meiner Laufbahn beim Herr gehabt habe.
00:27:41: Ist der noch bei der NB?
00:27:42: Ja, er sitzt mir gegenüber.
00:27:44: Das ist eine Sache die ich auch sehr gerne.
00:27:47: in den Einsatz denke ich sehr gern zurück.
00:27:49: Ich denke auch sehr gern an meinen letzten Einsatz zurück, der Jahr zwanzig-einundzwanzig Afrika.
00:27:54: eben genau das gleiche Prinzip.
00:27:55: einfach ein irrsinnig tolles Team mit dem Zusatz einfach dass man absolut auf sich allein gestellt ist also dass es kaum Support gibt und nicht einmal die Möglichkeit von der Heimhalt Unterstützung zu kriegen.
00:28:08: Das sind Sachen, die werden mich auf jeden Fall lange begleiten.
00:28:11: Die werden mich bestimmt bis ans Ende mitbegleiten an die ich auch nicht so gerne zurückdenke aber das wären so... Also die eine Geschichte.
00:28:21: zum Beispiel im Kostow mit der Massenkarambolage kommt man da z.B.
00:28:25: im Kopf, das weiß ich noch.
00:28:27: Unfall auf der Autobahn schwer vernebelt, mitten im Winter eisige Straßen und ein Lkw nach dem anderen Fahrt rein.
00:28:33: Und ganz vorne ein Fahrzeug, ein Vater, der gerade mit seiner Frau in Richtung Krankenhaus unterwegs ist und Gott sei Dank die Frau ein Leben des Kindes geboren hat und dann auch erst versorgt worden ist und das halt mitzukriegen.
00:28:47: also diese... Also quasi der Peak, der Climax an irgendeiner Art von... also alle Emotionen gleichzeitig und du musst aber trotzdem am kühlen Kopf bewahren.
00:28:56: Erstens das nicht überfahren wirst und zweitens dass du jetzt die richtigen Maßnahmen setzt.
00:29:01: Und da, das war eine Sache, ich glaube das war ziemlich ein Initial, dass man sagt okay es muss auf jeden Fall eine Entscheidung treffen werden weil wenn wir nix machen dann haben wir jetzt gleich richtiges Problem.
00:29:11: Das ist Gott sei Dank alles gut ausgangen.
00:29:13: Es ist niemand gestorben, es ist nicht einmal mehr verletzt worden einen sehr langen Report geschrieben und das ist dabei geblieben.
00:29:22: Ich muss da kurz aus meiner Moderationsrolle schlüpfen, weil ich gerade diesen Gänsehautmoment nachfühle, weil wir gemeinsam unten waren.
00:29:29: Großartige Leistungen!
00:29:30: Und es war tatsächlich eine zweite Familie.
00:29:33: auch zu diesem Zeitpunkt wenn man gemeinsam Weihnachten, Silvester im Ausland bei so einem Einsatz... ...bei so einem Unfall dann auch noch Hilfe leistet und alles wirklich von A bis Z super funktioniert hat.
00:29:46: also Gänsehaut-Moment für mich.
00:29:48: Aber zurück, Clemens Wolfgang gibt es bei euch solche Momente an die ihr jetzt vielleicht zurückdenkt oder die euch in den Kopf kommen?
00:29:56: Also bei mir gibt's jetzt keinen konkreten Moment.
00:29:58: das einzige was mir halt bei jedem Einsatz immer bewusst geworden ist aufgrund dessen dass wir immer Baddesystem haben.
00:30:06: du wachst mit deinem Buddy zusammen und das ist eine Kameradschaft die ich glaube gut jetzt bin ich schon etwas älter aber ein Leben lang halten kann Und das möchte ich in keinster Weise missen.
00:30:17: Das waren sehr, sehr schöne und tolle Erfahrungen auch wenn sie ab und zu ein bisschen prinzlig wird.
00:30:23: aber man sich auf sein Buddy verlassen kann dann ist es schon ein sehr angenehmes Gefühl.
00:30:29: Ja also wie der Clemens gerade sagt dieses Auffeinanderverlassen das ist halt schon wichtig.
00:30:34: wir haben das halt auch oft bei Aufträgen oder Einsätzen im Bereich mit Suchtmitteln oder gleicher und auch gerade bei Einvernahmen.
00:30:44: Du kommst mit Leuten zusammen, also gerade bei Einvernahmen wo du weißt was der getan hat oder was er wahrscheinlich getan hat und zu was der fähig ist.
00:30:55: Und da musst dich natürlich auf deinen Zweiten verlassen können.
00:30:57: und das Lustige ist die, die schon eine Vorgeschichte haben und dann bei dir bei den Einvernamen sitzen und der aber ganz genau weiß es ist eh schon vorbei wir haben ihn schon erwischt Das ist es!
00:31:10: Das sind meistens die entspanntesten Also die, wo ich mir eher dann immer Gedanken mache, zusätzliche Kranken und mich nur umso mehr auf meinen zweiten verlassen muss.
00:31:20: Das sind die, die keine Vorgeschichte haben oder man vor der Vorgeschichten noch nichts weiß.
00:31:24: Und das zieht sich aber eigentlich wie alles.
00:31:27: Es zieht dich durch alle unsere Einsätze, durch all unsere Aufgaben dieses Verlassen aufeinander und das haben wir auch gesehen.
00:31:33: also zum Beispiel Covid-Einsatz ist mir jetzt noch im Hinterkopf oder wird mal immer im Hinterköpf bleiben weil es ist Einsatz im eigenen Land.
00:31:43: eine Gesundheitsmaßnahme durchsetzen und deinem Assistenzeinsatz zu stehen, ist auch nicht immer nur angenehm natürlich.
00:31:50: Und man bekommt natürlich auch sehr viel Gegenwind muss aber seinen Auftrag erfüllen.
00:31:54: und da ist es auch besonders wichtig dass man weiß der der neben mir steht und der das mit mir macht das sitzt genau im selben Boot.
00:31:59: und ja es ist anstrengend gewesen und wir waren auch lange weg von der Familie Aber du bist halt trotzdem in einem Team drinnen oder in einer Komponie weil das war doch relativ groß angelegter Einsatz.
00:32:15: Und da ist es einfach wichtig, dass man sich aufeinander verlassen kann und diese Kameradschaft wiederklehmensrichtig sagt oder wie es dir auch sagt... Diese Kameradschaft hast du halt so... Also da habe ich vorher nie so erlebt in dem Sinne.
00:32:30: Das ist schon sehr viel wertes Erfahrung.
00:32:33: Kleine Ergänzung hätte ich noch, weil es eben zu dem Zusammenhang mich halt auch mal übergefragt hat ja, wie ist das?
00:32:37: Einfach Militärpolizist zu sein oder warum ist man das?
00:32:41: kann man gut auch mit Prozentzahlen ungefähr rechnen.
00:32:43: Wenn ich sage, siebzig Prozent ungefähr ist normal also das sind Sachen die passieren immer Das ist dann nur am Dienst das sind die Angelobungen vielleicht ein Auslandseinsatz Dann so zwanzig Prozent fünfundzwanzig prozent.
00:32:55: Vielleicht sind dann halt so Sachen die ein bisschen was größeres sind.
00:32:59: Die kann sein eben eine starke Ermittlung gegen einen Verbrecher einer Festnahme oder mehrere festnahmen Oder ausnahmesituationen und So die fünf Prozent, vielleicht oder auch noch wenige Situationen.
00:33:12: in den ganzen Jahren wo ich halt Militärpolizist war waren so die Situationen wo ich gesagt habe ja das ist es.
00:33:18: Genau deswegen bin ich Militärtpolizisten genau deswegen bin Ich Personenschützer und hab mich in dieser Situation bewiesen und weiß okay Das war schon richtig so.
00:33:27: die Entscheidung
00:33:28: Wenn jetzt jemand da draußen mit dem Gedankenspiel zur MP zu kommen Und sich vielleicht noch nicht ganz sicher ist gibt's für dennoch einen Tipp was ihm vielleicht auf seinem Weg helfen könnte oder wo ihr vielleicht sagt, hätt ich das früher gewusst?
00:33:42: Dann hätte mir das auch ein bisschen mehr geholfen.
00:33:44: Hätte mich durch die Ausbildung getragen.
00:33:46: Gibt es da etwas, was sich unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern mitgeben
00:33:49: wollt?".
00:33:50: Also einerseits man wird Sachen, die man nicht macht höchstwahrscheinlich länger bereuen als Sachen, dass ich mache und nicht schaffe.
00:33:59: Das war immer meine Devise.
00:34:00: also wenn man sagt man schafft was nicht dann Ist das vielleicht unangenehm oder kratzt es vielleicht am Ego?
00:34:07: Aber was nicht zu machen und sich dann ewig fragen, naja wie wär's gewesen.
00:34:11: Das ist was, das verfolgt dich dann wirklich lang!
00:34:13: Und auf das eine hast du halt Einfluss
00:34:16: Kopf nicken am Tisch, ergänzende Worte.
00:34:19: Ja noch für sich nur... Was ich beim Auswahlverfahren mitbekommen habe war Ich kann hier relativ kontrolliert an meine Grenzen gehen.
00:34:28: Ich möchte jetzt meine physischen und psychischen Grenzen selber mal kennenlernen, was man in der Privatwirtschaft an und für sich so nie erlebt.
00:34:37: Und so intensiv auch nicht hat, um sich selbst auch kennenzulernen – eine Selbstreflexion!
00:34:44: Das war für mich dann schon sehr einschneidend und ich habe da sehr viel mitgenommen, auch mich selber kennen zu lernen.
00:34:52: War eine sehr interessante Erfahrung.
00:34:55: Was man halt schon sagen muss ist, weil ich ihr ganz am Anfang schon gesagt hab ob man der Typ ist, mit der Polizist zu sein.
00:35:02: Man muss sich halt schon vor Augen führen es ist nicht immer nur der klamoröse Einsatz und wir sprengen jetzt irgendwelche Türen auf und retten irgendwelchen Leute oder nehmen einen fest oder lösen den großen Drogenfall natürlich das machen auch alles klar.
00:35:17: aber nein Es ist halt auch.
00:35:20: du musst auch der Unangenehme machen mal sein.
00:35:24: Natürlich geht's jemandem gegen einen Strich, wenn er kontrolliert wird und ihm dann ein Verhalten aufgezeigt wird das halt nicht in Ordnung war oder wo ein Fehler gemacht hat.
00:35:32: Keiner von uns macht gerne Fehler auch wenn man durch Fehler lernt und an Fehlern wachsen kann.
00:35:37: aber wir sind halt das Organ dass im Bundesjahr eine Aufsichtsfunktion erfüllt und wir zeigen auf Wir verurteilen ja auch nicht sondern wir zeigen einfach nur Missstände auf Versuchen die dementsprechend wen möglich vor Ort abzustellen Und Wenn Nicht Dann Dementsprechende Weitere Schritte einzuleiten, damit das dann in Zukunft nicht mehr passiert.
00:35:59: Das ist jetzt im Verkehrstienst bei Veranstaltungen und bei Personenkontrollen oder bei Kontrollender Wache wo uns die meisten natürlich im Hinterkopf haben.
00:36:07: Oh Gott!
00:36:08: Jetzt kommt der Militärpolizei und jetzt zeigen wir die was ich aus dem MBG alles nicht auswendig weiß.
00:36:13: aber natürlich können diese ganzen Sachen dazu und das muss man sich auch vor Augen führen.
00:36:19: Im Endeffekt arbeiten wir permanent mit Eigernen.
00:36:23: Also natürlich sind wir auch dafür da, um jetzt immer Reibungspunkte zwischen der Öffentlichkeit und dem Bundesjahr.
00:36:30: Jetzt heißt es bei Lotzungen oder bei Sohnenschutz-Einsätzen
00:36:33: usw.,
00:36:34: dass es da keine unangenehmen Berührungspunkte gibt.
00:36:38: Dafür sind wir halt auch da, damit zu wirken.
00:36:41: aber wir sind auch die, die eben Missstände aufzeigen.
00:36:44: Und das muss man halt eben auch bereit sein zu tun, dass man sagt ja, da ist ein Missstand und ich schaue da nicht weg sondern ich stelle das jetzt ab!
00:36:52: So wie du halt vorhin auch gesagt hast, da gehört dann natürlich auch das Fingerspitzengefühl dazu.
00:36:56: Und natürlich gibt es Leute die denn das vielleicht ein bisschen mehr taugt jemanden seine Miststände aufzuzeigen weil er selber halt gar keine hat.
00:37:04: solche leute gibt's natürlich auch aber Es werden immer weniger kommt mir vor hoffentlich zu mir.
00:37:11: Aber das ist an und für sich die Grundaufgabe unseres verbandes.
00:37:14: Sicherheit und Ordnung und auch ordnungen muss man beim österreichischen bundeseher auch schaffen und ein paar Missstände aufzeigen, das ist sozusagen ja eine unserer Grundaufgaben.
00:37:25: Und vor allem die jeden Aufzeigen in jeder Position mit jedem Dienstgrad
00:37:28: unangeschränkt?
00:37:29: Richtig!
00:37:30: In unserer Antandlung sind wir vorgesetzte aller Soldaten.
00:37:34: Und mit diesen abschließenden Worten möchte ich nochmals überleiten zu Karriere.bundesheer.at, denn dort findet man auch weiterführende Informationen, Spezialisierungen aber auch und das ist der allerwichtigste die Anmeldung zu den Karriertagen, die jedes Quartal in jedem Bundesland stattfinden.
00:37:52: also wer mehr über die Militärpolizei wissen möchte oder sich auch für eine Karrierei bei der Militäpolizeien interessiert einfach mal reinschauen.
00:37:59: karriere punkt bundesheor.at.
00:38:01: Gäste hier, herzlichen Dank!
00:38:03: Danke für die Einblicke.
00:38:05: Für die Eindrücke auch für den einen oder anderen Gänsehautmoment und die Erinnerung.
00:38:10: Herzlichen Dank und für unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer.
00:38:14: es freut mich und uns auch wieder wenn ihr das nächste Mal wieder
00:38:23: her
00:38:34: hört.
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