#47 - Tag der Miliz: Drei Kommandanten im Gespräch
Shownotes
Am 9. Juni ist Tag der Miliz; das Bundesheer begeht den Feiertag mit einer Veranstaltung am 12. Juni. Marcel Taschwer hat zu diesem Anlass mit drei Milizkommandanten gesprochen:
- Major Anna Kaiser, Kommandantin der Austrian Forces Desaster Relief Unit (AFDRU)
- Hauptmann Christian Hubmann, Kommandant der Pionierkompanie Steiermark
- Hauptmann Stefan Tesch, Kommandant beim Jägerbataillon Wien 2 “Maria Theresia”
Im Gespräch erzählen die Drei, wie sie zur Miliz gekommen sind und berichten über alles, was dazu gehört; von der Ausbildung, den regelmäßigen Übungen bis hin zum Einsatz.
Auf Spotify könnt ihr abstimmen, welchen der drei Verbände HEERgehört besuchen soll:
https://open.spotify.com/episode/3cKrPWl34fmLb9gVApebB4?si=EtqacZpCQAORDZSwGbeSEA
Wenn ihr kein Spotify nutzt, lasst uns einfach einen Kommentar da oder schickt uns ein E-Mail an podast@bundesheer.at und wir zählen die Stimmen dann zusammen.
Mehr Informationen zur Miliz findet ihr hier:
https://www.bundesheer.at/miliz
Mehr zu den drei Verbände findet ihr hier:
https://www.bundesheer.at/factsheets-1/afdru
https://www.bmlv.gv.at/sk/lask/kp_miliz/pikp2.shtml
https://www.bundesheer.at/unser-heer/organisation/verbaende/jaegerbataillon-wien-2
Folge #37 - Die Reaktionsmiliz: Im Ernstfall sofort bereit findet ihr hier: https://bundesheer.podigee.io/63-37-die-reaktionsmiliz-im-ernstfall-sofort-bereit
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Transkript anzeigen
00:00:02: Etwas, was vielen Arbeitgebern die nicht zu militär erfählen sind.
00:00:07: Nicht wissen und eigentlich nicht wissen.
00:00:09: Ich habe einen Milizsoldaten im Haus.
00:00:11: Was kann der eigentlich wirklich?
00:00:12: Und was bringt er für Kompetenzen mit, die ihr vielleicht so auf der Universität klärt hat?
00:00:19: Wenn der Alarm kommt muss ich innerhalb von jahr längstens dreißig Minuten Wissen ob ich den Einsatz fahren kann oder nicht.
00:00:25: das muss natürlich auch mit dem Arbeitgeber abgestimmt sein.
00:00:27: da war die Universität sehr unterstützend und entgegenkommend was diese Vereinbarung betrifft
00:00:36: Wie du ansprichst, die Familie darf man nicht vergessen und muss man entsprechend immer wieder berücksichtigen.
00:00:41: Immer wieder auch abholen und betonen wie wichtig einem das ist sowohl der Beruf natürlich aber auch die Miliz Und da hat sich richtige Balance finden.
00:00:48: Das ist ganz wichtig weil ohne den Support von daheim wird es auch nicht funktionieren.
00:00:55: Es ist auch dahingehend interessant dass man beim Bundeshead Dinge macht, die man in der Privatwirtschaft schlicht und einfach nicht machen kann.
00:01:02: ich denke jetzt an die letzte Übung Handgranaten werfen kannst du zivil?
00:01:05: Nicht legal Herr gehört.
00:01:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Heer gehört.
00:01:21: Mein Name ist Marcel Taschwerr, meine heutigen Gäste führen offiziell ein Doppelleben!
00:01:27: Sie sind also quasi wie Bruce Wayne als Batman – der ist ja Unternehmer- und Zivilperson bei Tag und Retter von Gotham City bei Nacht.
00:01:38: Der einzige Unterschied ist aber dass bei uns Es nicht um fiktive Superhelden geht, sondern es geht um wahre Personen die Verantwortung übernehmen.
00:01:47: Es geht um unsere Militsoldatinnen und Milit-Soldaten – es geht auch um unsere Bürger in Uniform!
00:01:54: Und da haben wir ja bereits in Folge siebenunddreißig mit der Reaktionsmiliz gesprochen.
00:01:59: und heute tauchen wir noch einmal ein in das Militsthema und es freut mich ganz besonders dass ich an meiner Seite für dieses Thema drei Hochkaräter gewinnen durfte Anna, Universitätsprofessorin für Kulturgüterschutz und militärisch Major.
00:02:14: Und Kommandantin der Katastrophenhilfe-Einheit AFTRO.
00:02:18: Christian, Chef Ingenieur & Leitender Techniker in der Motorenentwicklung.
00:02:23: Militärisch Hauptmann und Kommandante der Pionierkompanie Steuermarkt.
00:02:28: Und
00:02:28: Stefan, stellvertretender Chefredakteur Major und Kompaniekommandant beim Jägerbataillon Wien II.
00:02:35: Herzlich willkommen!
00:02:37: Schön dass ihr da seid Und das geht auch leitet über.
00:02:40: zur ersten Frage.
00:02:41: Wie würdet ihr euch eigentlich zivil oder militärisch selbst vorstellen, oder beschreiben?
00:02:48: Ladies first!
00:02:49: Ja ich bin Professorin für Kulturgüterschutz an der Universität für Weiterbildung CREMS und militärische bin ich Kommandantin der AFTRO der Austrian Forces Disaster Relief Unit.
00:03:00: Was ist spannend da?
00:03:02: Die Verschnittmenge aus beiden.
00:03:04: Das ist eine diplomatische Antwort zu Beginn, aber wir werden später noch weiter abtauchen.
00:03:09: Stefan wie würdest du dich zivil- oder militärisch vorstellen?
00:03:13: Ja mein Name ist Stefan Tesche und ich bin neununddreißig Jahre alt.
00:03:16: Ich bin Kompaniekommandant beim Jägerbataillon Wien II.
00:03:19: Wir sind ein reines Milizbataillon.
00:03:22: Im Zivilberuf bin ich stellvertretender Chefredakteur des Magazins Militär Aktuell.
00:03:30: und führe sowohl betag als auch benacht dieses Doppelleben, was du angesprochen hast.
00:03:36: Christian wie schaut es bei dir aus?
00:03:38: Mein Name ist Christian Hubmann.
00:03:40: ich bin Zivil in der Motorenentwicklung tätig und hier für das Produkt Motorrad als Leitender Techniker zuständig.
00:03:46: also bin ja sehr tief in der Technik drinnen und als Pondant dazu auch einer technischen Einheit in eine Binierkompanie im militärischen Sinne da als Komponierkommandant leite ich diese Kompanie entsprechend Und kann hier auch wieder beides abdecken, was auch die Miliz entsprechend auszeichnet.
00:04:03: Die zivilen Fähigkeiten, die man ins Militär mitbringen kann.
00:04:07: Wie war das bei dir Christian?
00:04:08: Rückblickend jetzt auf deinen Werdegang, auf die Ausbildung.
00:04:11: War diese Technikaffinität immer schon da?
00:04:14: und zuerst eine Ausbildung zur Technik und dann der Verschnitt mit dem Bundesheer oder... zuerst Bundesheer und dann die Vertiefung in der Technik.
00:04:22: Ja, in dem speziellen Fall war es wirklich zuerst das Bundesheuer.
00:04:25: also ich habe die AHS normal absolviert hab mich aber während des AFJs schon entschieden dass ich technische Studium machen werde und dann habe auch die Möglichkeit bekommen im AF den Pionierdienst da zu absolvieren und die Ausbildung zum Pioniere und entsprechend hat sich das dann verschränkt.
00:04:40: also die ersten technischen Handgriffe als Pioniers Das Schweißen, das Schrauben.
00:04:45: Wirklich diese handwerkliche Fähigkeiten haben wir an der Pionettruppenschule gelernt.
00:04:49: Deshalb kann ich dann weiternehmen und in der technischen Ausbildung an der FA vertiefen können und hat sehr gute Schnittmenge ergeben im
00:04:56: Endeffekt.".
00:04:57: Also EF einjährig freiwillig zuerst gemacht, dann quasi die Pioniervertiefung und dann ging es an die Fachhochschule?
00:05:05: Wie war's während der Zeit an der Fachhochschule?
00:05:09: währenddessen auch deine militärischen Lehrgänge weitergemacht oder die Milizfunktion sozusagen da geruht und das sie erst danach wieder aufgenommen haben.
00:05:17: Oder wie kann man sich das vorstellen?
00:05:18: Das
00:05:18: ist ein guter Punkt, nachdem ja die Fachhochschule schon eine sehr verschulte Ausbildung ist hat man da sehr wenig Zeit für diverse Kurse und Tätigkeiten in der Miliz.
00:05:28: nicht dass er trotzdem versucht es auch dahin weiterzutreiben.
00:05:30: aber erst nach Abschluss der Fachhochschule konnte ich dann da vertieft einsteigen und dann vor allem die Offizierslaufbahn und die weiteren Kurse durchführen.
00:05:38: Stefan, wie war's bei dir?
00:05:39: Zuerst Bundesheer und dann zivilberuf oder zivil beruf und dann wieder BundesheER.
00:05:46: Bei mir war das eigentlich eine synchrone Phase.
00:05:48: ich bin einer der wenigen Offiziere der nicht EF gemacht hat im ganz normal Grundwehrdienst gemacht, habe dann ein bisschen während des Studiums das Bundesheer als Studenten Nebenjob gemacht.
00:05:59: Sehr interessant auch finanziell ein gutes Thema.
00:06:01: Ich habe dann Unteroffizierskurse, Stabsunteroffizierkursi gemacht und mich da einfach immer weitergedient und irgendwann die Nachholaufbahn zum Offizier gemacht und synchron dazu eben zivil studiert.
00:06:14: Ich hab an der Uni Wien Publicistik studiert, habe auf der Donau-Uni Wirtschaftsjournalismus studiert auch selbstständig.
00:06:22: Und das Bundesheuer war manchmal mehr, manchmal weniger in gewissen Zyklen meines Lebens präsent.
00:06:28: jetzt ist es gerade sehr präsend und ja schauen wir was die Zukunft bringt.
00:06:33: Rückblickend auf diese Zeit wie schwierig war es Studium und Bundesheer unter einen Hut zu bringen?
00:06:38: In meinem Fall war das keine große Herausforderung weil mein Studium mit sehr viel Spielraum für Nebentätigkeiten hatte.
00:06:46: Anna, bei dir im Gegensatz zu den beiden Herren am Tisch ist es so, dass du dich freiwillig fürs Militär entschieden hast und für die Laufbahn.
00:06:53: Was war aber zuerst?
00:06:54: Zivile Ausbildung oder militärische Ausbildung?
00:06:57: Ich habe mich nach der Matura in dem Jahr zwei Tausend vier zum Ausbildungsdienst und Bundesjahr gemeldet.
00:07:03: Aber ich habe also tatsächlich auch Ausbildungsthins gemacht.
00:07:07: Inhaltliches Equivalent zum Grundwertdienst, im Jahr war es bei der dritten Kompanie Jäger-Paterlion in Freistaat absolviert.
00:07:16: Ich bin dann abgerüstet nach neun Monaten und hab zu studieren begonnen in Salzburg.
00:07:21: Und wie war's da während der Studienzeit?
00:07:23: die Vereinbarkeit mit dem Militär?
00:07:25: Insofern schwierig, als es zu dem Zeitpunkt die Kurse, die ich gebraucht habe, die Miliz-Unteroffizierskurse nicht gegeben hat.
00:07:31: Die wurden nicht angeboten.
00:07:33: Ich bin nämlich der nächste Offizier am Tisch, der die Nachhollaufbahn gemacht hat über den Stabsunteroffizier und die Milizaunteroffiziarskursen wurden erst wieder angebotten, wie ich mit dem Studium schon fertig war.
00:07:44: Damit war für mich die Vereinbarkeit Studium und Militär Nicht gegeben, ich habe dann die diversen Ausbildungen mit dem Beruf kombinieren müssen und auch können.
00:07:58: Wir wechseln vielleicht ein bisschen in den Gegenwart wobei zuerst würde mich eigentlich noch interessieren diese Entscheidung zur Miliz zu gehen.
00:08:06: Was war da?
00:08:07: gibt es einen Moment wenn ihr euch zurück erinnert oder gibt's vielleicht ein Gespräch?
00:08:11: Gibt eine Person die euch in dieser Richtung vielleicht ein bissel geprägt habt?
00:08:14: wie gesagt habt Miliz.
00:08:17: Das klingt super das probiere ich.
00:08:19: Ich möchte da meinem Kompaniekommandanten danken, wie ich damals Grundwehrdiener war.
00:08:23: Der Oberst Schadenbauer ist jetzt auch noch im Bundesministerium glaube ich tätig.
00:08:28: Er hat mich damals dazu gebracht die vorbereitende Kaderausbildung im Rahmen des Grundwehr Dienstes zu machen und hat eigentlich in mir ein Feuer entfacht bei militärischen Themen und auch ein bisschen weiterzugehen als der normale Grundverdiener.
00:08:42: Und das hat dann dazu geführt, dass ich in Folge für den Miliz-Unteroffizierskurs unterschrieben habe im wahrsten Sinne des Wortes – und damit bist du gefangen weil damit unterschreibst du auch für eine gewisse Anzahl an Tagen Übungspflichten und dann dreht sich dieses Rad weiter und je mehr Kurs Du machst, desto weiter unterschreibst Du auch für Tage wie es im Fachschirgon heißt bei uns.
00:09:03: Der Christian nickt schon am Tisch und lächelt.
00:09:05: Wie war es bei dir, Christian?
00:09:07: Bei mir war Prinzipiell die F-Ausbildung das Ausschlaggebende.
00:09:10: Ich wollte nicht die normalen damals acht Monate dienen, sondern ich wollte ein bisschen eine Herausforderung erleben.
00:09:15: Wollte da die zwölf Monate auf mich nehmen sozusagen... Und ein bisschen über den Tellerrand hinaus schauen, da trifft sich das mit dem F ganz gut.
00:09:22: Man kann sich entsprechend auch der waffengardungsspezifische Weiterentwickeln was ich gemacht habe und nach dieser Ablauf des einigfreiblichen Jahres hat sich dann die weitere Laufbahn ergeben und mit den Positionen die ich einem entdurfte aber ich gesehen in welche Richtung ich mich weiter entwickeln wollte und konnte und da hat mir einfach die Miliz an die entsprechenden Möglichkeiten gegeben.
00:09:42: Anna bitte!
00:09:43: Ja bei mir ist die Milize eigentlich passiert und ich bin froh dass es passiert ist.
00:09:48: Bei mir war es im letzten Jahr vom Studium, wo ich dann einen Assistenzensatz an der Grenze machen wollte und auch ein bisschen Geld zu verdienen.
00:09:55: Und das ist nur gegangen über die Miliz.
00:09:58: Und zu dem Zeitpunkt war es dann auch schon möglich für Frauen in die Milize zu gehen.
00:10:01: Da bin ich seitdem sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.
00:10:05: Jetzt haben wir ein bisschen über dieses Milizsystem, über Milizkurse gesprochen.
00:10:09: Wenn ihr euch zurückerinnerts an die ersten Kurse, die so angeboten wurden in Richtung Miliz-Unteroffizierslaufbahn.
00:10:16: Wenn ihr zurückblickt, was waren da so spannende Themenbereiche?
00:10:19: Spannende Kurse die vermittelt wurden.
00:10:21: Spannender Seminare oder auch lehrreiche Seminaren?
00:10:25: Bei mir hat sich diese Miliz- und Offiziersausbildung per se nicht gegeben.
00:10:29: Als EFA rüsteten wir als Wachtmeister ab und geht dann direkt in die Leutnanzschiene und Offiziertsausbildung über.
00:10:35: Die ersten Kurse, da waren die Zugskommandantenkurse vor allem im Bereich Bionier und den Fachbereich und das war für mich sicher sehr prägend einerseits Die Mischung aus den Führungsgrundlagen, die man in den Zugstmannanden kursen lernt.
00:10:48: Andererseits auch wieder die Technik, die Bioniertechnik und die waffengattungspezifische Ausbildung.
00:10:53: Dieser Mix gerade im Bereich Wärmerrichtungenoffizier geht war für mich sehr prägend und sehr nützlich.
00:11:01: Zu diesen Schnittmängern oder Angeboten von unterschiedlichen Softskills
00:11:05: etc.,
00:11:05: werden wir später noch ein bisschen plaudern.
00:11:08: Stefan Anna wie war das bei euch?
00:11:10: bei diesen Anfangsleergängen, so jetzt mal in der Miliz.
00:11:13: Bei diesen Anfangskursen rückblickend?
00:11:16: Was waren da so spannende oder auch vielleicht herausfordernde Themen?
00:11:20: Für mich und ich nehmen an, auch bei dir Stefan waren die Kurse noch der vorbereitenden Kadausbildung der Militz-Unteroffizierskurs eins gefolgt vom Militz Unteroffizierskurs zwei, zwei Wochen und drei Wochen gekoppelt mit diversen beorderten Waffenübungen dazwischen in der jeweiligen Funktion, die zu dem Zeitpunkt erreicht war.
00:11:38: Bei mir ist vor allem Milizontoffiziers Kurs II in extrem positive Erinnerung geblieben, dann habe ich gemacht in St.
00:11:44: Johannin Tirol und wir sind sehr viel auf den Bergen unterwegs gewesen.
00:11:49: ein Tag davon war im September auf einmal mit Schneefall am Wilden Kaiser und wir haben die diversen Feuerstellungen dort oben beurteilt.
00:11:57: der ist wirklich in Erinnerungsgeblieben.
00:12:00: dieser Tag absolut ohne Ausrüstung die zu dem Wetter gepasst hätte da waren Tolle Kurse herausfordernd körperlich, aber auch das Lernen des Führends einer Gruppe und das Einglieder in den Zug.
00:12:16: Diese ersten militärischen Schritte habe ich sehr positiv in Erinnerung.
00:12:21: Ja, für mich war da Murk I und Murk II so.
00:12:24: Insbesondere der Murk IX gibt es ja alles jetzt nicht mehr in dieser Form.
00:12:28: ein bisschen ein Fleisch weil als Grundwerte einer bist du sozusagen im geschützten Rahmen deiner Kompanie und auf einem Kurs dann wirst du auch deine Einzelleistung gefordert.
00:12:36: Du kriegst einen Auftrag, du musst das umsetzen.
00:12:38: ist das eine Skizze?
00:12:39: Ist das ein Wachradl ausmachen?
00:12:41: was auch immer?
00:12:42: Und der Murk I ist meine Erinnerung geblieben.
00:12:44: Der war in den Donauauen nämlich nördlich von Wien, ich mein soweit sind wir jetzt nicht gekommen weil der Kurs war auch in Wien.
00:12:50: Es war Sommer, es war einfach voller Gelsen, voller Schnecken.
00:12:53: Wir sind diese alte Arme dort durchwartet wirklich mit dem Gewehr über dem Kopf und so bis zur Brust im Wasser.
00:13:00: Gott sei Dank hat der Kurst dort nur eine Woche gedauert aber war schon sehr prägend, sehr wenig Schlaf Ja, sehr viele Gelse.
00:13:07: Also denke ich noch immer dran obwohl's fast zwanzig Jahre her ist
00:13:11: Hat sich ein bisschen geprägt in Richtung Resilienz, Stressfähigkeit.
00:13:16: oder was würdest du sagen?
00:13:18: hast du da am meisten mitgenommen von diesem Kurs?
00:13:20: Niemals ohne Gelsenspray ausrücken.
00:13:22: Aber ich glaube der hätte dort auch nix mehr geholfen.
00:13:24: aber... Das ist etwas, was finde ich an Wissenstransfer oder Know-how Transfer auch sehr gut passiert in der Miliz.
00:13:31: Weil du ja Dinge wie Du schlafst vielleicht jetzt ein paar Nächte nur ganz wenig.
00:13:35: Du hast die Gelsenbelastung.
00:13:36: Du musst irgendwo Feuerwache halten.
00:13:40: Du muss vielleicht Beobachtungsaufträge durchführen.
00:13:42: Du kannst jetzt nicht einfach dich hinhauen und sagen, ich schlafe jetzt acht Stunden.
00:13:46: Aber trotzdem funktionieren weil am nächsten Tag bist du vielleicht eingeteilt als Gruppenkommandant und dann muss das auch funktionieren Und dass du sozusagen sagst na Ich muss trotzdem performen und das kann man sehr gut auch in der Privatwirtschaft mitnehmen.
00:13:59: Das ist in meiner Sicht etwas, was vielen Arbeitgebern die nicht so militär erfüllen sind, nicht wissen – ich habe einen Milizsoldaten im Haus.
00:14:09: Was kann er eigentlich wirklich?
00:14:10: Und was bringt er für Kompetenzen mit, die ihr vielleicht so auf der Uni nicht gelernt
00:14:14: habt?".
00:14:15: Bringt mir eigentlich zu einem spannenden Thema, würdet ihr sagen dass euer Arbeitgeber recht Miliz affin ist?
00:14:20: Also einerseits das er sich auskennt mit der Thematik Miliz per se andererseits vielleicht es auch duldet und anführungszeichen dass ihr doch ein zwei drei Wochen im Jahr oder jedes zweite jahr dann auf Übungen seid.
00:14:34: Und auch gleichzeitig natürlich militärisches Know-how wieder zurück vielleicht mit ins Unternehmen mitbringt.
00:14:40: Ja schließe ich da vielleicht gleich an.
00:14:44: Mein Arbeitgeber weiß natürlich, dass ich Militsoffizier bin.
00:14:48: Wir haben auch eine Vereinbarung was kurzfristige Abwesenheit betrifft wenn es um Auftro-Einsätze geht die doch innerhalb von kürzester Zeit entschieden werden müssen also innerhalb von Wenn der Alarm kommt muss ich innerhalb von ja längstens dreißig Minuten wissen ob ich den Einsatz fahren kann oder nicht.
00:15:04: das muss natürlich mit dem Arbeitgebe abgestimmt sein.
00:15:07: da war die Universität sehr unterstützend und entgegenkommend was diese Vereinbarungen betriften.
00:15:13: Ich behaupte aber dennoch, dass das Können die Fähigkeit – wie es der Stefan schon angesprochen hat – alles was ich mitbringe als Milizoffizier in Ausbildung.
00:15:22: Dass das nicht gesehen wird bzw auch das Verständnis dafür fehlt, wie ich solche Personen vielleicht noch einsetzen kann welchen Benefit und Mehrwert diese Personen hier mitbringen.
00:15:34: Vielleicht knüpfe ich gleich an auf die Frage meiner Arbeitgeber.
00:15:37: Ich bin erst seit kurzem wieder angestellt, ich war davor lang selbstständig aber dadurch dass wir militär aktuell heißen muss eine Affinität gegeben sein.
00:15:46: es blüht im erster erste Einberufungsbefehl den mein Arbeitgebers unterschreiben muss.
00:15:50: so gesehen hat auch noch ein bisschen schon frisst
00:15:53: Stefan Wievas als Selbständiger.
00:15:55: Als Selbstständiger war das sehr gut vereinbar.
00:15:58: Ich habe in der Zeit meiner Selbständigkeit auch den gesamten Stabsoffizies-Lehrgang absolviert, der glaube ich in Summe mehr zwölf Wochen auf zwei drei Jahre verteilt waren.
00:16:08: Das geht als angestellt sehr schwer und es geht selbstständig gut.
00:16:13: In meinem Fall ja bei Podcasts und Medienberatungen für Firmen gemacht.
00:16:16: Da haben wir das einfach gut eingeteilt.
00:16:18: Christian bei dir?
00:16:19: Ja bei mir, ich bin in einem Unternehmen tätig das weltweit zehntausend oder zwölf tausend beschäftigt hat.
00:16:24: Entsprechend groß und entsprechend fällt es dem Unternehmen leichter auf eine Person prinzipiell zu verzichten.
00:16:30: In meiner Position ist es so, dass man natürlich langfristig planen kann und soll mit den Übungszyklen bzw.
00:16:37: der Laufbank-Kursen – das ist mit meinen Vorgesetzten natürlich abgesprochen – eine Herausforderung diese Zeit immer abwesend zu sein und entsprechend in der Vertretung zu finden.
00:16:46: Und ich glaube da muss du bei dir einhaken.
00:16:48: Es wird prinzipiell während die Skills, die ich habe schon gutiert aber sie werden nicht direkt mit dem Militzausbildung verbunden obwohl Das würde mich
00:17:05: zur nächsten Frage bringen, wo ihr glaubt was so wirklich essentielle Essets sind Eigenschaften Fähigkeiten die aus dem Militär mitgenommen habt in euer tägliches Leben vielleicht in eurer Privatleben aber auch vor allem in Euer berufliches Leben.
00:17:19: Und eines an dieser Stelle möchte ich noch ranbringen, inzwischen werden Ausbildungen auch zertifiziert damit eben der Arbeitgeber auch ein bisschen mehr Verständnis und Anführungszeichen darüber bekommt was Inhalte sind oder welche Inhalten thematisch auch beim Militär vermittelt werden.
00:17:35: Also auch hier wird schrittweise mehr und mehr daran gearbeitet die Miliz sozusagen in diesen Berufsalltag zu integrieren.
00:17:43: Jetzt aber zurück zur Frage Was sind denn so Fähigkeiten?
00:17:46: Fertigkeiten?
00:17:47: Ihr sagt, das habe ich im Militär erlernt.
00:17:50: Das sind Fähigkeiten die ich mir angeeignet habe, die ich im Zivilberuf, im Privatleben einfach brauche oder anwende.
00:17:57: Ich
00:17:57: habe es zuerst eh schon kurz angesprochen mit dieser Übung und dem Kurs in den Donauern – Die durchhalte.
00:18:03: Fähigkeit ist zwar ein viel gepriesener Begriff aber bedeutet auch dass man mitnimmt wenn's sehr belastend ist, dass man am nächsten Tag trotzdem funktioniert.
00:18:13: Das funktioniert super auch in der Privatwirtschaft.
00:18:16: Und das Zweite, was ich eher dann in den weiterführenden Ausbildungen auf Kompagnieebene und Stabsoffizieesebene jetzt auch sehr bei mir integriert hat ist das Denken im Führungsverfahren.
00:18:26: Was in einem Befehlsschema mündet?
00:18:29: Egal welche Aufgabe du hast, schaust einmal die Lage, was passiert einfach so rundherum.
00:18:34: Dein Arbeitgeber gibt dir einen Auftrag, was ist darin noch deine wesentliche Leistung?
00:18:39: dieser ganzen militärischen Tugende aber kann man super in der Privatwirtschaft ummünzen.
00:18:44: Und wie ist dann die Durchführung?
00:18:46: Wie mache ich es, wie ist mein Kampfplan, mein Plan der Durchführungen.
00:18:50: Wie gehe ich's an?
00:18:51: Es gibt das Befehlschirmageten natürlich noch weiter aber das sind so die drei essentiellen Dinge wo man eigentlich Projekte im Kopf schnell managen kann.
00:19:00: Nicken links und rechts
00:19:02: Ja, ich schließe gleich beim Stefan wieder an.
00:19:04: Beim Führungsverfahren und dem was ich vor allem von den Stabsoffizierslehrgängen mitgenommen habe das ist das Denken in Varianten unterschiedliche Kurses auf Action entwickeln die umsetzen kann oder auch nicht, aber ich habe mehrere Pläne sozusagen einmal in grober Variante am Tisch liegen und kann mich dann entscheiden abhängig davon wie die Umfeldbedingungen sind, wie sich ein Projekt entwickelt etc.
00:19:27: Das hilft mir schon sehr viel im Beruf wo ich eine Reihe von EU Forschungsprojekten neben Leute über diverse Grenzen Nationen hinweg.
00:19:36: das ist schon ein großer Vorteil.
00:19:39: Das sehe ich ähnlich.
00:19:40: oder die gleiche Erfahrung.
00:19:41: Vor allem das militärische Führungsverfahren als Offizier, dass man lernt vom Auftrag zum Befehlen mit einem Raumzeitkräftekalkül.
00:19:49: was habe ich für Möglichkeiten und wie kann ich den erfüllen?
00:19:52: In der Privatwirtschaft heißt es Projektmanagement.
00:19:55: Man kriegt einen Auftakt von einem Kunden und muss dann abarbeiten bis zu einem gewissen Ziel.
00:19:59: und das muss man erreichen.
00:20:00: und da muss man Varianten ausarbeiten und unter Umständen zwischenseitlich flexibel agieren Und die Umfeldbedingungen beleuchten.
00:20:07: einmal das Militärisch, einmal ist es zivil.
00:20:10: Der Sprachgebrauch ist doch ähnlich und man hat immer wieder die gleichen Stoßrichtungen um schnell und effizient ans Ziel zu kommen.
00:20:18: und da vor allem in der Offiziesausbildung habe ich sehr viel
00:20:20: mitgenommen.".
00:20:22: Du sprichst auch diese Flexibilität an Christian?
00:20:24: Flexibel sein bedeutet bei dir einerseits im Zivilberuf andererseits auf der Militschine Aber auch dritte solle würde ich sagen familiär, du bist feiratet.
00:20:33: Zwei Kinder wie lässt sich das alles unter einen Hund bringen oder?
00:20:37: Ist natürlich sehr herausfordernd muss man sagen.
00:20:39: Noch einmal auf den zivilen Beruf zurückzukommen.
00:20:41: Ich bin sehr viel dienstlich unterwegs sehr viel im Ausland auch mehrere Wochen ist natürlich nicht leicht.
00:20:46: dann mit der Familie die freut sich auch wenn wir daheim sind und dann gleich wieder den Rucksack oder den Trossack zu backen und auf einen Kurs oder Übung zu gehen ist sicher eine große Herausforderung.
00:20:55: Man muss immer die Zeit sich sehr gut einteilen und vor allem Wie du ansprichst, die Familie darf man nicht vergessen und muss man entsprechend immer wieder berücksichtigen.
00:21:04: Immer wieder auch abholen und betonen wie wichtig einem das ist sowohl der Behof natürlich aber als auch die Miliz Und da die richtige Balance finden.
00:21:11: Das ist ganz wichtig weil ohne den Support von daheim wird es auch nicht funktionieren.
00:21:15: Wenn du jetzt auch viel im Ausland unterwegs bist Christian dort wahrgenommen oder sagst du das dann auch dazu, dass du in einer Milizfunktion tätig bist?
00:21:23: Oder eben auch als Offizier tätig ist.
00:21:25: Wie wird es im Ausland bei unterschiedlichen Firmen dann wahrgenommen und eingeordnet?
00:21:29: Ich
00:21:30: würde sagen, das ist proaktiv.
00:21:31: Es ist nichts, was ich jetzt im Ausland bei unterschiedlichen Firmen damit aufschlag.
00:21:36: Nichtsdestotrotz, wenn man es anspricht, ist immer wieder etwas, was Thema wird und doch glaube ich gutiert wird.
00:21:43: vor allem als Offizier hat man da entsprechend schon ein Feedback bzw.
00:21:48: oft geht man da in andere Diskussionen.
00:21:50: auf jeden Fall.
00:21:51: Gibt's so Erfahrungswerte mit dir Stefan oder mit dir Anna?
00:21:55: gerade wenn es in Richtung außerhalb des Berufs geht, vielleicht in Richtung Ausland.
00:22:00: In Richtung Thematik Miliz wo einfach sagt das wird vielleicht bei ausländischen Unternehmen anders wahrgenommen wird außerhalb dieses Berufs anders wahr genommen.
00:22:12: Ich habe die Erfahrung gemacht dass in Ländern die militärisch robust aufgestellt sind um's mal so zu formulieren Die Wertschätzung die mir gegenüber gebracht wird wenn sich herausstellt, dass ich Milizoffizier bin eine ganz andere ist als das in Österreich der Fall ist.
00:22:30: Also quasi Frankreich oder Großbritannien um zwei Beispiele zu nennen.
00:22:34: Wenn dort irgendwo aufkommt bei einem Gespräch, daß ich Milizofficier bin, ist die Reaktion meines Gegenübers eine ganz anderes als in Österreich ist, wenn ich irgendjemandem sage Ich bin Milizoffizier also viel positiver und es wird.
00:22:48: Es hat den Eindruck mehr verstanden, was ich alles gemacht habe.
00:22:52: Was ich alles kann und was ich mitbringe.
00:22:54: Also den Hintergrund einfach höher eingeschätzt wird der militärische.
00:22:57: Bei mir ist es so... Ich hab's nicht jedem natürlich gleich auf die Nase gebunden.
00:23:01: Berufsbedingt bin ich jetzt sehr viel auch in der Rüstungsindustrie tätig oder hab Kontakt mit der Röstungsindustrie.
00:23:08: Wo es üblich ist das Manager auch einen Bundesheer oft Bundeswehr Background haben.
00:23:14: Es rät sich dann manchmal in Interview schon ein bisschen leichter weil man weiß okay sozusagen gibt es einen gemeinsamen Nenner, über dem man auch ein bisschen Absatz vom eigentlichem Thema sprechen kann.
00:23:25: Jetzt haben wir so viel über dieses Militsthema per se gesprochen aber ich würde gerne ein bisschen in dieses praktische Eintauchen.
00:23:31: also wie kann man sich eigentlich eine Milizübung vorstellen?
00:23:34: Wieviel Vorlaufzeit hat das bis tatsächlich der Arbeitgeber Bescheid weiß dass jetzt Ihr quasi für einen gewissen Zeitraum, für eine Übung ein-zwei-, drei Wochen fehlt.
00:23:46: Kommuniziert ihr aktiv das ihr jetzt mal Zeit hättet wieder was zu machen?
00:23:50: oder kommt sozusagen die Einladung des Bundesheeres?
00:23:54: Wir würden uns freuen wenn wir jetzt einmal wieder gemeinsam eine Übungen machen.
00:23:58: Genau also quasi von Einberufung einer Rücken tatsächlich gemeinsam zu üben.
00:24:04: vielleicht hat dort ein bisschen wie dieses kameradschaftliche Verhältnis ist.
00:24:07: ja Und dann auch wieder, wenn die Übung abgeschlossen ist hört man von den Milizkameraden bis zur nächsten Übung nichts mehr oder trifft man sich trotzdem und tauscht man sich aus.
00:24:15: Also nehmt es uns vielleicht doch bitte mal mit auf seine praktische Reise durch eine Milizübung.
00:24:21: So einer klassischen Miliz-Übung, die jetzt in der Regel... ich spreche vom einen Partiläon.
00:24:26: Alle zwei Jahre für ungefähr zehn Tage, für das Kader auch durchgeführt wird geht meistens eine vorbereitende Waffenübung im Ausmaß von drei bis vier Tagen voran wo man den Ausbildungsraum erkundet.
00:24:37: Dann auch die Befehle schreibt und dann kommt die klassische Übung.
00:24:40: also man kann sich so dem Zeitraum ungefähr ein Jahr vorstellen an Vorbereitung dieser vorbereiteten Übung bis Einberufung der Milizübung.
00:24:50: Wie läuft es dann bei der Übung ab?
00:24:52: Es ist meistens ein großes Unteranführungszeichen Chaos, bis alle kommen und zum Teil auch eingegleitet sind.
00:24:57: Und Waffen ausgefasst haben und alle irgendwie im Übungsraum ihre Betten haben.
00:25:02: Marcel, du hast doch noch gefragt wie sie nach der Übung... Natürlich hat man Kontakt!
00:25:06: Es gibt natürlich Kameraden mit denen man vielleicht auch über die Übungen hinaus mal auf einen Getränk geht.
00:25:12: Ich als Kompaniekommandant bin aber oft auch die Anlaufstelle für meine Leute, die sagen ich möchte die und die Kurse machen.
00:25:18: Ich möchte vielleicht eine andere Laufbahn machen so ein bisschen der Berater und auch Doa Opener und Helfer wenn es darum geht irgendwo eine Connection zu machen oder zu sagen was brauchst du?
00:25:29: Für Kurse, für den und den Schritt und nachdem ich selber viel gemacht habe auch schon noch Erfahrungen einbringen kann.
00:25:35: Ich darf da gleich einhacken, bei einem Bionier schaut es ein bisschen anders aus.
00:25:39: Wir üben nämlich zwei-wöchig also das Übungszeitraum ist zehntägig für die Mannschaft und zwei Wochen lang für die Skada und die Offiziere.
00:25:49: Das heißt dieses Einschleifen, das da angesprochen wurde am Anfang des bisschen Chaos... Das gibt es überall auch bei uns, nur wir haben dann ein bisschen längere Zeit und wenn das Chaos abgeklungen ist zu üben.
00:26:00: Es ist auch dem geschult, dass wir als Bioniere meistens ein größeres Übungsvorm haben mit einem Brückenbau, der einfach länger dauert, den sprechen wir länger.
00:26:09: Insofern das Resultat, dass wir in dieser Zeit sehr stark zusammenwachsen und auch die Aufgabe, die wir haben meistens bei Empionieren wie gesagt einen Bauvorhaben oder Brückenbau sehr zusammenschweißt.
00:26:20: Und am Ende dann immer wieder mit einem schönen Kameradschaftsabend endet.
00:26:24: Die Kameradschaft ist sehr hoch bei uns und ich glaube bei uns in der Piniercompany Sturmer kommen wir ein großes Maß an Verlängerern, die einfach gern dabei sind und gerne wiederkommen.
00:26:34: Der Kontakt ist auch außerhalb der Übungen vorhanden in den einzelnen Zügen oder bei den Offizieren, aber sonst ist es sehr ähnlich.
00:26:42: Der Planungshorizont ist auch ähnlich gestaffelte Waffenübung bzw im übungsfreien Jahr ein Sonderwaffenübung.
00:26:50: Der Arbeitgeber weiß entsprechend langfristig Bescheid und so gesehen ist das auch planbar und auch dahingehend durchführbar.
00:26:59: Ich ergänze vielleicht dazu noch, dass vor der Übung nach der Übung ist und nach der Uebung vor der Uebung.
00:27:04: Also das zumindest aus meiner Sicht ein immer wiederkehrender Kreislauf ist.
00:27:09: auf deiner Seite gibt es natürlich den vorgegebenen Übungsrhythmus alle zwei Jahre eine Milizübung durchzuführen.
00:27:15: Das kommt natürlich aus dem System raus, ist systemisch vorgegeben.
00:27:19: Aber dann gibt es ja noch weitere Aktivitäten.
00:27:21: die Sonderwaffenübungen wurden schon angesprochen und die dann angestoßen werden seitens der Milizkommandanten bei mir das gleiche freiwillige Ausbildungsamstage oder andere Ausbildungsschritte die ich zwischen den großen Übungen einflechte damit einfach dass Kernpersonal, das immer wieder kommt auch zu solchen freiwilligen Ausbildungen einfach auf den diversen Geräten aufgeschult bleibt.
00:27:44: Damit es dann auch in gewisser Weise als Train-to-Trainer fungieren kann und bei der nächsten Milizübung die eigenen Kameraden ausbilden kann
00:27:54: usw.,
00:27:54: also das beginnt von vorne ist natürlich eine schöne Sache.
00:27:59: mit den Personen, die dann immer wieder kommen, den Kameraten, die immer wieder dabei sind, wächst man da natürlich
00:28:04: zusammen.".
00:28:05: Jetzt haben wir sehr viel über Militzausbildung, Milizübungen gesprochen.
00:28:09: Wie schaut es eigentlich mit Einsätzen aus?
00:28:11: Also Inlandseinsätzen oder vielleicht auch Erfahrungen aus dem Ausland?
00:28:16: Ja, wir hatten die Möglichkeit und Chance, muss man wirklich sagen als Bioniercompany Steirmark im September in den Einsatz zu gehen.
00:28:24: Da war ja – wie wir alle uns noch erinnern können – diese Starkregenfälle in Österreich und vor allem in Niederösterreich und Gesamt-Niedersdreich wurde hier zum Katastrophengebiet erklärt und wir hatten gerade zufällig eine beorderte Waffenübung zu diesem Zeitpunkt und man hat entschieden in der obersten Führung dass die Bionierecompany Steyrmark in einen Einsatz gerufen wird Und wir sind da mit der gesamten Kompanie der Stärke von fünfundachzig Mann in den Einsatz gegangen.
00:28:50: Das war insofern recht herausfordernd, wie schon angesprochen im Übungszyklus in die ersten drei Tage ist das Kader hier einberufen.
00:28:58: Das ist am Mittwoch um elf Uhr hat uns der Einsatzbefehl an mich gegangen und am Donnerstag um acht Uhr ist die Masse der Kompanien eingerückt.
00:29:05: D.h.,
00:29:06: geringe Vorlaufzeit, nichtsdestotrotz haben wir am Donnersdag um zweiundzwanzig Uhr den Einsatzraum erreichen konnten Einsatz der Bevölkerung helfen.
00:29:16: Und genau diese Tugenden der Miliz, die Zivilen noch hier ausspielen wie schon angesprochen, die Bioniermaschinenfahrer, Elektriker und diese erwähnten Berufe konnten hier wirklich dazu mit... genommen werden, um der Bevölkerung zu helfen einerseits.
00:29:34: Andererseits haben wir erlebt dass wir augenständig eine sehr gute Ausbildung haben da wir in Berufsverbande eingegliedert waren die alles das Feedback gegeben hat.
00:29:42: man hatte nicht erkennen können dass wir reine Milizeinheit sind.
00:29:45: Das heißt auch hier von der Führung abwärts sehr positive Erfahrungen und auch aus der Bevölkerungs- sehr positive Erfahrung um so ein Briefe im Nachhinein von den Haushalten erreicht denen wir geholfen haben die entsprechend dankbar waren Und auch resultierend daraus kann man stolz erwähnen für die Bini-Companie Steinmark.
00:30:02: Wir wurden ausgezeichnet mit dem Special Award im Rahmen des Militärdes Jahres und meine Wenigkeit war nominiert zum Soldat des Jahres, hat nicht gereicht.
00:30:11: Die Nominierung ist aber trotzdem ein großes Zeichen für das was wir da geleistet haben.
00:30:16: War für alle eine riesige Herausforderung viel Arbeit aber es war Riesenmotivation für die gesamte Kompanie und einmal zu zeigen, was wir wirklich können.
00:30:26: Und das tun, für dass man eigentlich in der Milit sind, nämlich die österreichischen Bevölkerung helfen.
00:30:30: Ähnlich einer der Einsätze, in denen ich war, war es im Jahr zwanzig dreizehn.
00:30:35: Das war auch ein Hochwassereinsatz.
00:30:37: Damals war es noch beim Jägerbataillon Oberösterreich, weil ich noch dort beorderte und war in Scherding eingesetzt.
00:30:45: In den Jahrkomponenten wurde die Milit-Teil aufgeboten im Rahmen der Covid-Krise.
00:30:51: Wir waren dann in den Bezirken Gmünd und weithofen an der Daier eingesetzt zum einen zur Überwachung der geschlossenen Grenzeübergänge, zum anderen in Assistenz zu... Polizei auch und zur Gesundheitsbehörde bei den offenen Grenzen zu übergehen.
00:31:08: Das war insofern sehr spannend, weil ein Mobilmachungsfall eigentlich durchgespielt wurde.
00:31:14: Ich weiß dass die ganze Kompanie damals vor dem Fernseher oder dem Computer saß und die Pressekonferenz sich angehört hat, bei der die Frau Bundesministerin verkündet hat welche Einheiten in den Einsatz gehen, welche Einigkeiten hier aufgeboten werden.
00:31:29: Wir waren dann Allerdings nur drei Wochen im Einsatz.
00:31:32: Der Einsatz wurde für uns früher abgebrochen, weil einfach kein Bedarf mehr bestanden hat.
00:31:37: aber alleine das durchzuspielen war schon sehr interessant.
00:31:41: und jetzt in meiner Funktion als Kommandantin Aftro sprechen wir von Auslands einsetzen Auslandseinsätzen zur Katastrophenhilfe.
00:31:51: Um zwanzig dreiundzwanzig zum Beispiel bei dem großen Erdbeben in der Türkei war die Aftrühmeinsatz zu Bekämpfung der Maul und Clown solche letztes Jahr an der Grenze Ungarnslober Kei, aber was wir auch gehabt haben letzten Jahr waren eine Reihe großer Zertifizierungsübungen, die im Endeffekt Einsätze nachempfunden waren wo es dann für uns darum gegangen ist, MPC-Fähigkeiten in internationalen grossen Übungen einzubringen um eben hier Trinkwasser aufzubereiten oder Walkbrände zu löschen, oder entsprechend auch Personen aus Vertrümmerungen zu bergen unter ABC-Bedingungen.
00:32:26: Diese Kameradschaft und das Zusammenwachsen ist natürlich eine Thematik die sich durchzieht durchs Bundesheer.
00:32:31: Aber jetzt mal Karten auf den Tisch!
00:32:33: Es ist eine Zusatzarbeit, eine Zusatzverantwortung, die ihr übernehmt.
00:32:37: Was ist da die Motivation dahinter?
00:32:39: Dass man dann trotzdem sagt okay diesen Mehraufwand nehme ich in Kauf.
00:32:43: mache gerne was Die Motivation, wo man vielleicht schon durch den Zivilberuf, durch das Privatleben ansteht irgendwo an Kapazitäten sich dann trotzdem noch überwindet und sagt, na Miliz, das ist eine gute Sache.
00:32:56: Das mache ich.
00:32:57: Da darf ich gleich einhaken, weil du hast da angesprochen auch die Familie, die in diesem ganzen Kontext mitspielt.
00:33:02: Ziviler Beruf, Familie von meiner Person mit zwei Kindern sehr fordernd und gerade da einen Cut zu machen und sagen so jetzt lassen wir mal beides... Auf die Seite und tauchen in ein neues Leben und Anführungszeichen ein, was es ja ist.
00:33:14: Man hat komplett andere Rahmenbedingungen, eine andere Örtlichkeit.
00:33:18: Man ist oft auch aufgrund der Tätigkeiten abgeschnitten vom privaten und zivilen Beruf und kann sich auf kompletter Umgebung oder neue Aufgabe konzentrieren.
00:33:30: gute und tolle Abwechslung einerseits, das ist was mich immer wieder motiviert.
00:33:33: Und andererseits die Aufgabe per se einfach in meinem Fall eine Kompanie zu schüren mit hundert bis hundertzehn Leuten.
00:33:40: und sozusagen am Anfang der Woche hast du die Aufgabe dort drüben den jenseiten des jenseitige Ufer zu erreichen und da sind deine Teile, die du damit zur Verfügung hast, so Aufgabe kriegt man im Zivilen Leben nicht.
00:33:53: Zum Schluss dann über Brücke zu schreiten, die man selbst in Eigenverantwortungen mit der Kompanier gebaut hat, ist natürlich eine tolle Herausforderung Und was auf jeden Fall immer wieder motiviert.
00:34:03: Wenn du das Familiäre jetzt angesprochen hast, hast du da natürlich vielleicht auch rückblickend auf die Jahre irgendwie eine Entwicklung festgestellt?
00:34:09: Vielleicht dass sich die Ansicht deiner Frau oder der Kinder dann irgendwann einmal gewandelt haben, vielleicht am Anfang wo die Frau noch gesagt hat naah... Jetzt musst nicht auf eine Milizübung anfahren bis hin zu jetzt vielleicht.
00:34:20: das lautet naja wir brauchen ja die Miliz weil wir gesehen haben Brücken bauen, umso wichtiger bei Naturkatastrophen und im scharfen Einsatz zu sagen quasi.
00:34:29: Ich würde sagen nachdem meine Frau und ich uns kennengelernt haben wo ich schon mitten in der Ausbildung war, war meine Frau das zumindest gewohnt dass ich alle zwei Jahre gebunden bin und ist damit gewachsen genauso wie meine Kinder und ich habe.
00:34:42: beide schätzen das sehr was sie machen auch wenn es ja sehr zeitintensiv ist aber gibt's keine Vorbehalte.
00:34:48: im Gegenteil ich glaube das wird schon gutiert dass ich mich immer wieder einbringen.
00:34:52: Aber natürlich die Abwesenheit ist halt, was doch zwischendurch belastend ist.
00:34:57: Wie schaut es bei den beiden anderen aus mit der Motivation für diese Verantwortung und diesen Mehraufwand?
00:35:03: Könntest du bitte einfachere Fragen stellen?
00:35:06: Nein, Spaß beiseite!
00:35:08: Meine Motivierung ist... Es ist ein zweiter Beruf, ein Nebenberuf mit viel Verantwortung.
00:35:15: Das haben wir jetzt eh auch schon gehört.
00:35:18: große Netzwerkveranstaltung, auch wenn man das für zivile Zwecke so sehen möchte.
00:35:24: Man hat im Kameradenkreis unterschiedlichste Positionen vom Softwareentwickler bis zum Arzt – auch nicht schlecht, solche Leute in Uniform zu kennen und dann die Nummer eingespeichert zu haben zum Beispiel.
00:35:38: Es ist auch dahingehend interessant dass man beim Bundesrat Dinge macht, die man in der Privatwirtschaft schlicht und einfach nicht machen kann.
00:35:45: Ich denke jetzt an die letzte Übung Handgranaten werfen, das kannst du zivil nicht legal auch wenn es nicht so spektakulär ist wie es klingt aber trotzdem all dass diese Ausbildung dorthin schießen mit verschiedenen Waffen einfach führen von zu viele Leuten.
00:36:02: also meine Kompanie ist jetzt nicht so stark leider weil es einen großen Personalmangel gibt.
00:36:06: vielleicht auch ein kleiner Aufruf kommt zum Miliz.
00:36:10: Hundert Leute schaffen wir nicht ganz, aber trotzdem versuche ich den Leuten zu stehen und denen Aufträge zu geben.
00:36:15: Und dieses direkte Führen und nicht machen wir Videokonferenz und schreiben unser E-Mail oder WhatsApp sondern die stehen vor dir, die wollen Aufträge da kann man rückfragen.
00:36:23: das muss funktionieren und schnell umgesetzt sein.
00:36:25: also der Zeitdruck ist beim Militär auch ein Thema.
00:36:29: Du hast die Personalwerbung gestartet Stefan?
00:36:32: Wie würdest du denn werben für die Miliz, wie wir das unterlagst jetzt?
00:36:36: Aber was würdest Du jemandem jetzt sagen der eben vielleicht gerade seinen Grundwerte ins abgeschlossen hat.
00:36:40: Jetzt mittendrunter ist, wie auch immer ja bei dem es vielleicht auch schon einige Jahre her ist?
00:36:45: aber Was ist da Reiz der Miliz?
00:36:47: Was ist das was Du nach wie vor sagst.
00:36:49: doch Es zahlt sich aus zur Miliz zu kommen.
00:36:52: Im Prinzip dass was ich schon gesagt habe es ist dieser Netzwerkgedanke.
00:36:55: also erschließt sich ein ganz neues Feld an neuen Leuten.
00:36:58: oft Ist man durchs Studium eh in einer Bubble drinnen oder beruflich sozusagen Christian, du wahrscheinlich und der lauter Auto- oder Motorradingenieurin?
00:37:06: Bei mir ist die Medienjournalisten Bubble.
00:37:09: Aber durch das Bundesheer habe ich mit ganz anderen Leuten auch Kontakt gefunden.
00:37:13: Das schätze sehr.
00:37:15: Warum soll jetzt jemand noch zum Bundesheerkommen?
00:37:18: Weil er einfach Dinge macht, die er privat nicht machen kann.
00:37:21: Aus meiner Sicht ein sehr interessanter Faktor gerade für junge Männer.
00:37:25: da ist er abenteuer zu Hause
00:37:26: Nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen.
00:37:30: Auch für junge Frauen?
00:37:31: Absolut!
00:37:32: Es zahlt sich aus zum Bundesjahr zu gehen und zur Miliz zu gehen.
00:37:36: Wie du sagst Stefan ich schließe mich da ganz an Dinge zu machen die du im Alltag nicht machst sei es eine gewisse Abwechslung für zehn Tage Übung einfach raus aus dem Zivilberuf und rein in die Uniform und ein anderes Abenteuer um bei diesem Wort zu bleiben.
00:37:54: Was mir auch extrem gut gefällt, sind die Übungen per See wo du etwas erreichst oder auch die großen Zertifizierungsübungen letztes Jahr im europäischen Rahmen mit der AFTRO.
00:38:04: Die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Nationen gefordert haben, wo eine riesengroße Aufgabenstellung am Anfang stand und am Ende der Übung man dann reflektieren kann.
00:38:15: Was hat man gut gemacht?
00:38:16: Was hat mal schlecht gemacht?
00:38:17: Das könnte man verbessern.
00:38:18: was kann ich mitnehmen und lernen aber mit einem enorm positiven Gefühl aus dem Ganzen rausgeht weil man einfach eine riesige Aufgabe bewältigt hat die man im Zivilberuf ich zumindest so in diesem Bereich nicht zu bewältigen habe, auch wenn mein Beruf alles andere als langweilig ist.
00:38:34: Aber das was das Bundesjahr hier bietet an Möglichkeiten sich auszuprobieren und sich zu verwirklichen, das hab' ich im Zivil-Beruf so nicht.
00:38:43: Ich möchte da einen Anknüpfung machen, Stefan, weil du ja angesprochen hast die unterschiedlichen Charaktere und den unterschiedlichen Background der Milizeutaten.
00:38:49: Das kann ich nur unterstreichen und hatte eine Möglichkeit zwanzig, vierundzwanzig mit meiner Kompanie den Hochwassereinsatz zu gehen gezeigt wie die Fähigkeiten aus dem Bürger in Uniform mitspielen und Leuten zu helfen.
00:39:02: Wir haben Baggerfahrer, die im zivilen Baumaschinenfirmen unterwegs sind.
00:39:07: Die haben unsere schweren Pioniermaschine bewegen können.
00:39:12: Das Haus, das überschwemmt war und keinen elektrischen Zugang mehr gehabt hat repariert haben können.
00:39:15: Wir haben Psychologen die den wirklich auch beurteilen haben können.
00:39:19: der der Gott sei in Haus verloren hat wieder agiert.
00:39:21: da müssen wir jetzt medizinisch genauer drauf schauen.
00:39:24: also wirklich die unterschiedliche den unterschiedlichen Background der Soldaten wie man sie zusammenführen kann und damit auch oft im Vergleich zu Berufssoldaten eine unterschiedliche herangehensweise eine Problemlösung findet, die vielleicht nicht ganz so militärisch Punkt auf Punkt ist.
00:39:38: Aber das ähnliche gleiche Resultat bringt aber ein bisschen anders als der Miliz herausgestaltet.
00:39:43: Ich glaube dieser ganze, dieses runde Ding hier macht uns aus und motiviert uns auf jeden Fall.
00:39:49: Christian wir haben ja vor der Podcastaufnahme kurz über Kurse gesprochen.
00:39:52: Das wäre noch ein Esset für die Personalwerbung.
00:39:55: Du kannst dir abseits deiner Laufbahnkurse Zum Beispiel an der Militärakademie zahlreiches, sage ich mal Softskill-Kurse absolvieren von Präsentationstechnik, retorik mediengerechtes Verhalten habe da mit einem Brigadier Zibulkar gemacht.
00:40:10: Konfliktmanagement UNAMID und das ist ein Riesenausbildungsangebot wo du sozusagen während der Ausbildung auch noch bezahlt bekommst.
00:40:18: und diese Kurse würden in einer Privatwirtschaft viel Geld kosten.
00:40:22: Und ich hake jetzt da noch bei dem Thema Geld ein.
00:40:25: Bezahlung, auch das ist natürlich ein Argument in die Miliz zu gehen sich das einmal anzuschauen neben dem Studium als Beruf neben dem studium die Ausbildungen zu machen für die du bezahlt bekommst und nebenbei noch etwas Tolles mitnimmst.
00:40:39: Mittlerweile kriegst du auch eine Ausbildungsvergütung, wenn ich es richtig im Kopf habe.
00:40:42: Für jeden Milizübungstag sind das ungefähr hundert Euro auf einem Bildungskonto, dass du dann für Ausbildungen aller Art in der Privatwirtschaft ausgeben kannst.
00:40:53: Da möchte ja ein Haken nicht nur die Ausbildung, die man selbst machen kann sondern auch im Bereich des Studiums.
00:40:59: als Beispiel Ferialarbeit muss es zum einen auch die Möglichkeit selbst auszubilden.
00:41:04: Also, die Einheiten suchen oft Ausbildern, sei es das Gruppenkommandanten oder höher, die dann Grundwertdiener ausbilden.
00:41:10: Das gibt uns einerseits die Möglichkeit eben eine Zuverdienst zu haben.
00:41:14: Andererseits kann man sich selbst persönlich weiterentwickeln, weil man dann führen kann.
00:41:17: Die ersten Erfahrungen sammeln als Gruppenkommandant.
00:41:19: Auch das bietet die Möglichkeiten und die Chance als Milizarkat.
00:41:23: Ja, weitere Infos dazu gibt's nämlich auf miliz.bundesjahr.at.
00:41:26: Aber ihr habt es ja auch schon angesprochen Es ist sehr persönlichkeitsbildend und persönlichkeitzfördernd.
00:41:33: Was sind aber so Eigenschaften wo ich sagen würde das sollte ein Militsoldat vielleicht von haus aus mitbringen oder Gibt spezielle eigenschaften die man mitbringen sollte eigentlich?
00:41:44: Ich werfe ein gewisses durchhalte vermögen ein dass man nicht beim ersten Bei der ersten Schwierigkeit, beim ersten Stein, der vielleicht irgendwo am Weg liegt.
00:41:53: Das Handtuch wirft und sagt so Danke das war es!
00:41:56: Ich werfe ein dass er Spaß an der Sache haben sollte.
00:42:00: im Sinne von.
00:42:01: er kommt jetzt auf eine Übung.
00:42:02: Er ist jetzt zehn Tage was nicht am Druckmühbungsplatz C-Taler Alper Almsteg wo auch immer Er weiß irgendwann ist die Übung aus, dazwischen machen wir das Beste draus.
00:42:11: Es gibt nicht immer angenehme Tage aber am Abend ist es meistens lustig.
00:42:15: Besonders am Kompagnierabend.
00:42:16: Christian den hast du schon angesprochen!
00:42:18: Ich kenne ihn der Pioniere nicht, aber bei uns in der Schraubskompanie ist er auch sehr zünftig.
00:42:32: Dann vorbei oder parallel dazu finden, was okay ist.
00:42:36: So ist das vorgeschrieben.
00:42:37: aber so ging es auch und die Rahmenbedingungen geben jetzt vor oder zwingen uns dazu ein bisschen auszuweichen.
00:42:43: Wir haben auch das Know-how aus der Privatwirtschaft um da jetzt ein bissel flexibler und open-minded zu denken Und diese Möglichkeiten zu erschaffen, diese Flexibilität glaube ich braucht man und hilft auch.
00:42:54: Wir sind sehr in dem Thema der Miliz eingetaucht, wir haben über sehr viel gesprochen.
00:42:58: Was wir ein bisschen vernachlässigt haben waren tatsächlich eure Verbände und jetzt alle drei bei spannenden Verbänden.
00:43:04: Und darum würde ich einfach sagen Wir lassen unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer bei einer Abstimmung einfach entscheiden auf Spotify was wir oder welchen Verband wir uns genau einfach anschauen bzw anhören dürfen.
00:43:17: beim nächsten Mal Und damit übergebe ich euch jetzt eigentlich die Möglichkeit euren Verband nochmal zu pitschen und Werbung dafür zu machen.
00:43:26: Schere Steinpapier, wer beginnt?
00:43:30: Ja dann fange ich an!
00:43:32: Pioniere sind immer vorne, deswegen starten wir als erster.
00:43:36: Ja, Pionierkomponiert Steyrmark ist schon vorgestellt.
00:43:39: nur kurz zum Background.
00:43:40: Zwei tausend Teamgegrüne das eine der Pionirkomponieren pro Bundesland.
00:43:44: was zeichnet uns aus.
00:43:46: Prinzipiell die Fähigkeiten der Pioneere sehr technisch im Background angesprochen.
00:43:51: schon Brücken bauen also im Prinzip Hemmen und fördernde Bewegung, also fördernder eigenen Hemmen der feindlichen Bewegungen.
00:43:58: Wir bauen Brücken, wir sprengen Brücken.
00:44:00: Wir haben Sprendienst, Sperrdienst, die sind sehr vielfältig Waffen- und Schießdienst.
00:44:04: Also das gesamte Spektrum kann man da beleuchten technisch militärisch Gefechtstechnisch und Gefechtsdienst Und natürlich den Backhand, den wir haben mit dem Einsatz um den einsetzen, die wir als Bionikkompanie Steinmark schon durchgeführt haben.
00:44:19: Und wenn es natürlich dann die Möglichkeit gibt, mein Pionier-Komponier am dabei zu sein, gibt sicher die eine oder andere Anekdote.
00:44:25: dann zum Schluss.
00:44:27: Wenn die Pioniere das Gelände ordentlich vorbereitet haben, dann kommen wir des Jägerbataillons Wien II.
00:44:33: Wir sind ein paar Hundert Leute und sollten noch um ein paar hundert Soldaten mehr sein.
00:44:39: wie dein Personal.
00:44:39: der Aufruf an dieser Stelle Wir bestehen aus vier Jägerkomponien und einer Stabskomponie, natürlich dem Batallionskommando.
00:44:47: Wir waren in der Vergangenheit sehr im Bereich schutzkritischer Infrastruktur eingesetzt.
00:44:53: dahin gehend war noch unsere Übungen ausgerichtet aufgrund der geopolitischen Lage.
00:44:58: Gehen wir aber jetzt wieder in die Landesverteidigung üben da die einsatzarten Angriff Verzögerung, Verteidigung und Schutz Und das ist jetzt auch die Stoßrichtung in den nächsten Jahren und bei den nächsten Übungen von schutzkretischer Infrastruktur zur Landesverteidigung zu gehen.
00:45:16: Das muss ich auch sagen, das coolste Battalion in Wien!
00:45:19: Ja, und ich bringe die ABC-Abwehr ein Spiel.
00:45:21: Die Abwehr Atomara biologischer chemischer Waffen.
00:45:24: Die AFTRU hat einen doppelten Auftrag.
00:45:27: zum Einen in der militärischen Landesverteidigung die Fähigkeiten einer ABC-Apair Company einzubringen das heißt retten und bergen abc Aufklärung dekontamination und Trinkwasseraufbereitung.
00:45:37: Der zweite Auftrag und für das sind wir sicherlich am besten bekannt ist aber die internationale humanitäre Katastrophenhilfe.
00:45:44: das heißt es gibt ein großes Das sah seine große Katastrophe im Ausland, sei es ein Erdbeben.
00:45:51: Und wir werden alarmiert verlegen innerhalb kürzester Zeit in den Einsatzraum und bringen dort unsere militärischen Fähigkeiten im Rahmen des Zivilschutzes ein.
00:46:00: Stefan, weil du es vorher angesprochen hast dass ich quasi immer die schwierigen Fragen stelle da würde ich jetzt ersuchen das man nicht mit einer Frage enden sondern ich lasse euch einfach den Satz vervollständigen Miliz ist für mich...
00:46:13: ...das Fledermauskostüm in der Nacht.
00:46:17: Wir bleiben quasi thematisch dabei.
00:46:19: Großartig!
00:46:20: Christian und Anna, wenn fertig gelacht wurde.
00:46:24: Militz ist für mich
00:46:26: eine absolute Bereicherung
00:46:28: die dritte Säule neben Privat- und zivilen Beruf in meinem
00:46:32: Leben.
00:46:32: wundervolle Schlussworte und doch ein bisschen flair von Superhelden hier am Tisch.
00:46:38: Danke an meine Gäste danke auch an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer Und wir freuen uns schon drauf Wenn ihr auch das nächste Mal wieder her.
00:46:51: Das war
00:46:51: hergehört, der
00:47:01: Bundesseapodcast.
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