#52 - Klartext Landesverteidigung: Rainer Nowak im Kreuzverhör der Medien- & Politikprofis
Shownotes
- Wie steht es um die österreichische Landesverteidigung?
- Würde Presse-Geschäftsführer Rainer Nowak bei einem Angriff Österreich mit der Waffe verteidigen?
- Welche Rolle spielen Experten des Bundesheeres in den Medien?
- Und darf man in Österreich öffentlich die Neutralität hinterfragen?
In dieser Episode drehen wir den Spieß um: Der bekannte Journalist und „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak wechselt die Seiten und muss selbst Rede und Antwort stehen. Auch über sein neuestes Buch „NATO statt Neutralität“. Die Fragen dazu stellen der strategische Kommunikationsberater Daniel Kosak und die stellvertretende Kabinettschefin und Pressesprecherin der Verteidigungsministerin Anna Roth.
Ein Schlagabtausch über den Zustand des Bundesheeres, mediale Berichterstattung und die Zukunft der Landesverteidigung – moderiert von Ute Axmann.
Weiterführende Informationen: Die im Podcast genannten Bücher von Rainer Nowak und von Franz-Stefan Gady findet ihr beim Verleger hier: https://www.styriabooks.at/shop/gesellschaft-geschichte/nato-statt-neutralitaet/ https://www.styriabooks.at/shop/gesellschaft-geschichte/ueberfall/
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Transkript anzeigen
00:00:03: Wenn was passiert, glaube ich hat mittlerweile jeder verstanden.
00:00:05: Die ersten die helfen sind neben Rettung an Polizei natürlich ist es natürlich das Bundesheer des Vorortes und das glaube ich schafft eine unglaubliche Verbindung.
00:00:15: Wir haben dann Sicherheit sehr stark als Selbstverständlichkeit wahrgenommen sowie Europa Und gar nichts mehr.
00:00:20: etwas dass man verteidigen und dass wir kämpfen und dass man ständig argumentieren muss wie wir ohne Oberstreisner auskommen würden.
00:00:31: Der uns quasi erklärt, was da gerade passiert und der uns erklärt vor drei Jahren noch sozusagen das Comeback des Banzers unter Hauptbitze.
00:00:39: Und jetzt sind wir nur noch im Drohnenkrieg.
00:00:46: Selbstverteidigen!
00:00:47: Und in Europa muss ich selbst verteidigen und Österreich muss ich selber verteidigern
00:00:50: können.".
00:01:03: Wir fragen heute nicht, was tut das Bundesheer?
00:01:06: Sondern wir fragen Rainer Nowak – einen der profiliertesten Journalisten des Landes.
00:01:10: Wie berichtet ihr von den Medien eigentlich über Landesverteidigung, Rüstung und Bedrohungen?
00:01:16: Wo schauen Medien weg und wo machen sie Panik und Politik?
00:01:20: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Hergehört!
00:01:24: Mein Name ist Ute Aksmann und ich freue mich, dass ihr wieder mit dabei seid.
00:01:28: Stargast ist heute Rainer Nowak, früherer Chefredakteur jetzt Geschäftsführer der Presse und Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen.
00:01:36: Er isst auch Buchautor – sein neuestes Werk NATO statt Neutralität.
00:01:41: Dazu kommen wir noch!
00:01:42: Vorab einmal herzlich willkommen.
00:01:44: Hallo
00:01:45: Heute drehen wir den Spieß um.
00:01:46: Rainer nowak ist derjenige, der Rede und Antwort stehen muss Und die Fragen stellen.
00:01:51: Daniel Kossack Kommunikationstrategie im Verteidigungsministerium?
00:01:55: Hallo
00:01:55: Und Anna Roth, stellvertretende Kabinettschefin und Pressesprecherin der Verteidigungsministerin.
00:02:01: Herzlich willkommen!
00:02:02: Hallo
00:02:03: Herr Novak Sie interessieren sich sehr für die Landesverteidigung?
00:02:06: Wie war denn Ihre Bundesjahrzeit?
00:02:08: Es fangt einmal sehr peinlich an.
00:02:09: ich muss gleich gestehen Ich war Zivildiener.
00:02:12: Das ist jetzt besonders freundlich dass man im Zivil-Diener überhaupt Zeit und die Möglichkeit in so einem Podcast zu sprechen gibt Das könnte ich zunisch sagen.
00:02:21: es gab sogar mal einen Verteilungsminister der Zivil Diener.
00:02:23: Aber wir wissen natürlich auch alle, dass das vielleicht nicht der erfolgreichste aller Verteidigungsminister war, obwohl ich ihn persönlich sehr schätze.
00:02:35: Aus heutiger Sicht war es eine richtige Einschätzung für mein Leben und dabei die falsche Einschaltung war, dass ich mich ein bisschen verkörperlicher... Sport, die ich ja Tätigkeit gefürchtet habe und glaubt, ob das kann ich nicht.
00:02:49: Und da bin ich nicht hart, schnell, zäh genug.
00:02:54: Es war eine Fehlentschätzung weil ich hab dann in meinem Leben erst mit Ende vierzig zum konzentrieren und strukturell trainieren begonnen was viel zu spät war und dass heute aus meinem Leben gar nicht mehr wegzudenken ist.
00:03:05: und wäre vielleicht zum Bundesjahr gegangen hätte ich damit schon viel früher begonnen, was für meine Gesundheit sicher Ein Vorteil gewesen wäre.
00:03:12: Eine richtige strategische Entscheidung war, dass ich jetzt noch ein bisschen weltverschwörungstheoretischer die Geschichte meines Zivildienstes, weil ich Nachbar auf der Wibblinger Straße Tuchlauben war vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes mich sehr früh nämlich als Schüler dort beworben habe um einen künftigen Zivildiener Platz und den auch bekommen hab.
00:03:33: Damals war schon als freier Mitarbeiter der Presse tätig.
00:03:36: Ich weiß bis heute nicht, ob das der Ausschlaggebende Grund war oder mein Wohnort oder meine Hardneckigkeit aber ich habe dann dort den Zivilist gemacht und es war sehr hilfreich weil direkt nach dem Zivilismus hat mir der damalige Schiffreduktor Andreas Unterberger die Zuständigkeit, die Kompetenzen gegeben.
00:03:53: Das Thema Zwangsarbeiter, NS-Zwangsarbeit, das Glauben war weiter Restitution von geraubten jüdischen Vermögen mit damals Menschen wie Maria Schaumeier und Zuckerripper – wir reden hier von der Regierung Schüssel – diese Restaurationsverhandlungen zu covern.
00:04:08: Und das waren natürlich für mich als junger Journalist geradezu großartiger!
00:04:13: War das noch eine Phase beim Zivildienst?
00:04:15: Ich kenne die Zeitabläufe nicht ganz genau, um es in der Gewissensprüfung noch machen müssen?
00:04:20: oder war das schon zum Freyaussuch?
00:04:21: Das war schon vorbei.
00:04:24: Hab von dem aber viel gehört und ist auch nachdenklich noch absurd gefunden.
00:04:29: Ich habe bei meinem Zivildienst des Abkünftes von der Grundausbildung, die okay ist wenn man da einfach erste Hilfe und so Dinge lernt, großartige Sachen machen dürfen nämlich den Archivbetrieb mit Betreuung.
00:04:39: Das heißt, man hebt Akten aus, hilft Studenten, Studierenden und Wissenschaftlern dabei und kriegt dann ein Gefühl für sozusagen das alte Handwerk eines Archivas-Geschichtes, ob das auch dann studiert leider nicht fertig?
00:04:52: Und es war großartig.
00:04:54: eine besondere Absurdietigkeit gab es auch beim Zivildienst.
00:04:57: Es war nach den Briefbombenanschlägen in Österreich und es wurde jeden Tag ein Zivildiener damit beauftragt die Post des Dokumentationsrifts des österreichischen Widerstandes in einen Rucksack zu geben und am Rücken ins Innenministerium zu tragen, dort auf Briefbomben zu durchleuchten.
00:05:13: Und mit dem Rucksack dann wieder zurückzugehen.
00:05:16: Diese absurde Tätigkeit wurde aber von den Zivildienern sehr, wie sagt man da großzügig ausgelegt?
00:05:22: Man ist um acht Uhr aufgebrochen mit der Post und die Armen dürfen nicht zivilen Mitarbeiter, auch die Geschäftsführer und Wissenschaftliche Leiter an die Post erst komischerweise um zwölf bekommen weil er Weg von der Wipplingerstrasse in die Herngasse ungefähr drei Stunden gedauert hat.
00:05:37: Ungeachteter Frage Ihrer persönlichen Entscheidung, braucht Österreich überhaupt ein Bundesheer?
00:05:44: Auf jeden Fall.
00:05:45: Wir sind... Also jedes Land braucht ein Bundes-Heer.
00:05:48: Jedes Land muss sich selbst verteidigen können.
00:05:50: Das zeigt einmal mehr der Überfall von Vladimir Putin auf die Ukraine.
00:05:55: aber auch wenn das nicht passiert wäre, dann ist es nicht unabhängig.
00:06:00: Unabhängigkeit kommt von kann sich selbst verdeidigen.
00:06:04: jetzt wird ein kleines Land deine Großmacht nicht standhalten können oder militärisch wäre das ja Russland.
00:06:10: Aber zumindest sich in den Anfangsdagen verteidigen zu können und Verteilungswillen zu zeigen ist, glaube ich entscheidend war übrigens auch im Ungang mit Österreicher von großer Bedeutung als Österreich dass ein Achtunddreißig nicht militärisch zur Selbstverteidigung geschritten ist und Adolf Hitler am Jugendbegrüßt hat, war es unmöglich für irgendjemanden durch zu argumentieren, wer seinen Opfer gewesen.
00:06:35: Aus heutiger Sicht – ich weiß sie waren Zivildinner, Sie sagen selber wir brauchen einen Punkt sehr!
00:06:40: Wenn's hart auf hart kommt.
00:06:41: würden Sie eine Waffe in die Hand nehmen und das Land verteilen?
00:06:44: Ja ja ich weiß nicht ob ich ein guter Landesverteider wäre wenn ich die Waffe an die Hand nehme aber ich bin zumindest Jäger Theoretisch groß Petinen, weil ich bin ja schon bald so alt.
00:06:55: Aber tendenziell war ich auch immer so wie ich immer für einen NATO-Beitritt war und das auch schon seit Beginn in meiner aktiven Zeitungsschreib, journalistischen Zeit getan habe, war ich aber immer für den Berufsheer.
00:07:08: Damals der große Move als die Sozialdemokraten plötzlich für ein Beruf her waren, tendenziellen und ÖVP Der Verteidiger der Wehrdienst war für uns in der Presse sehr unangenehm, weil wir plötzlich uns in einer Sonderbankkoalition mit der Sozialdemokratie und der Kronenseitung gefunden haben.
00:07:30: Aber auf dieser Seite stand die Zeitung eigentlich immer.
00:07:33: Herr Novak was würden Sie Ihren Kindern raten?
00:07:36: Nein ich habe Töchter zwei fast oder Erwachsene und eine kleine.
00:07:43: Jetzt könnte ich ganz, ganz ehrlich sein und sagen, wie der allerweise eine Doppelstaatsbürgerschaft mit einem Land wie Neuseeland oder Kanada.
00:07:50: Aber das ist hier die jüngste Angestein, wo es auch nicht eine hundertprozentige Sicherheitsgarantie, aber ich glaube gute Ausbildung und hoffen dass nichts passiert und bei einem Sohn selber entscheiden ob sie will ninst oder Bundesheer, aber wahrscheinlich ist Bundesheher.
00:08:12: Also ich komme aus einer Generation, ich bin ja quasi Generation Kreiske.
00:08:15: Ich bin Baujahr twohneinzehn-siebzig und ich habe in der Schule wirklich geglaubt oder gelernt dass nie was passieren kann.
00:08:22: Das wäre dieses völlig falsche Bild im kalten Krieg.
00:08:25: die Insel des Seligen die nie etwas zu befürchten hat da Brenner der quasi so wertvoll ist für die Alliierten das sind Notfalls auch Tirol Da komme ich ursprünglich her Tiroll beschützen also besetzen würden wenn die Russen kommen.
00:08:38: Ich hab das als Kind echt ernsthaft geglaubт.
00:08:40: deswegen war sich natürlich die eigentliche Notwend Deines Bundesheers habe ich so nie ganz vor Augen gehabt, wie sie jetzt halt sehe.
00:08:49: Ja das Bundesheer hat ja aufgrund gewisser sicherheitspolitischen Entwicklungen in den letzten Jahren auch starke Vertrauenswerte.
00:08:58: Warum ist das Bundesseer so populär Ihrer Meinung nach?
00:09:02: Also erstens einmal kommt ein großer Teil davon schon noch auf die Katastrophenhilfe Wenn Hochwasser ist, wenn was passiert, glaube ich hat mittlerweile jeder verstanden die ersten die helfen sind.
00:09:13: Neben Rettung an Polizei natürlich ist es das Bundesheer dass vor Ort ist und das schafft eine unglaubliche Verbindung.
00:09:21: Ich glaube mich diese Verbindung gerade im nicht städtischen Raum Im Notfall etwas ist, was vor die Politik auch sehr viel lernen könnte oder wir Medien.
00:09:30: Diese lokale superregionale Verankerung ist glaube ich wenn es um Vertrauensfragen geht für Institutionen enorm wichtig.
00:09:38: aber dazu kommt natürlich sicher auch das Sicherheits- oder das Unsicherheitsgefühl das Neue dass sich nachdem wir in den neunzig Jahren geglaubt haben wird nie wieder einen Krieg geben und Fukuyama gefolgt sind und gesagt haben, es ist das Ende der Geschichte.
00:09:50: Und alles wird gut!
00:09:51: Und wir sind die glückliche Generationen.
00:09:53: Wir sind dann halt aufgewacht vorher schon mit dem Elften September aber dann spätestens mit dem Überfall auf die Ukraine und einem territorialen Krieg dazu bis zu Beginn der Erfolge mit Panzern geführt worden ist im wahrsten Sinne des Wortes ins andere Jahrhundert zurückgebompt wurden.
00:10:09: Jetzt sind Sie ein langjähriger Beobachter auch der Verteidigungspolitik und des Bundesheeres?
00:10:15: Das war ja nicht immer so, was die Kollegin angesprochen hat.
00:10:17: Da hat sich vieles geändert auch in der öffentlichen Wahrnehmung des Bundesheers.
00:10:21: Was müsste sich noch ändern?
00:10:23: Finden Sie beim Bundesheer?
00:10:25: Ich glaube ich muss aber ganz viel nachholen an Investitionen und Professionalisierung.
00:10:30: An ganz vielen Seiten das Bundeshear wurde über Jahrzehnte kaputtgespart.
00:10:35: Das muss man einfach so sagen wie es ist.
00:10:37: Und schlecht behandelt in diesem Land.
00:10:38: die Verteidigungsausgaben gerade für ein neutrales Land oder für Angeblich dortrales Land sind gleicherlich gering gewesen und wir haben die Friedensdividende, die ja jede nicht nur Österreichs noch an europäische Länder hatten.
00:10:53: Diese Friedens-Dividende haben wir wahrscheinlich in einem Ausmuskabli kein anderes Land und haben das fröhlich ins sozialen Netz gesteckt was auch ein... ein Sicherheitsnetz für dieses Land ist, aber haben die echte Sicherheit da einfach strefflich vernachlässigt.
00:11:09: Wir sind in Richtung Pazifismus unterwegs gewesen und ehrlicherweise, ich meine das auch gar nicht zynisch, ich werfe das auch niemandem vor, es wäre ja super wenn wir kein Bundesherbrauchen müssten.
00:11:20: Es wäre ja wenn wir dann eine friedvolle Welt leben würden, in der es keine Aggressoren gibt – großartig!
00:11:25: Aber ist halt nichts so.
00:11:27: Sie waren der letzte Preisträger des Staatspreises für publizistische Leistungen im Interesse der geistigen Landesverteidigung.
00:11:33: Ist das ein Konzept, dass Journalisten ihren Lesern überhaupt noch erklären können?
00:11:38: Den Preis oder die... Das
00:11:40: Konzept der Geistige Landesverteilung?
00:11:42: Wahrscheinlich
00:11:42: nicht aber wahrscheinlich passiert es jetzt wieder ohne dass man es bemerkt.
00:11:46: Man wird's wahrscheinlich so nicht beneinen und es klingt ja furchtbar altmodisch.
00:11:50: Mir hat denn noch Elisabeth Gerra umgehängt diesen Preis?
00:11:55: Ich glaube, ich habe sogar ein Bargeld bekommen vom Ministerial am Ratbeamten-Sektionsschiff.
00:12:01: Keine Ahnung, ich glaube es waren viertausend Schillingen.
00:12:03: However – ich glaube das geistige Landesverteidigung ist wichtig und entscheidend ist dass man quasi versteht, dass wir diese Resilienz als Land das Gesellschaft brauchen und benötigen.
00:12:14: Und dazu gehören auch sehr hohe Investitionen in das Heer.
00:12:17: Dazu gehört einen Entweder her mit Werbschlichtigen oder aber mit Berufssoldaten, das für den Ernstfall einfach da ist.
00:12:24: gehört zu einem neutralen, aber überhaupt zu jedem Land dazu als zum Neutralen ganz besonders.
00:12:28: Kurz zu Ihrem Staatspreis.
00:12:30: wissen Sie noch wann das war?
00:12:32: Wann Sie den bekommen haben und warum sie diesen bekommen haben?
00:12:35: Schon wegen meiner Berichterstattung weil ich war in der Presse nach Dietmar Neubert bin ich zuständig gewesen für das Bundesheer.
00:12:42: Sie müssen sich so vorstellen dass quasi es gibt Fachgebiete oder früher hat man stark gegeben da waren sogar Parteien zugeteilt, also man war dann der FPÖ-Redakteur oder der SPÖ Redaktor was wahrscheinlich heute nicht ganz so ist und hat natürlich danach geschaut dass man in diese Partei sehr gute Kontakte hat.
00:12:59: Ich habe das über die Wendezeit von Jörg Heider für die freiheitliche Partei machen dürfen müssen sollen damals unter Analyse Aurora und ich war aber eben auch für das Thema Verteidigungspolitik zuständig und es hat doch damals nicht nur gefühlt sondern sicher auch messbar mehr Inhalt gehabt in der Zeitung.
00:13:19: Also ein Wehrsprecher hat damals auch einmal schon mal einen Interview bekommen?
00:13:24: oder ist in einer Zeitung in einem Artikel vorgekommen, was ja heuer nur noch im Bedarfsfallpauschicht passiert, wenn gerade wieder irgendwie ein Eurofighter-Urschuss ist.
00:13:32: Das war damals glaube ich anders eingeteilt und anderestructuriert und deswegen habe ich den bekommen.
00:13:38: Und wie sind Sie noch?
00:13:39: Im welchem Jahr?
00:13:41: Elisabeth Guerra müsste ich dann nachschauen.
00:13:44: Wir können Ihnen sagen es war im Jahr.
00:13:45: Das
00:13:46: ist auch schon eine Zeit her, tatsächlich.
00:13:49: Ja und
00:13:51: wenn man zurückblickt – Sie haben es jetzt eh schon erwähnt warum geistige Landesverteidigung wichtig ist aufgrund Resilienz, Investitionen in das Herr?
00:13:58: Was hat sich in der geistigen Landesverteilung seitdem verändert?
00:14:02: Ich glaube sie ist sozusagen ein bisschen weggekommen.
00:14:06: von dem Österreich alleine durch die Selbstverständlichkeit eines europäisches Unionsmitglieds zu sein ist es quasi übergegangen in ein totales Selbstverständnis.
00:14:19: Kein Mensch mehr findet das besonders toll, wenn man über den Brenner ohne Basskontrolle fährt.
00:14:26: Keinen Mensch findet das sehr toll, dass man an einer Europäischen Union Universität studiert.
00:14:32: Das sind einfach Selbstständigkeiten die es gibt und die jeder Mensch sogar ausgegeben hinnimmt.
00:14:39: sehr decadent, so wie viele Menschen nichts mehr dabei finden wenn sie pro Jahr nicht früher einmal auf Urlaub fahren sondern dreimal in den Urlaub fliegen.
00:14:47: und so ist ein bisschen mit der Sicherheit.
00:14:49: Wir nehmen Sicherheit wir haben dann Sicherheit sehr stark als Selbstverständlichkeit wahrgenommen sowie Europa und gar nichts mehr.
00:14:57: etwas das man verteidigen um dass man kämpfen und dass man ständig argumentieren muss.
00:15:01: jetzt durch Russland Ukraine glaube ich Ist es wirklich besser geworden oder schlimmer geworden?
00:15:08: Das kann man jetzt so da so sehen, wo man auf der Seite steht.
00:15:12: Nicht Pazifist, schon Pazipist.
00:15:14: Prinzipiell glaube ich versteht jedes Kind jeder Mensch die Notwendigkeit einer Selbst- und Landesverteidigung.
00:15:20: Als erfahrener Journalist welche Rolle finden Sie haben Medien in der geistigen Landesverteilung?
00:15:27: was können sie und sollten diese leisten in diesem Bereich?
00:15:31: Raum und Platz für eine kritische Auseinandersetzung.
00:15:36: Die wichtigsten Entscheidungen, die Journalisten in einem Printprodukt ganz besonders, weil der begrenzter Platz zur Verfügung stellt, deswegen eigentlich Journalisten, in der Printproduktion theoretisch viel schärfer nachdenken lässt und viel härter urteilen lässt.
00:15:53: In der digitalen Welt ist jetzt die Länge eines Artikels oder die Gewichtung des Artikeles ja klar, was oben ganz oben steht und für das, was man weiter runter skoallen muss.
00:16:02: Das ist der Unterschied.
00:16:03: aber bei der alten Tagessetzung war es so – oder ist es noch so?
00:16:07: Was ist ein Seitenaufmacher?
00:16:08: Was is keiner?
00:16:09: Da kriegt man ja mit, was die Redaktionen, die Journalisten glauben, was wichtig ist und was nicht wichtiges.
00:16:15: Und ich glaube diesen Themen einfach Platz einzuräumen, digital bebringt.
00:16:19: Ich glaub darum geht's!
00:16:21: Vielleicht kommen wir später noch im Detail dazu zum Thema der Bedrohungen, aber nur weil es gerade hierher passt.
00:16:28: Wie erleben Sie Desinformationen?
00:16:31: Es gibt Hybrid-Bedrohung und Desinformation ist ein Mittel der Hybrid bedrohen.
00:16:37: Wie erlebt man das bei einem österreichischen Medium und wie geht man damit um?
00:16:43: Ja, wobei man muss sagen also es ist halt so viel mehr geworden und so professionell oder so radikal so aggressiv geworden.
00:16:49: Aber auch noch für sich ist ja Desinformation gibt's ja schon im dreißigjährigen Krieg in gedruckter Form.
00:16:59: was ich glaube ich sich verändert hat ist oder zweitigens es ist stärker geworden Es ist härter geworden es ist politischer geworden bin überzeugt davon dass das bestimmte russische Bordfarmen,
00:17:10: etc.,
00:17:11: dass die sehr wohl eingreifen in Wahlkämpfe.
00:17:15: In Politik, in Innenpolitik, in Entscheidungssachen mit Postings und mit Klicks usw.
00:17:22: Und ich persönlich befinde aber die gefährlichsten Fake News sind die, die wahrklingen.
00:17:30: Was meine ich damit?
00:17:32: Zwei kleine Beispiele könnte ich jetzt bringen.
00:17:33: Ein Beispiel ist mir selbst passiert.
00:17:37: Ich war bei einer Veranstaltung mit Andre Heller Vor ein paar Jahren und André Heller hat repliziert erstens auf sein Leben, und zweitens auch die Flüchtlingskrise.
00:17:46: Zwei Fünfzehn.
00:17:47: Und meint es hingemäß dass er sicher ist das das nicht aufführen wird und dass das nicht zu stoppen ist und dass auch in anderen Ländern Menschen sich ja auf die Wirtschaftsflucht begeben werden und emigrieren wollen und nach Europa kommen werden.
00:18:01: Und dass das denenziell eher Hunderttausende werden und dass sich Europa darauf vorbereiten muss vor Ort in diesen Ländern helfen und Dinge zu tun, damit die Menschen dort bleiben.
00:18:13: Sehr verkürzt und sehr oberflächlich dargestellt als er das besser ausgeführt hat.
00:18:18: Er hatte aber auch ganz viel über sein Leben gesprochen und da war eine junge Frau und diese junge Frau war offenbar sehr beeindruckt von ihm, der dann geweint.
00:18:26: Am Ende der Veranstaltung hat sie getröstet Und eine rechte Seite hat daraus gemacht, eine Geschichte.
00:18:33: Sogar der linke Andre Heller bei einem Vortrag in Wien vor reichen Unternehmen so drastisch von der Flüchtlingsflut gewarnt hätte dass dort die Frauen in Tränen ausgebrochen sind.
00:18:47: und das unglaublich an dieser Geschichte ist.
00:18:49: der Interview dieses Abends war der präsentische Frau Doktor der Presse Rainer Novak und er hatte keine Zeile darüber in der Presse berichtet.
00:18:58: Und das sozusagen richtig zu stellen ist schon so kompliziert, weil ja Teile davon stimmen und nur neu zusammengefügt sind.
00:19:05: Also die perfekten Fake News sind die, die man aus realen Dingen zusammenschneidet, zusammenschußt hat.
00:19:14: Die berühmte Hillary Clinton, dass es irgendwie Pädophilie, Pizzeria, Kayla gibt, haben wir gedacht wie geht das durch?
00:19:21: Wie kann man sowas überhaupt verbreiten?
00:19:23: was so absurdes?
00:19:24: aber offenbar geht auch das.
00:19:26: Aber ist das etwas, mit dem sich Medien intern beschäftigen?
00:19:30: Wo man Redakteure schult oder ist es gelegentlich ein Thema in Redaktionssitzungen wie man Desinformation überhaupt als Desinformation erkennt.
00:19:40: Also der Punkt ist ja so wie Sie richtig sagen vieles ging dir wahr und es könnte auch wahr sein aber sie ist eben nicht wahr.
00:19:50: Welche Instrumente haben Medienhäuser oder Redaktionen um mit dieser Einordnung oder mit dieser Frage umzugehen, wenn Sie sagen Recherche und Check-Doublecheck.
00:20:04: Aber ist das etwas was mehr Raum einnimmt in den letzten Jahren auch in den internen Prozessen von Medienhäusern?
00:20:10: Einerseits ist es schwierig geworden weil natürlich durch die Digitalisierung alles schneller geworden ist.
00:20:14: auf der anderen Seite.
00:20:16: Durch die Thematisierung und dass die Zunahme von Fake News glaube ich gibt's schon ganz viele Dinge wo Zeitungsredaktionen sehr wohl erst recht nachgefragt wird.
00:20:27: Stimmt das überhaupt?
00:20:28: Also diese Frage, glaube ich, stellt nur sich... ...'swarzig, sechsundzwanzig häufiger als man sie... ...nünzehn und neunzehntigstellt hätte.
00:20:38: Also bin ich mir ziemlich sicher!
00:20:40: Ich finde ja eine der Hochblüte-Zeiten von Fake News, Verschwörungen und auch echten Journalismus war ja Covid weil das war ja das erste Mal Zumindest als jetzt abgesehen von der neuen Petronung des Terrores, aber dass das Terror geben kann vielleicht noch nicht in dem elften September zwei aus Maas.
00:21:01: Aber dennoch war ja allen klar.
00:21:03: Covid war völlig neu für unsere Welt und damit auch für die Medienhäuser und den Journalismus weil quasi dieses Zuggeben weiß es nicht nur dieses Herantasten an das was vermutlich... die Wahrheit ist oder was wissenschaftlich belegbar ist, war ja wahnsinnig schwierig.
00:21:18: Und da ist ja jeden Tag eine neue Geschichte gekommen.
00:21:21: Wir sind ja nur Wahnsinnige Weltmeister im Verträngen und wir verträngen auch so eine Phase total.
00:21:25: Aber jetzt drehen wir uns einmal um in den neunzigern Jahren in einer Redaktion gesagt okay, in dem und dem Jahr wird es einen Lockdown geben.
00:21:33: Das wäre vom Zombiefilm völlig undenkbar!
00:21:37: Und das sind so viele Dinge passiert, er richtige wie falsche politisch aber eben auch Einschätzung von Journalisten.
00:21:44: Das war für mich eine der Interesse im Nachhinein, die spannendsten Zeiten für die Journalisten überhaupt.
00:21:50: Es hat sich auch da herausgestellt wer hat überhaupt Wissenschaftsjournalisten in eigenen Reihen?
00:21:54: Wer hat Leute das erklären können?
00:21:56: Wer hatte Zugänge zu guten Wissenschaftlern?
00:21:59: Also es war ja extrem, extrem schwierig.
00:22:01: Hat übrigens beinahme noch etwas mit dem Thema so wie ich das will... mit Resilienz geistiger Landesverteidigung zu tun, die man in so einer Phase umgeht.
00:22:09: Die Leute nicht zu verunsichern.
00:22:10: Es war aber auch der einzige Moment in meinem journalistisch-polizistischen Leben wo glaube ich ein paar Stunden lang ohne Absprache Redaktionen entschieden haben zu bremsen.
00:22:25: also wie an diesem Tag vor den von der Lockdown Entscheidung glaubst du an Donnerstag oder Freitag gab es Meldungen dass sich Menschen also quasi vor Supermärkten und Parkplätze prügeln.
00:22:42: Und dann erst kam nächste Woche, das war schon wieder der Spaß mit dem Klopapier.
00:22:45: aber in der Phase an dem einen Nachmittag glaube ich haben relativ viele Redaktion, wenn wir jetzt die Headline bringen, prügelst Szenen von Supermörkten Dann kannst du etwas mitschul sein was hier keiner will nämlich Chaos.
00:23:03: Komischerweise ist einer der einzige Mal, wo ich so entdeckt habe, dass die Lachs sagen bringen wir das, bringen wir es nicht.
00:23:08: Weil oft bringst du ja Geschichten oder Themen nicht zum Blatt passen weil man das halt nicht macht, warum das nicht tut?
00:23:15: Also gerade wenn es um Persönlichkeitsrechte geht, wenn's um Namen nennen bei kriminellen Opfern geht.
00:23:22: also da gibt sich relativ viel Regelwerk was wir tun und was wir nicht tun.
00:23:27: Und natürlich gelten da andere für Zeitungen, die es gratis gibt als als für Zeitungen die stolz Qualitätsförderung bekommen und sich den Presserad unterwerfen.
00:23:40: In der Phase hatte ich den Eindruck, es gibt plötzlich quasi sind die bisherigen Regeln nicht mehr ausreichend.
00:23:48: wie geben wir jetzt mit so einem Thema um?
00:23:50: Wie kann eine liberale Zeitung sagen, wir akzeptieren ein Lockdown und splassen uns zu Hause einsperren?
00:23:56: Aber es geht ja auch um den Druck nach journalistischer Reichweite und nach Quoten und nach Klicks.
00:24:01: Wie fließt das in die Entscheidung rein, ob man die Geschichte jetzt nimmt oder nicht?
00:24:07: Das gibt es auch.
00:24:08: Aber da würde ich eher sagen, ist ja der Gott sei Dank schon ein Schritt weiter.
00:24:13: Die reines Clickbait-Ding machen vielleicht immer noch ein paar Medien, aber der Vorteil ist... wird auch noch Dutika jetzt beschleunigt werden, dadurch dass es den digitalen Werbemarkt in dieser Größe dann so nicht mehr geben wird.
00:24:24: Wird doch das Thema Reichweite nämlich die Reichweiten nicht vom Abos sondern die Reich weite von Gratisklicks wird nicht mal so relevant sein, sondern jetzt kommt es auf die Gratice ja oft nicht die Entschuldigung bezahlten Abos an und da gibt's natürlich ein ganz anderes Match.
00:24:39: ich glaube eher wir bewegen uns quasi Gott sei Dank eine richtige Richtung.
00:24:44: Wir brauchen digitale Arbeitsumzuer überleben und zwar fast alle von uns.
00:24:48: Und das ist der große Vorteil, dass wir deswegen eigentlich die Themen bearbeiten müssen – die Menschen, die bereit sind dafür zu zahlen auch sich dafür interessieren.
00:24:57: Das wird automatisch dazu führen.
00:25:02: Also vielleicht wird dann die Preise zum Beispiel noch stärker beim Thema Bundes- und Militär-Defenseinsteigen, weil wir einfach merken okay das ist für unseren ein Lesermarkt.
00:25:12: Das interessiert viele.
00:25:13: Dann merken wir dass wir bei einem abschliessen und dann werden andere Themen nicht mehr so breit besetzen.
00:25:18: Ich glaube, das ist gut für die Zeitungen weil die Spezialisierung viel stärker werden wird.
00:25:22: Jetzt ist ja noch oft so sie schlagen für Zeitungen auf und es sind die Themen ähnlich.
00:25:26: jetzt wird man an diversen SPÖ-Personalspekulation nicht ganz herumkommen.
00:25:30: Es werden alle weiterhin machen aber es wird mehr Platz für die Nische geben müssen.
00:25:35: Sie haben mir jetzt Gott sei Dank den Übergang ein bisschen erleichtert.
00:25:41: von Corona weg zu einer Frage Einrichtungen wie das Bundesheer oder Organisationen, die Medien natürlich kommunizierende Gefäße.
00:25:51: Der eine will dass er in der Zeitung vorkommt oder online vorkommen oder wie auch immer und der andere will jetzt auf Deutsch gesagt eine gute oder eine interessante oder eine lesenswerte Geschichte.
00:26:04: hat sich das auch verändert?
00:26:06: also Kommunikation professionalisiert sich natürlich über die Jahre.
00:26:11: Wie hat sich der Austausch oder die Zusammenarbeit mit Bundesheer aus journalistischer Sicht verändert und gibt irgendwas, wo man noch besser werden können in ihrer Wahrnehmung.
00:26:24: Man kann immer besser werden als jeder, also Medien wie Öffentlichkeitsarbeiter.
00:26:30: aber ich denke der große Unterschied zu früher ist... Das hat auch ein bisschen zu tun mit unserer wirklichen fragil infragmentierten Zeit.
00:26:40: Hat damit zu tun, weil wir jetzt sagen jetzt einmal nur ganz Deutschland hatte den Doktor Drosten den Virologgen und in Österreich kann ich mir derzeit kaum vorstellen wie wir ohne Oberst-Reisner auskommen würden, der uns quasi erklärt was da gerade passiert und der unser Erklärtvertreier nach sozusagen das Comeback des Panzers unter Hauptbitze.
00:27:00: und jetzt sind wir nur noch im Drohnenkrieg.
00:27:03: Das wollen wir ja... Lieber noch als von einem Journalisten hören wir das von einem Experten.
00:27:08: Und das, glaube ich, hat sich total verändert.
00:27:10: Das Bundesseer muss wahrscheinlich quasi in Zukunft einen Spezialisten haben mit den eigenen Reihen der quasi wie beim CAE sicher ein bisschen besser in Afrika auskennen, der sich vielleicht ein bisschen bei der Taiwan-Frage schon damit beschäftigt hat und uns die Expertise geben.
00:27:26: Ich glaube natürlich kann man alles immer KI, JGBT und Klod fragen.
00:27:32: aber echter Mensch zum Anfassen Uniform, der sich hinstellt und sagt ja ich war vier Jahre alt.
00:27:39: Wie heißt das?
00:27:39: Atashe in Becking und ich weiß wie die Stimmung dort ist.
00:27:43: oder wenn wir jetzt wahrscheinlich jemandem aus ihren Reihen fragen würden, der in Polen oder Baltikum unterwegs ist.
00:27:50: Der würde uns heute könnte hier und jetzt da sitzen und würde ein Bild zeichnen dass den Österreichern relativ fremd ist nämlich dass es dort eine viel größere Sorge gibt bis zu einer echten Angst angegriffen zu werden.
00:28:04: Und ich glaube, das ist die Aufgabe des Bundesheeres auch.
00:28:06: Jetzt abgesehen von Begleitung, von Rüstungsprozessen und Kaufkaufentscheidungen
00:28:14: etc.,
00:28:15: auch darüber zu diskutieren und zu informieren.
00:28:18: Ich glaube, da ist eine riesige Chance für es her und für die Zeitungen.
00:28:21: Also nämlich mit einem österreichischen Sierheitsbrille – weil der Einschätzung wahrscheinlich über Polen kriege ich in dem polnischen Medium eh besser als bei uns oder vielleicht die FDP wird über die Börse in Frankfurt besser berichten, aber quasi die österreichischen Brillen anzulegen wenn die Spezialisten da sind ist glaube ich
00:28:42: gut.
00:28:43: Herr Nowak fühlen Sie sich sicher in Österreich?
00:28:46: Ja!
00:28:46: Herr Nowack wann und warum haben sie sich zuletzt unsicher gefühlt?
00:28:51: Ich war lecker, weil ich mich das letzte Mal unsicher gefühlt habe.
00:28:55: Ich fühle mich ein bisschen unsicher, wenn ich quasi das eigene Medium oder andere konsumiere.
00:29:00: und was ich gerade erzählt hab... Wenn man mit Leuten spricht die Filme in Polen zu tun haben und die im Baltikum unterwegs sind, also wenn man mit Peter Brossek von der ersten Bank spricht, die da gerade eine große Übernahme gemacht hat in Poln, dann klingt das Leben schon etwas anders.
00:29:17: Wie Österreicher tendieren da schon?
00:29:20: Ich sage immer, Wolkenkuckuxheim zu bauen und uns da fest reinzu suggerieren, dass das eh überall so ist.
00:29:26: Und dass die Realität abbildet.
00:29:28: Allerdings halte ich auch überhaupt nichts davon, ständig in einem Panikmodus zu sein oder zu verfallen.
00:29:34: Aber persönlich habe ich mich jetzt schon sehr lange nicht gefühlt.
00:29:39: Also ich gehe auch froh und gut des Nächten durch den Startpark wo ich wohne.
00:29:44: Also nicht im Startparksunternehmen!
00:29:46: Was meinen Sie, was genau bedroht uns eigentlich?
00:29:49: Wo sehen sie die größten Bedrohungen insbesondere für Österreich.
00:29:53: Ja ich sehe zwei ganz unterschiedliche Bedrohhungen.
00:29:58: Das eine ist quasi militärische Bedrohrung durch Russland und möglich sich ähnlich entwickelnden autokratischen Regimen.
00:30:12: autokratisch regierende Statsch ist dann irgendwann einmal Merken-Hobbler.
00:30:17: Mit seinem Militärschlag kann ich irgendwie auch von anderen Dingen ablenken oder kann der Nationalstaub, was auch immer damit machen und tun.
00:30:25: Das ist glaube ich die eine Gefahr.
00:30:27: Und die andere Gefahr ist, glaube ich, eine, die auch ins Land getragen werden kann.
00:30:33: das ist einfach ein... Ein islamistischer Terrorismus.
00:30:36: Das kann auch einmal ein rechtsradikaler, nicht-radikaller sein aber ich würde den islamisten vorher als größere Bedrohung sehen und ich glaube dass der nicht verschwinden wird und nicht nur durch die Radikalisierung Problem bleibt sondern weil wir einfach sehr viele Krisen herrde vor der Tür haben.
00:30:57: das geht in so gut derzeit gut der kuratiert bewachtenden Krisenherden wie Bosnien zu ganz Schrecklichen, wie wahrscheinlich der Sudan.
00:31:10: Das kann sehr schnell in irgendeiner Weise in Europa landen.
00:31:15: Sei es durch flüchtende Menschen, sei es durch die Menschen, die dort mit Terror reagieren.
00:31:22: Wo sind Sie der Meinung, was müssten wir eigentlich verteidigen?
00:31:27: Ist es unser Territorium Teil davon unserer Gesellschaft unsere Lebensweise unserer Demokratie?
00:31:33: Na alles das.
00:31:33: Also bei Lebensweise bin ich mir ein bisschen vorsichtig weil das ist schon lebensweise.
00:31:37: also ich werde jetzt nicht die Waffe für den Schweinsbraten ziehen aber aber wie würde sagen wenn's gewisse gewisse, gewisse Religionsausübung würde das bedroht werden?
00:31:50: Kann man gehen?
00:31:51: Also die Christenverfolgung, die bestimmten afrikanischen Ländern passiert ist jetzt kein Grund dafür.
00:31:58: Das Bundesheer geht auch wahrscheinlich nicht, das Spiel hat Neutralität.
00:32:02: Das Bund ist ja dort hinschicken um andere Christen zu verteidigen.
00:32:05: aber also die Themen sollten wir zumindest denken glaube ich.
00:32:09: Jetzt gibt es ein sehr eindrückliches Buch.
00:32:11: Ich vermute Sie haben es gelesen oder zumindest überfroren von Franz-Stefan Gardi dass ein sehr konkretes Szenario schildert, angelehnt und das was Sie vor allem beschrieben haben als eine der wahrscheinlichsten Bedrohungen.
00:32:25: Da geht es darum, dass Russland ein neutrales Land wie Österreich, es geht auch konkret um Österreich insofern angreifen könnte, dass es infrastrukturell wichtige Punkte Verkehrsadern Energieadern usw.
00:32:40: angreift.
00:32:42: Und zwar nicht hybrid und ein bisschen sondern wirklich massiv mit dem Ziel der Zerstörung und mit dem ziel Europa auseinanderzuschneiden.
00:32:54: Ist das aus Ihrer Sicht etwas realistisches?
00:32:56: oder wenn Sie an Bedrungen auch von russischer Seite denken, denken Sie an hybride Angriffe wie wir sie jetzt in verschiedenen europäischen Staaten im Polen, in Deutschland, den Nordischen Staaten gesehen haben?
00:33:09: Also ich war nicht davor dass es total unrealistisches Szenario quasi abzutun.
00:33:15: Ich würde es jetzt nicht als Serie, also mit einer Wahrscheinlichkeit von über fünfzehn Prozent sehen und Gottes willen.
00:33:22: Aber es könnte passieren!
00:33:24: Und man muss einfach darauf gewappnet sein.
00:33:26: Wir sind ja auf ganz viele Dinge gewappnete.
00:33:27: Hoffentlich nicht passieren.
00:33:29: Stichwort Blackout, Stichwirt-Pandemie.
00:33:33: Viele Dinge die er quasi nur in... Also ich kann mich erinnern.
00:33:38: Ich glaube wie Daniel Kossack auch habe Wie heißt der strategischen Führungslärgern mit der Militärakademie gemacht?
00:33:45: Siebten, glaube ich.
00:33:47: Und damals war quasi Vergiftung von Trinkwasser, Terror, Pandemie, Blackout – das waren alles gefahren über die dort referiert wurden.
00:33:56: Das waren Jahre vor der Pandemie!
00:33:59: hoffentlich auch Jahrhunderte vor einem Blackout.
00:34:03: Also ja, so ein Szenar mit dem Angriff kann passieren, kann besonders passieren wenn es quasi in einer Eskalationsspirale einen Schritt von Seiten der Russen sein sollte weil's vielleicht irgendeine eine unbedachte Äußerung als anlasspolitische äußerungen zum Anlass nehmend gerade weil man am vermeintlichen neutralem Land schauen.
00:34:22: wie regieren die dann?
00:34:24: Die Europäer was machen sie?
00:34:25: Regieren die militärisch?
00:34:26: oder Wenn die Drohne entschwächert oder bei der OMV nebenan für einen massiven Schaden mit oder ohne, was machen sie dann?
00:34:39: Also reagieren die Österreicher... Ja, die werden wohl reagieren.
00:34:42: Aber die Kriegern, die Deutschen reagieren, die Rektinato.
00:34:46: Könnte sein dass das jemand mal ausprobiert.
00:34:49: und jeder Gesetze im Kreme.
00:34:51: Ich hoffe es ist nicht passiert!
00:34:54: Haben Sie einen Eindruck, also jetzt haben wir mehrere Krisen hinter uns.
00:34:57: Wir haben über die Panin-Mission gesprochen, Ukraine und Russlandkonflikt ist auch so.
00:35:03: was hat das in der Gesellschaft etwas verändert?
00:35:07: Sind wir resilienter geworden oder sind wir furchtsamer geworden?
00:35:11: Ich glaube beides!
00:35:12: Ich glaube es sind resilienter geworden.
00:35:13: Wir sind ein bisschen... Also nicht ängstlich aber dieses Bibelangstrumpf ist ein bisschen weg.
00:35:25: Also dieses...
00:35:26: Uns kann nichts passieren.
00:35:26: Und gerade
00:35:27: alles ist gut, alles ist schön, es ist fein, das ist dieses neunziger Jahre.
00:35:30: Das Problem ist, man kommt ja bei diesen goldenen Jahren, weiß ich mir immer erst nachher, dass es die goldenen Jahre waren und nicht während den Goldenen Jahren war, also hätten wir uns vielleicht in der Neunzig an alle anders benommen und mehr die Party gefeiert weil die Neunzige waren die Parti-Jahre, also das war einfach alles... anything goes!
00:35:46: Alles ist großartig Es ist ledigter Kalt, den Krieg ist vorbei.
00:35:49: Das kann uns nichts mehr passieren.
00:35:51: Nur blöd, wenn man gerade da in der Ausbildung war oder einen Job gekämpft hat.
00:35:54: Dann hat man so den Spaß gar nicht erlebt.
00:35:56: Ich war schon eben nach exposed, erklärt man es dann eh wieder und ich glaube das ist halt vorbei.
00:36:01: also wir haben jetzt die.
00:36:04: meine Töchter sind siebzehnundzwanzig ja also die haben's natürlich.
00:36:11: Die haben das Gefühl, es ist alles eher schwierig im Leben.
00:36:16: Vorher war der Lockdown keine Schule und jetzt ist Kriegsgefahr.
00:36:23: Als nächstes kommt die Kai Jums Eck und nimmt meiner zwanzigjährigen den Job weg, wenn sie mitiusfertig ist.
00:36:30: Also das ist schon ein anderer Zugang zum Leben als die WDW.
00:36:35: Menschen wie ich unter Bruno Kreiske, die gesagt haben also die einzige, wo ich Angst gehabt habe war die ganze Tagsschule weil ich Angst hatte dass ich am Nachmittag nicht zu Hause sein darf.
00:36:46: Es waren reale.
00:36:47: mein einziger Angst als Schülerschüler Ich glaube unsere Kinder wachsen gerade anders auf.
00:36:52: Was macht das mit Verklärung?
00:36:55: Aber es war so.
00:36:55: Keines Gedenken, dann war da der Ölschock, die Ölkrise...
00:37:01: Ja, ich war grad nach dem Ölschlag dran.
00:37:06: Der RAF-Terror war in Deutschland und nicht in Österreich.
00:37:09: Da stimmt's!
00:37:09: Der Ölsschock war hinter.
00:37:11: Das habe ich nicht mehr mitgekriegt, sondern das erste was ich ihm gekriegt hab politisch war dass der Herr Tito gestorben ist Und sonst war irgendwie auch irgendein Untersuchungsausschuss zu AKH wahrscheinlich.
00:37:23: Also, das war recht!
00:37:26: Das war ... und erst in sixundachzig kam dann eine gewisse Jahrkeit.
00:37:29: Es war alles relativ eine sehr süße Suppe.
00:37:34: Kommen wir zu den aktuellen Bedrohungen zurück?
00:37:37: Ist Österreich für diese Bedrohhungen gewappnet?
00:37:39: Derzeit nicht.
00:37:41: Derzeit nichts.
00:37:42: Kommen wir gleich zu ihrem Buch NATO statt Neutralität.
00:37:45: Warum geht es da eigentlich?
00:37:46: Das ist einfach eine Streitschrift, man könnte sagen ein provokantes Buch.
00:37:51: Oliver Radkopf hat es gelesen und gemeint, das ist eine lustige oder gut zu lesende Streitsschrift.
00:37:57: Kleine Streitschufe habe ich gesagt.
00:37:59: Mir geht es darum, eine Diskussion anzuregen.
00:38:02: Wir müssen darüber nachdenken wie er in der... Wie soll ich das formulieren?
00:38:07: Elite ist ein negatives Wort.
00:38:09: Also wie gesagt, wir mal gebildeten Kreisen mit einem bestimmten Einfluss in Wien, in Wissenschaft, die Militärpolitik eh alle hinter vorgehalten und nach Hand wissen dass wir quasi nicht so richtig hundertprozent neutral sind sehr viel bei der europäischen Union sind Und natürlich militärisch theoretisch auch einen Beistand leisten müssen wenn einer von uns angegriffen wird und damit das ganze Thema Neutral wie die Schweiz vor allem wie die schweiz früher es so nicht mehr gibt.
00:38:35: Das traut sich aber niemand zu sagen, weil jeder weiß was einem passiert.
00:38:38: Es wird einem der Kopf abgerissen in der veröffentlichten Meinung.
00:38:42: Also wird das kein Politiker offen sagen und wenn seiner sagt wie Veit Dengler dann ist er eh bald Geschichte.
00:38:49: oder wenn sich jemand sagt wir Wolfenschlüssel muss er schon ein Wolfenschüssel sein.
00:38:52: also der sich das traut Alle anderen sagen dazu nichts, weil es ist einfach die heilige Kuh und das ist irgendwie Staatsreson.
00:38:58: Wir haben eine Neutralität also reden wir nicht darüber.
00:39:00: Ich glaube einfach dass wer einen NATO-Beitritt fairer wäre ich glaube ein sicherspolitischer Trittbettfahrer seit Jahrzehnten Wenn wir jetzt gewaltig hochrösten was ich so auch nicht sehe dann könnte man theoretisch sagen okay wir sind bis an die Zähne bewaffnete Neutralitäten in Österreich.
00:39:15: über die können wir gerne reden.
00:39:16: Solange das nicht so ist pläte ich dafür sicher einem europäischen mit der Bündnis anzuschließen Und quasi notwendige Beistandspflicht mit einem Berufsheer zu leben.
00:39:29: Und wenn Sie jetzt sagen, na ja gut, aber Europäisches Militärbündnis gibt es einfach nicht, stimmt die bisherigen Versuche waren nicht sehr erfolgreich und alle Experten sagen der Aufbau einer quasi europäischen NATO oder eines NATO-Pfilers, der von alleine auf sich ruhend den Kontinent verteidigen kann dauert mindestens zehn Jahre – ich glaube das auch so!
00:39:50: Aber irgendwann muss ich mal den Anfang machen und sagen dass das sonst weitergeht.
00:39:53: Das fühl mich dazu gerade berufen.
00:39:56: Barack Obama hat mal gesagt, in Berlin haben alle Deutschen ihn zugejubelt und wollten das wahrscheinlich einfach überhört.
00:40:03: Denn er sagt, Europa muss sich selbst verteidigen.
00:40:05: Und ich sage, Europa müssen sich selbst verteidigen und Österreich muss sie selbst verteiden können.
00:40:10: Also was denken Sie?
00:40:11: Was braucht Europa für eine Sicherheitsarchitektur?
00:40:14: Klarheit und Ehrlichkeit zu sich selber.
00:40:17: Der Befund wäre schon schön, sind wir wirklich neutral?
00:40:20: Und der Befund wär schon schön.
00:40:22: was heißt das eigentlich wenn im Brüssel drüber gesprochen wird dass wir die Beistandspflicht auch technisch in irgendeiner Weise so regeln müssen dass alle wissen wer wann wie wen er anruft und wer was macht.
00:40:35: Derzeit glaube ich, da ist das ein Stammpunkt für Schickengulaschkanonen und Sanitäter verstehe ich eh.
00:40:42: Ich seh in bestimmten Medien auch total Oportunen aber natürlich nicht sehr solidarisch.
00:40:47: Was glauben Sie über?
00:40:48: wer schützt Europa?
00:40:50: Na derzeit die Amerikaner oder die Engländer muss man ja auch sagen.
00:40:54: Die gibt es ja auch noch.
00:40:55: Die haben uns leider verlassen was sich fährt.
00:40:57: den schlimmsten Fehler seit Gründung der Europäischen Union heute dass wir sie Briten verlassen haben nicht nur militärisch auch politisch Wirtschaftsliberaler Sicht, noch schützen uns die Mietungen.
00:41:08: Wenn man sich genauer anschaut wer eigentlich in der Ukraine wirklich aktiv ist, sehen sie ja vor allem die Briten und die Amerikaner.
00:41:15: Was braucht es dann um unabhängiger Resilienter zu werden?
00:41:18: Also wir haben ja den Aufbauplan im Jahr zwanzig-zweiunddreißig plus.
00:41:21: Wir rüsten ja die letzten Jahre enorm auf Das glauben Sie.
00:41:25: was braucht das denn auch von der USA?
00:41:29: Ich glaube also Europa muss nochmal die Strukturen so hinkriegen dass das von alleine geht.
00:41:34: Also ich verstehe schon alle Experten, die sagen man kann ja nicht so parallel zwei Strukturen haben bis unter Change of command und alles doppelt.
00:41:41: Das werden wir uns leisten können.
00:41:42: Es ist auch unsinnig aber wir müssen einen Weg finden, dass wir innerhalb dieses NATO Zusammenarbeit quasi... uns quasi für den Tag X vorbereitet und abnabeln können, falls das die Amerikaner wollen.
00:41:54: Meiner Grund desnoch wird das ohnehin nicht passieren weil ich glaube nach dem Herrn Trump wird auch wieder ein anderer Präsident kommen und dieser andere Präsident egal ob Republikan oder Demokrat kann natürlich berechenbarer die transatlantische Partnerschaft wieder beleben oder bin überzeugt davon dass es da auch positive Impulse geben kann.
00:42:13: man kann sagen ist wird kann nie mehr schlimmer werden?
00:42:15: Ich weiß aber da bin ich jetzt einmal optimist dass das nichts so ist
00:42:19: Aber dass erwähnend, denken Sie die USA ist ein verlässlicher Partner oder könnte dies eben mit einem anderen Präsidenten auch noch wieder werden?
00:42:26: Ich bin davon überzeugt das es wieder passieren kann.
00:42:29: Vielleicht sogar passieren wird.
00:42:30: Ich glaube auch, dass die Signale, die man aus Australien hört und von Kanada hört, dass sie sehr erfreulich sind, also überall da wirklich... Also es sind dann Billard-Billarderalisten ja nicht, sondern trotzdem die Union mit diesen Ländern in irgendeiner Weise militärisch zusammenarbeiten.
00:42:47: Ist das vielleicht sogar als Weckruf unbestellter und wahrscheinlich auch unerwünscht, aber doch ja alle Wecker für Europa gar nicht so eine schlechte Entwicklung?
00:42:57: Dass wir jetzt mal nach Jahrzehnten der Friedensdivitende und des Gefühls, dass die Amerikaner uns schon beschützen werden wenn es hart auf hart kommt.
00:43:07: Vielleicht nicht sogar eine gute Entwicklung, dass Europa jetzt draufkommt.
00:43:10: Wir müssen das selber leisten und wir müssten da etwas aufbauen in welcher Konstellation auch immer?
00:43:15: Ja
00:43:15: absolut!
00:43:16: Wir haben also Barack Obama hat gebeten um den freundlichen Weg, um der netten kollegial sympathischen Amke Liebe Europa macht.
00:43:25: doch ist nicht passiert oder nur wenig passiert.
00:43:28: und jetzt kommt es halt auf die harte Tour.
00:43:30: wie oft im Leben wenn man quasi der Vernunft nicht folgt dann kommt irgendwann dazu an.
00:43:34: Nachdem Sie die Frage schon beantwortet haben, formuliere ich das als Bemerkung.
00:43:38: Wir haben über Ihr Buch NATO Stadtmaterialität gesprochen.
00:43:41: Es ist wie Sie richtig sagen eine Streitschrift.
00:43:43: also ich lege Wert darauf dass dort auch der Standpunkt vertreten wird oder argumentiert wird warum wir nicht in den NATO sollten.
00:43:50: Also es deckt wirklich beide Seiten ab und die Frage ob Österreich so eine Naturalität aufgeben soll oder noch nicht oder bei behalten soll Sie haben das eh selber ausgeführt, ein bisschen überspitzt.
00:44:05: Aber es gibt einen breiten Konsens in der Bevölkerung und in den Parteien, in der politischen Landschaft diese Neutralität weiterzuentwickeln – in geringer Dosierung aber im Grunde daran festzuhalten.
00:44:18: Ich höre heraus, sie halten das für einen Fehler.
00:44:21: Fehler?
00:44:23: Wer bin ich?
00:44:24: die Mehrheit der Bevölkerungen zu kritisieren?
00:44:26: Meist sicher nicht!
00:44:27: Allerdings... Wenn dich kurz ein, dass das in Schweden und Finnland auch so war.
00:44:32: Wir hatten in Schwedern und Finnländern eine Mehrheit für den Neutralität und gegen einen NATO-Beitritt und innerhalb weniger Monate hat sich das verändert.
00:44:40: Jetzt bestimmt das Standort immer den Standpunkt und der Standort und Standpunkt dieser beiden Länder als quasi... der unmittelbarer Nachbar, Russen ist ein anderer als Österreich.
00:44:52: Mit dem beruhigenden Gefühl sind noch zwei Länder, drei Länder oder vier Länder dazwischen.
00:44:56: Das ist mir schon klar.
00:44:57: aber irgendwann wird sich diese Realität durchsetzen dass das auch nicht wir nicht hundert Prozent sicher sind und vielleicht verändert das den Denkprozess bei vielen Menschen.
00:45:10: Ich halte es für nicht ausgeschlossen.
00:45:13: Und oder wir stellen uns auch ehrlich als echtes neutrales Land am.
00:45:17: Ich finde jetzt zum Beispiel die Weltmeister in direkter Demokratie, die Schweizer haben ja auch wieder gerade bewiesen dass eine Abstimmung dir über eine quasi Radikalisierung oder Vertiefung der Neutralität war, also ein bisschen back to
00:45:31: the roots.
00:45:32: Back-to-the-roots
00:45:33: neutralien Wahrheit ja vor allem darauf abgezielt hat die Russlandsankzonen loszuwerden und quasi sich daraus zu nehmen fand ich ja schon interessant dass es deine breite und für mich überraschend breite Mehrheit dagegen gegeben hat.
00:45:47: wie gesagt das sind die Weltmeister der direkten Demokratie die Stimme noch gegen eine Urlaubswoche plus ab.
00:45:52: aber das wäre doch interessant.
00:45:54: quasi die Schweizer von sich sagt, Moment einmal da sind wir nicht neutral.
00:45:58: Also wenn es um Wirtschaftsanktionen gibt, dann machen wir schon mit Europa mit.
00:46:01: Das heißt, die Schweiz hat sich da auch verändert und ist vernünftiger geworden – das ist übrigens ein Argument gegen meinen Buch natürlich, weil kann man sagen, na gut also wenn die Schweiz schon bei Wirtschafts-Sanktonen mitnimmt und sagt sie sind weiter neutral, dann ist das ja bei uns jetzt auch möglich?
00:46:15: Gehe ich zu!
00:46:16: Aber das hat für mich schon bewiesen, dass sich Meinungen ändern können in einer Bevölkerung.
00:46:21: Das heißt jetzt vielleicht stimmen wir mal in zwanzig Jahren ab, vielleicht heißt es da noch nicht WU sondern einfach Verteidigungsunion und es ist so wie halt jetzt eine Währungsunion.
00:46:30: gibt es dann einen Verteiligungsunion oder wird vielleicht auch nur von den Ländern in den Ländern im Parlamenten barifiziert?
00:46:35: Wer sagt, dass das nicht passieren kann?
00:46:37: ich hieltet das für den idealen Weg.
00:46:40: So noch eine letzte Frage.
00:46:42: Wie wir schon vorhin erwähnt haben, haben Sie den Staatspreis für geistige Landesverteidigungen erhalten?
00:46:47: Wenn Sie den damals zahntrassigjährigen Rainer Nowak begegnen würden.
00:46:52: Was würden Sie ihm sagen?
00:46:54: Worüber würden sie mit dem in Fragen der sicherten Neutralität diskutieren oder gar mit dem Streiten?
00:46:59: Das streiten sicher nicht.
00:47:00: Ich glaube ich würde ihm sagen dass er nicht glauben soll, immer alles besser zu wissen und richtig zu legen.
00:47:09: Das ist quasi der Selbstzweifel, das ist immer der beste Freund jedes Menschen.
00:47:14: Aber ich würde schon sagen, genau damals hätte ich gesagt genieße das jetzt und bereite dich auf härtere Zeiten vor, weil genau das ist
00:47:23: passiert.".
00:47:24: Das ist ein schöner Schlusssatz!
00:47:26: Ja wir müssen uns wirklich auch auf allen Ebenen vorbereiten um eine möglichst sichere Zukunft zu haben.
00:47:33: Ich sage vielen Dank fürs Kommen.
00:47:35: Rainer Nowak, Anna Roth und Daniel Kossack.
00:47:39: Euch vielen Dank für's Zuhören!
00:47:41: Und hört auch beim nächsten Mal bitte wieder
00:47:58: hier.
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